Hoher Blutdruck: Die wichtigsten Informationen im Überblick

Ein hoher Blutdruck stellt eine ernstzunehmende Krankheit dar, die so früh wie möglich behandelt werden sollte. Bei Verdacht auf Bluthochdruck sollte umgehend eine Blutdruckmessung durchgeführt werden. Diese kann entweder direkt beim Arzt oder auch zu Hause, im Anschluss an eine Schulung, durchgeführt werden.

In diesem Beitrag klären wir die wichtigsten Fragen zum Thema Bluthochdruck und stellen wissenswerte Informationen und Methoden zur natürlichen Senkung des Blutdrucks dar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei hohem Blutdruck, fachsprachlich Hypertonie oder arterieller Hypertonie, sind die Blutdruckwerte über einen längeren Zeitraum zu hoch. Bluthochdruck wird im Allgemeinen ab einem Ruheblutdruck von 140/90mmHg diagnostiziert.
  • Die vier häufigsten Auslöser für einen hohen Blutdruck sind neben einer Erbveranlagung, zu wenig Bewegung, eine ungesunde Ernährung, Übergewicht und Stress.
  • Bluthochdruck kann zur Überbelastung des Herzens führen und lebensnotwendige Organe schädigen, wie das Herz, die Herzkranzgefäße, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße. Der Bluthochdruck steht häufig in Verbindung mit Krankheiten wie Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Definition: Was ist Bluthochdruck?

Mit Bluthochdruck ist im medizinischen Sprachgebrauch die arterielle Hypertonie gemeint. Dabei handelt es sich um eine der häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, welche über die Hälfte aller >50-Jährigen in Deutschland betrifft. Bluthochdruck zählt zu den am weitesten verbreiteten kardiovaskulären Risikofaktoren. Ab einem Ruheblutdruck von 140/90mmHg wird von einer hypertonen Blutdrucksituation gesprochen (1).

Die Krankheit verläuft häufig ohne Symptome, sodass eine Früherkennung durch den Patienten oft schwierig ist. (Bildquelle: Jesse Orrico / Unsplash)

Differenziert wird zwischen der primären und der sekundären arteriellen Hypertonie. In den meisten Fällen handelt es sich um die primäre Hypotonie, auch essenzielle Hypertonie genannt. Der prozentuale Anteil liegt bei 95% (2).

Eine organische Ursache ist in diesem Fall nicht erkennbar. Die eigentliche Ursache wird durch unterschiedliche Faktoren bedingt und ist oft unklar. Als mögliche Faktoren kommen einerseits Übergewicht und nicht ausreichende Bewegung infrage, welche die Gefäßalterung begünstigen, andererseits können auch Baroreflexmechanismen, natriuretische Peptide oder eine osmotisch inaktive Natriumspeicherung Einfluss nehmen (2, 3).

In 5% der Fälle liegt eine sekundäre, beziehungsweise nicht essenzielle, Hypertonie vor. Die Ursachen sind im Gegensatz zur essenziellen Hypertonie identifizierbar. Es handelt sich dabei um organische Erkrankungen, welche sich durch den hohen Blutdruck bemerkbar machen. Unterschieden wird zwischen der renalen und der endokrinen Hypertonie (2, 3).

Hintergründe: Was du über Bluthochdruck wissen solltest

Im folgenden Abschnitt beantworten wir die häufigsten gestellten Fragen zum Thema Bluthochdruck. Im Anschluss werden die bewährtesten Methoden vorgestellt, um den Blutdruck auf natürliche Weise zu senken.

Wie entsteht Bluthochdruck?

Bluthochdruck kann verschiedene Ursachen haben, wobei die körperlichen Ursachen nicht eindeutig bestimmt werden können. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die einen hohen Blutdruck begünstigen. Dazu zählen zum einen die Erbanlagen und zum anderen der persönliche Lebensstil. Studien und Untersuchungen zur Folge handelt es sich vor allem um vier Faktoren, die den Lebensstil ausmachen und eine arterielle Hypertonie verursachen können. (3):

  1. zu wenig Bewegung
  2. ungesunde Ernährung
  3. Übergewicht
  4. Stress

Die Umstellung des Lebensstils kann zur Prävention, beziehungsweise zur Senkung des Blutdrucks, führen. Daher sollte eine gesunde Lebensweise so früh wie möglich umgesetzt werden, um nicht nur einen Bluthochdruck, sondern auch gefährliche Folgekrankheiten, wie beispielsweise einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu verhindern.

