Leberentzündung: Was ist das?

Eine Leberentzündung, auch als Hepatitis bekannt, kann verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel verunreinigtes Essen, Alkoholmissbrauch. Auch eine Autoimmunhepatitis gibt es. Leberentzündungen lassen sich nicht immer heilen.

Hier erfährst du alles, was man über eine Entzündung der Leber wissen sollte und welche Symptome man dabei hat. Wer besonders gefährdet ist und warum auch Tiere an Leberentzündungen erkranken könne, verraten wir dir in diesem Artikel. Danach wirst du dein Problem eventuell lösen können und wissen, was zu tun ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt viele verschiedene Formen von Hepatitis, dazu gehören zum Beispiel die Formen Hepatitis A-E, von denen Hepatitis A die ungefährlichste Version ist. Auch gibt es Autoimmunhepatitis und alkoholische Hepatitis.
  • Typische Symptome sind Müdigkeit, sowie ein Spannungsgefühl im oberen Teil des Bauches. Oft verläuft die Krankheit jedoch lange asymptomatisch und Symptome treten erst auf, wenn die Krankheit fortgeschritten ist.
  • Gegen Hepatitis B kann man sich mit einer 6-fach-Impfung impfen lassen. Das schützt auch vor Hepatitis D, denn Hepatitis D tritt nur in Zusammenhang mit Hepatitis B auf. Auch gegen Hepatitis A gibt es eine Impfung. Gegen die anderen Hepatitisformen kann man sich (noch) nicht impfen lassen. Auch Hunde könne geimpft werden.

Definition: Was ist eine Leberentzündung?

Eine Leberentzündung wird auch als Hepatitis bezeichnet. Für Hepatitis können fünf verschiedene klassische Viren verantwortlich sein; A, B, C, D und E. Eine akute Virushepatitis ist meldepflichtig, gemäß §6 IfSg. (2)

Leberentzündungen kann, je nach Form und Verlauf, auch tödlich enden. Eine akute Hepatitis kann in einer chronischen enden, denn oft verlaufen Leberentzündungen asymptomatisch und Symptome treten erst im späteren Krankheitsverlauf auf. (Bildquelle: Online Marketing / unsplash)

Leberentzündungen können zudem andere Auslöser haben, dazu zählen auch Toxine, wie zum Beispiel Alkohol, Medikamente oder Fettablagerungen. (3) Hepatitis sorgt für mehr Todesfälle als es HIV und Tuberkulose tun. (1)

Hintergründe: Was du über Leberentzündungen wissen solltest

Die Anzahl der Menschen mit einer unentdeckten chronischen Hepatitis wird auf 290 Millionen geschätzt. (1) Um dein Problem zu lösen, solltest du einige Hintergrundinformationen zum Thema Leberentzündung haben.

Hierfür haben wir dir die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Hepatitis in den folgenden Absätzen einmal beantwortet, um dein Problem zu lösen.

Welche Formen von Hepatitis gibt es überhaupt?

Eine Hepatitis kann von verschiedenen Viren ausgelöst werden, die häufigsten sind die klassischen A-E Viren. Diese unterscheiden sich wesentlich. Hepatitis B, C und D gelten als die gefährlichsten.

Hepatitis A wird auch als Reisekrankheit bezeichnet und kann zB durch kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel oder durch Kontakt- und Schmierinfektionen übertragen werden. Die Inkubationsperiode beträgt 14-28 Tage.

Meistens heilt Hepatitis A ohne Folgen. Je älter man ist, desto eher verläuft Hepatitis A fatal. Besonders junge Männer die gleichgeschlechtlichen, ungeschützten Geschlechtsverkehr haben sind betroffen. In China, genauer Shanghai, gab es durch rohe Muscheln einen Hepatitis A Ausbruch. Gegen Hepatitis A gibt es eine Impfung.

Hepatitis B ist die häufigste Infektionskrankheit, die sich über Körperflüssigkeiten verbreitet.