Welche Symptome treten bei Bluthochdruck auf?

Ein hoher Blutdruck kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Die häufigsten Symptome werden nachfolgend aufgelistet (4):

  • innere Unruhe und Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Hitzewallungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Ohrensausen
  • Potenzprobleme
  • Rötung des Gesichts
  • Nasenbluten

Die Erkennung einer arteriellen Hypertonie findet oft erst spät statt, da die Anzeichen für einen erhöhten Blutdruck meist nicht sofort bemerkt werden beziehungsweise nicht direkt mit einem hohen Blutdruck in Verbindung gesetzt werden. Besonders ältere Menschen sollten auf die gelisteten Symptome achten und gegebenenfalls eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren (4).

Wie kann der Blutdruck gemessen werden?

Bei der richtigen Messung des Blutdrucks ist darauf zu achten, dass sich der Blutdruck über den Tag hinweg verändern kann. Daher sollte die Blutdruckmessung an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden, mindestens jedoch drei Messungen an zwei verschiedenen Tagen. Bestimmte Faktoren wie zum Beispiel Stress, Nervosität, Schmerzen, Kälte oder Hitze oder auch sportliche Belastung können sich ebenfalls auf den Blutdruck auswirken und ihn kurzfristig beeinflussen. Daher sollte der Blutdruck in Ruhe gemessen werden (3, 5).

In manchen Fällen führt die Ärztin oder der Arzt eine 24-Stunden-Blutdruckmessung durch, um einen vollständigen Überblick über die Blutdruckwerte zu erhalten und die genaue Ausprägung der Krankheit beurteilen zu können.

Die 24-Stunden Blutdruckmessung, auch Langzeit-RR genannt, wird unter anderem durchgeführt, um eine sogenannte Weißkittelhypertonie, auch Nervositätshypertonie genannt, auszuschließen. Dabei handelt es sich um einen Bluthochdruck, der nur im Zusammenhang mit einer klinischen Visite oder einer Messung in der Arztpraxis auftritt (1).

Der Blutdruck wird im Normalfall am Arm gemessen. Das kann ein Arzt machen, es ist aber auch alleine zu Hause möglich. (Bildquelle: 123rf / Aekkarak Thongjiew)

Der Blutdruck wird am Oberarm gemessen, wobei darauf zu achten ist, dass sich dieser auf der Höhe des Herzens befindet. Die Patientin oder der Patient sollte einige Minuten in Ruhe sitzen, bevor der Blutdruck gemessen wird. Der Blutdruck wird mit einer Blutdruckmanschette bei der Erstmessung an beiden Armen gemessen. Es handelt sich um zwei Messungen, die mit einer Pause von 1 bis 2 Minuten durchgeführt werden. Die Selbstmessung kann digital oder manuell im Anschluss an eine Schulung erfolgen und zu Hause durchgeführt werden (1, 3, 5).

Ab welchen Blutdruckwerten besteht Bluthochdruck?

Die Blutdruckwerte setzen sich aus zwei Werten zusammen, dem systolischen und dem diastolischen Wert. Der systolische Blutdruck misst den Druck des Blutes auf die Gefäße. Dabei zieht sich der Herzmuskel zusammen und pumpt das sauerstoffreiche Blut in die Gefäße. Anschließend misst der diastolische Blutdruck den Druck des Blutes auf die Gefäße. Dabei erschlafft der Herzmuskel (5).

Der systolische Druck ist höher als der diastolische Druck (5). Die Einheit „mmHg“ steht für „Millimeter Quecksilbersäule“. Der systolische Wert steht vor dem diastolischen Wert. Die Werte eines normalen Blutdrucks liegen bei einem systolischen Wert von unter 140 mmHg und einem diastolischen Wert von unter 90 mmHg.

Bluthochdruck besteht ab einem Wert von 140/90 mmHg. Der systolische Blutdruck liegt dabei bei 140 mmHg und der diastolische Blutdruck bei 90 mmHg (5).

Die folgende Tabelle (1) zeigt die Grenzwerte gemäß der ESC-Leitlinien 2018 (6). Anzumerken ist, dass sich die Werte auf den europäischen Raum beziehen und sich die Zielblutdruckwerte in einigen Fällen von den durch die US-amerikanischen Fachgesellschaften ACC/AHA festgelegten Zielblutdruckwerten unterscheidet (1).

BeschreibungWerte
Optimalniedriger als 120/80 mmHg
Normalniedriger als 130/85 mmHg
Hoch-normal130/85 – 139/89 mmHg
Hypertonie Grad I140/90 – 159/99 mmHg
Hypertonie Grad II160/100 – 179/109 mmHg
Hypertonie Grad III180/110 mmHg oder höher
Isolierte systolische Hypertone140 mmHg systolisch oder höher, höher als 90 mmHg diastolisch
Hypertensive Krisehöher als 180/120 mmHg
Hypertensiver Notfallhöher als 230/120 mmHg bzw. jeder erhöhte Wert mit lebensgefährlichen Organschäden
Maligne HypertonieDiastolischer RR höher als 120 mmHg

Im US-amerikanischen Raum wird ein hoher Blutdruck bereits ab den Werten 120 – 129 mmHg systolisch und niedriger als 80 mmHg diastolisch definiert. Eine arterielle Hypertonie besteht bereits ab den Blutdruckwerten 130 bis 139 mmHg systolisch oder 80 bis 89 mmHg diastolisch (1).

Ist Bluthochdruck gefährlich?

Die Höhe des Blutdrucks entsteht durch den Druck des Blutes innerhalb der Blutgefäße sowie dem Gefäßwiderstand. Dabei wird das Blut mit jedem Herzschlag in die Gefäße des Blutkreislaufs gepumpt und damit im Körper verteilt. Die Kraft, mit der das Blut in die Blutgefäße gepumpt wird lässt einen Druck entstehen, der sich auf die Gefäßwände auswirkt.

Die Gefäße leisten diesem Druck Widerstand und üben somit einen äußeren Druck auf das transportierte Blut aus. Der Blutdruck entsteht demnach durch den Zusammenhang des inneren Drucks auf die Gefäßwände und des äußeren Drucks der Gefäße (4, 5).

Ein hoher Blutdruck schädigt langfristig die Blutgefäße und stellt eine übermäßige Belastung für das Herz dar. Bei einem dauerhaften Bluthochdruck kann dies eine Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder eine koronare Herzkrankheit zur Folge haben. Eine rechtzeitige Behandlung des Bluthochdrucks kann darüber hinaus das Risiko reduzieren, an einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu erleiden (4).

Die beiden häufigsten Folge-Erkrankungen von Bluthochdruck sind Herzinfarkt und Schlaganfall.

Die Folgen eines hohen Blutdrucks können sich langfristig auf lebensnotwendige Organe auswirken und diese schädigen. Betroffen sind vor allem das Herz, die Herzkranzgefäße, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße. Bluthochdruck kann somit eine Vorstufe für lebensbedrohliche Krankheiten darstellen. Wichtig ist daher die Senkung des Blutdrucks auf einen normalen Wert und die regelmäßige Überwachung des Blutdrucks (3).

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Bluthochdruck?

Bei der arteriellen Hypertonie wird der Blutdruck wieder auf einen normalen Wert gesenkt. Dadurch gehen auch die durch den Bluthochdruck ausgelösten Symptome zurück und das Risiko an einer Folgekrankheit verringert (4).

Generell gilt es, den Blutdruck auf unter 140/90 mmHg zu senken und gegebenenfalls auf unter 130/80 mmHg. Dies kann durch nichtmedikamentöse Maßnahmen, also Änderungen des Lebensstils, oder einer medikamentösen antihypertensiven Therapie erreicht werden.

Zu den nichtmedikamentösen Maßnahmen zählen medizinischen Angaben zur Folge die Reduktion des Alkohol- und Salzkonsums, eine mediterrane Diät, der Verzicht aufs Rauchen, Bewegung und Reduzierung des Gewichts sowie regelmäßige Selbstmessungen und eine verlässliche Dokumentation der Blutdruckwerte durch den Patienten (1).