Hepatitis B wird durch Körperflüssigkeiten übertragen und ist die dadurch verursachte häufigste Infektionskrankheit. Wenn sich Kinder infizieren, chronifiziert sich Hepatitis B häufig und schadet der Leber schwerwiegend. Dagegen kann man geimpft werden und obwohl eine Heilung nicht möglich ist, kann man die Symptome lindern. Hepatitis B wird häufig durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, Blut, unsterile Instrumente oder perinatal übertragen.

Auch Hepatitis C wird durch Körperflüssigkeiten übertragen, man kann sich zwar nicht impfen lassen, aber meistens ist Hepatitis C heilbar.

Hepatitis D gilt als die schwerste Form. Eine Hepatitis D tritt ausschließlich zusammen mit Hepatitis B auf, deswegen schützt auch die Impfung gegen Hepatitis B gegen Hepatitis D. Hier besteht ein sehr hohes Risiko für eine Leberzirrhose und -krebs.

Die letzte Variante, Hepatitis E, wird oft durch Schweinefleisch verbreitet, wenn dieses infiziert und nicht genug erhitzt worden ist. Es gibt keine zugelassene Impfung und besonders bei Schwangeren und Älteren können die schweren Verläufe zum Tod führen. Dazu kommen neurologische Symptome. (1, 5, 20, 21, 22)

Es entscheiden sich also eine akute und eine chronische Hepatitis. Wenn die Symptome länger als sechs Monate anhalten, ist sie gemäß klinischer Diagnose chronisch. Histopathologisch sind die Kriterien das Vorhandensein von vorwiegend rundzelligen und entzündungszelligen Infiltration und von hepatozellulären Zelluntergängen, die sich in der parenchymatösen Grenzlamelle befinden. (7)

Es gibt auch die Autoimmunhepatitis. Das ist eine chronische Leberentzündung. Verursacht wird sie wohl durch einen Toleranzverlust von hepatozytenspezifischen Autoantigenen. Es scheint wohl eine Kombination aus immungenetischer Anfälligkeit und umweltbedingten Auslöser den Toleranzverlust auszulösen. Sie wird in Typ 1 und 2 unterteilt. Die Unterteilung basiert auf der Expression von Autoantikörpern.

Die Autoimmunhepatitis tritt in der Kindheit und auch im Erwachsenenalter auf. Frauen sind häufiger betroffen. Mit Hilfe von Scoring-Systemen, die klinische, biochemische, serologische und histologische Merkmale berücksichtigen, wird die Diagnose gestellt. (12)

Die alkoholische Lebererkrankung beschreibt verschiedene Erkrankungen, die die reversible Fettleber, die alkoholische Hepatitis und Zirrhosen, sowie hepatozelluläre Karzinome, mit einschließen. Die alkoholische Hepatitis wird durch chronischen Alkoholmissbrauch ausgelöst. (15)

Was verursacht eine Leberentzündung?

Die Entitäten werden ätiologisch voneinander abgegrenzt. Hepatitis kann verschiedene Ursachen haben. Sie kann viral verursacht werden, durch Arzneimittel und Toxine und durch Autoimmunität. Außerdem gibt es noch andere, aber seltene Ursachen.

Infektion UrsacheErklärung
Infektion durch VirenDie Infektion durch Viren ist die häufigste Ursache, davon am häufigsten ist wiederum Hepatitis B. Auch andere Viren, wie das Epstein-Barr-Virus können eine Hepatitis hervorrufen, aber sind sehr selten.
MedikamenteAuch Medikamente können als Nebenwirkung eine chronische Hepatitis hervorrufen, dazu zählt beispielsweise Nitrofurantoin oder Sulfonamide.
AutoimmunitätDurch Autoimmunität kann eine Autoimmunhepatitis verursacht werden.
StoffwechselerkrankungenStoffwechselerkrankungen können eine chronische Hepatitis verursachen.
ASH und NASHEine Leberentzündung kann durch eine alkoholische oder nichtalkoholische Steatohepatitis eine chronische Hepatitis verursacht werden. Auf Kombinationsschädigungen sollte man unbedingt achten.

Diese beiden Verursacher; alkoholische oder nichtalkoholische Steatohepatitis, wurden aber nicht mit in die Konsensusfindung miteinbezogen. (7)

Was sind die Symptome der Leberentzündung?