Die medikamentöse antihypertensive Therapie stützt sich auf die folgenden fünf Medikamente, wobei bei der Auswahl der Medikamente die Begleiterscheinungen der arteriellen Hypertonie beachtet werden müssen (1).

  • Thiazide
  • ACE-Hemmer
  • Sartane
  • Calciumantagonisten
  • Betablocker

Welches dieser Medikamente infrage kommt sollte unbedingt mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden, da sich die Behandlung nicht nur nach dem Blutdruckwert, sondern auch nach den individuellen Begleiterscheinungen richten kann und bei falscher Anwendung oder Kombination negative Auswirkungen haben können.

Welche Rolle spielt die Ernährung und der Lebensstil bei Bluthochdruck?

Patienten mit Bluthochdruck werden in der Fachsprache als Hypertoniker bezeichnet. Neben blutdrucksenkenden Medikamenten sollte jeder Hypertoniker unbedingt eine gesunde Lebensweise anstreben (3).

Ein gesunder Lebensstil gilt als das wichtigste und wirksamste Mittel gegen einen hohen Blutdruck und ist für Hypertoniker mit leichter Hypertonie genauso empfehlenswert wie für Hypertoniker mit einer schweren Hypertonie. Im besten Fall sinken die Blutdruckwerte auf einen normalen Wert. Andernfalls kann eine gesunde Lebensweise dazu beitragen, dass die Patientin oder der Patient weniger blutdrucksenkende Medikamente einnehmen muss (3).

Ein gesunder Lebensstil beinhaltet die folgenden Aspekte (3):

  • Normalgewicht durch gesunde Ernährung und regelmäßige, sportliche Bewegung
  • geringer bis mäßiger Alkoholkonsum und Verzicht aufs Rauchen
  • Entspannung und Erholungspausen

Auch wenn es zu Anfang schwerfällt, den gewohnten Lebensstil zu verändern, sollten diese Empfehlungen ernst genommen und langfristig in den Alltag integriert werden. Gewohnheiten zu ändern braucht Zeit, Geduld und Wiederholung. Auch kleine Veränderungen können große Auswirkungen haben, wenn sie täglich wiederholt werden. Wie zum Beispiel eine halbe Stunde Sport, Yoga oder Meditation zur Entspannung.

Welche Hausmittel helfen bei Bluthochdruck?

Neben blutdrucksenkenden Lebensmitteln gibt es auch Hausmittel und Nahrungsergänzungsmittel, die den Blutdruck senken können. Diese sollten vor der Einnahme oder Verwendung mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden. Zu den bekanntesten Hausmitteln zählen Knoblauch, Hibiskus-Tee, Weißdorn, Kardamom und Granatapfelsaft. Die bekanntesten Nahrungsergänzungsmittel zur Senkung des Blutdrucks sind Omega-3-Fettsäuren, L-Arginin und Vitamin D (8).

Bluthochdruck natürlich senken: Die bewährtesten Methoden

Im Folgenden stellen wir die bewährtesten Methoden vor, die nachweislich dabei helfen, den Blutdruck auf natürliche Weise zu senken. Je nachdem, ob es sich um eine leichte oder eine schwere Form der arteriellen Hypertonie handelt, können diese Methoden dabei helfen, den Blutdruck auf einen normalen Wert zu senken, oder dazu beitragen, dass weniger Medikamente zur Senkung des Blutdrucks benötigt werden.

Die vorgestellten Methoden sollten möglichst vollständig und konsequent in den Alltag integriert werden, um einen gesunden Lebensstil und somit einen niedrigeren Blutdruck zu erreichen.

Regelmäßige Bewegung

Mit regelmäßiger Bewegung ist nicht nur Sport gemeint. Auch der tägliche Spaziergang oder der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad können sich positiv auswirken. Sportarten, die das Herz-Kreislauf-System aktivieren sind zum Beispiel Wandern, Radfahren, Schwimmen und Nordic Walking. Wichtig ist die Regelmäßigkeit der Bewegung oder der sportlichen Aktivität. Der Berufsverband Deutscher Internisten e. V. empfiehlt mindestens zwei bis dreimal pro Woche 30 Minuten Sport zu treiben. (4, 7).

Auf eine gesunde Ernährung achten

Die Ernährung kann ein entscheidender Faktor zur Senkung des Blutdrucks darstellen. Dabei muss keine restriktive Diät eingehalten werden. Es reicht meist aus, auf eine gesunde Ernährung achtzugeben. Die mediterrane Küche eignet sich besonders gut, da sie größtenteils aus frischem Gemüse, Obst, hochwertigen Pflanzenölen, Fisch aber wenig Fleisch, wenig Salz dafür mehr frische mediterrane Kräuter, Knoblauch, Nüsse und Samen besteht.

Zu beachten sind besonders die folgenden Tipps für eine gesunde, blutdrucksenkende Ernährung (8):

  • viel Obst und Gemüse, Fisch und nur sehr wenig Fleisch konsumieren
  • wenig Salz
  • möglichst auf Alkohol verzichten
  • tierische Fette durch hochwertige, kaltgepresste, pflanzliche Öl ersetzen
  • weniger Milchprodukt und weniger Kohlehydrate

Der Speiseplan sollte auf frischem Gemüse, Obst und Nüssen aufbauen, da diese wertvolle Mineralstoffe enthalten wie zum Beispiel Magnesium und Kalium. Fertiggerichte, Fleisch, Konserven und Brot sollten hingegen vermieden werden, da sie viel Natriumchlorid und damit Salz enthalten und den Blutdruck erhöhen (8). Eine vegetarische oder vegane Ernährung kann ebenfalls empfohlen werden (12).

Persönliche Beziehungen pflegen

Zu den natürlichen Methoden zur Senkung des Blutdrucks zählt auch die Pflege von persönlichen Beziehungen und Zweisamkeit. Der Blutdruck kann durch die Ausschüttung von Oxytocin gesenkt werden, welches bei körperlichen Berührungen und beim Sex ausgeschüttet wird. Das sogenannte Kuschelhormon senkt den Cortisonspiegel im Blut und damit auch den Blutdruck (7).

Stress abbauen

Stress ist einer der vier Hauptfaktoren, die eine arterielle Hypertonie begünstigen.

Die Auswirkungen von Stress sind für viele psychische und physische Krankheiten verantwortlich. Daher sollte Stress besonders bei einem hohen Blutdruck reduziert werden. Um die eigene Stressbelastung zu reduzieren, helfen verschiedene Entspannungstechniken, wie zum Beispiel Yoga, Tai Chi oder Meditation. Wichtig ist auch die eigene Belastbarkeit nicht zu überschreiten und sich auch mal eine Pause zu gönnen (7).

Massagen zur Entspannung

Massagen helfen dabei sich zu entspannen und somit auch den Blutdruck zu senken. Einige Massagen können zusätzlich den Kreislauf unterstützen. Nicht jede Form der Massage ist bei Bluthochdruck oder Herzproblemen zu empfehlen. Mit einer sogenannten Hand- oder Fuß-Reflexzonenmassage kann man jedoch nichts falsch machen. Diese Massageform beruhigt und entspannt den Körper und kann ganz einfach in den Alltag integriert werden (8).

Yoga und Meditation

Welche Entspannungsübung letztendlich wirksam ist, hängt von persönlichen Vorlieben ab. Die Empfehlung lautet Ausprobieren. Yoga und Meditationsübungen sind dafür bekannt, eine entspannende Wirkung auf den Körper auszuüben und somit den Abbau von Stress zu unterstützen. Atemübungen aktivieren den Blutkreislauf und sorgen dafür, dass das Blut mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt wird (10).

Ein entspannter Lebensstil wirkt sich positiv auf Körper und Seele aus und kann dazu beitragen den Blutdruck langfristig zu senken. (Bildquelle: Simon Migaj / Unsplash)

Besonders sanfte Yoga Übungen stellen ein sanftes Kreislauf-Training dar, welches zur Regulation des Blutdrucks führen kann. Wichtig ist darauf zu achten, dass der Kopf während einer Yoga-Übung nicht unterhalb des Herzens platziert wird, da sich dies kontraproduktiv auf den Blutdruck auswirken kann. Übungen wie zum Beispiel der herabschauende Hund, Kopf- oder Schulterstand sollten bei Bluthochdruck mit anderen Übungen ausgetauscht werden (10).

Lebensenergie stärken mit Qi gong

Qi gong ist eine fernöstliche Sportart und stellt eine Kombination aus Atem-, Bewegungs- und Meditationsübungen dar. Sie ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Qi wird mit Lebensenergie gleichgesetzt, welche durch die konzentriert, präzisen Bewegungen und der fokussierten Atmung, frei fließen soll. Die Bewegungen vereinen sich mit der inneren Ruhe und bilden somit Yin und Yang (9).

Differenziert wird zwischen zwei Arten. Dem stillen Qi gong oder auch Jing Gong beziehungsweise Jinggong genannt, und dem bewegten Qi gong, welches auch Dong Gong oder Donggong genannt wird. Das stille Qi gong ist mehr nach innen gerichtet und zeigt nach außen hin kaum Bewegungen. Die Atmung und Vorstellungskraft stehen im Fokus. Das bewegte Qi gong zeichnet sich durch äußere Bewegungen aus (9).

Fazit

Ein hoher Blutdruck kann oftmals durch einen gesunden und ausgewogenen Lebensstil verhindert beziehungsweise gesenkt werden. Dabei spielen regelmäßige Bewegung, eine gesunde, mediterrane Ernährung, wenig Stress, geringer oder besser gar kein Alkoholkonsum und Verzicht aufs Rauchen, eine große Rolle.

Oft führt der Bluthochdruck zu Begleiterkrankungen und bei Nichtbehandlung zu schwerwiegenden Folgekrankheiten, die wichtige Organe schädigen können. Bei einer rechtzeitigen Behandlung, beziehungsweise Senkung des Blutdrucks, können Krankheiten wie Schlaganfälle und Herzinfarkte verhindert werden. Daher ist eine Beobachtung möglicher Symptome und eine frühzeitige Blutdruckuntersuchung empfehlenswert.

Literaturhinweise (12)

1. Amboss.com: Arterielle Hypertonie (2021).
Source

2. Wermelt, J.A., Schunkert, H. (2017). Management der arteriellen Hypertonie.
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3. Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL: Bluthochdruck wirksam bekämpfen.
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4. Ratgeber-herzinsuffizienz.de: Bluthochdruck (Hypertonie): Erkennen und behandeln.
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5. Gesundheitsinformation.de: Was ist der Blutdruck und wie wird er gemessen?
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6. Vera Regitz-Zagrosek, Jolien W Roos-Hesselink, Johann Bauersachs, Carina Blomström-Lundqvist, Renata Cífková, Michele De Bonis, Bernard Iung, Mark Richard Johnson, Ulrich Kintscher, Peter Kranke, Irene Marthe Lang, Joao Morais, Petronella G Pieper, Patrizia Presbitero, Susanna Price, Giuseppe M C Rosano, Ute Seeland, Tommaso Simoncini, Lorna Swan, Carole A Warnes, ESC Scientific Document Group (2018). 2018 ESC Guidelines for the management of cardiovascular diseases during pregnancy: The Task Force for the Management of Cardiovascular Diseases during Pregnancy of the European Society of Cardiology (ESC), European Heart Journal, Volume 39, Issue 34, 07 September 2018, Pages 3165–3241
Source

7. Berufsverband Deutscher Internisten e.V.: Bluthochdruck: Vorsorge und Schutz.
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8. Visomat.de: Blutdruck senken.
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9. Mai, Manuela; Fux, Christiane (2021). Qigong.
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10. Grasso-Bürki, Cynthia (2019). So hilft Yoga bei Bluthochdruck - 5 Übungen.
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11. Wittkowski, Jana (2020). 10 Tipps, Blutdruck ohne Medikamente zu senken.
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12. Aerzteblatt.de: Vegetarische Kost senkt Blutdruck (2014).
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Medizinische Informationsquelle
Amboss.com: Arterielle Hypertonie (2021).
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Wissenschaftliche Studie
Wermelt, J.A., Schunkert, H. (2017). Management der arteriellen Hypertonie.
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Medizinischer Fachartikel
Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL: Bluthochdruck wirksam bekämpfen.
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Wissenschaftliche Studie
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