Oft können die Viren sich lange im Körper aufhalten, ohne dass die Betroffenen etwas davon merken. (1) Bei Leuten, die mit Hepatitis B infiziert sind, äußern sich die Symptome oft mit Müdigkeit und/oder einem Spannungsgefühl im rechten Oberbauch. Bei einem fortgeschrittenen Verlauf wird die Erkrankung erst meist symptomatisch. (5) Wenn du allerdings Nierenschmerzen hast, dann kannst du hier nach Tipps schauen.

Wie erfolgt die Diagnose einer Leberentzündung?

Die Diagnose erfolgt dadurch, dass die Antigene BHs und HBe und deren Antikörper gemessen und ausgewertet werden oder sie erfolgt mit Hilfe eines PCR Tests. Dieser ist genauer. (6)

Im Rahmen der Abklärung der chronischen Hepatitis wird eine Biopsie der Leber durchgeführt. Damit wird geklärt, wie die Chronizität und das Grading (entzündliche Aktivität) und das Staging (Fibroseausmaß) ist und es werden Aussagen zu der Ätiologie getroffen. Das Gewebe der Leber wird hier beurteilt. (7)

Die Diagnose einer Hepatitis erfolgt nur dann, wenn mindestens eine entzündungszellige Infiltration nachweisbar ist oder ein hepatozellulärer Zellschaden. Es reicht nicht aus mit HBV oder HCV infiziert zu sein, um eine chronische Hepatitis diagnostiziert zu bekommen. (7)

Wie lange ist die Dauer einer Leberentzündung?

Eine akute Hepatitis B Erkrankung bedarf keiner Therapie, eine chronische hingegen unbedingt.

Das Alter bestimmt als wichtigster Faktor die Schwere und Chronifizierung der Infektion. Die meisten Menschen, die sich mit Hepatitis B infizieren erholen sich vollständig, wobei die Infektion mehrere Wochen bis Monate andauern kann und komplett ohne Symptome oder mit sehr schweren Symptomen verlaufen kann. (8)

Wie wird Hepatitis übertragen?

Zu Hepatitis B lässt sich sagen, dass weltweit zwei Milliarden Menschen den serologischen Marker dazu in sich tragen und 350 Millionen an einer chronischen Hepatitis B Infektion leiden. Durch diese wird Hepatitis hauptsächlich verbreitet. (8) Hepatitis B, C und D werden parental übertragen und Hepatitis A und E werden enteral übertragen. (9)

Bei jungen Erwachsenen erfolgt die Infizierung meist durch ihren Lebensstil. Dazu zählen sexuelle Kontakte und der Drogenkonsum mit infizierten Spritzen. Auch Pflegepersonal beispielsweise ist besonders gefährdet, weil sie viel mit Blut in Kontakt kommen, zudem können infizierte Ärzte den Virus auch an ihre Patienten bei Operationen übertragen. Weiterhin zählen Personen, die Transfusionen erhalten oder viel reisen, zu einer erhöhten Risikogruppe. Mütter können Hepatitis B auch an ihre Kinder vererben. (8, 10)

Wie gefährlich ist eine Leberentzündung?

Bei einer chronischen Hepatitis B Erkrankung liegt eine deutliche Übersterblichkeit vor. Die 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit waren 84%, bzw. die 10-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit war 68% in einer Studie. (6) Eine Schätzung besagt, dass weltweit etwa eine Million Menschen an einer chronischen Hepatitis B Infektion sterben. (8)

Hepatitis A soll schätzungsweise 7134 Tode 2016 verursacht haben. Die meisten überleben jedoch eine Hepatitis A Infektion und sind danach lebenslang immun. (21)

Bei der alkoholischen Hepatitis ist die 28-Tage-Mortalität bei 30 – 50 %, Diese Prognose ist besonders schlecht, was auch daran liegt, dass diese Hepatitisform zwar akut ist, aber fast 50% schon eine Zirrhose haben, wenn die Therapie beginnt. (15)

Wie hängen Alkohol und Leberentzündung zusammen?

Eine Leberentzündung tritt meistens auf, wenn jemand langjährig Alkohol konsumiert. Wenn eine Person mehr als drei Monate abstinent ist und dann sich klinisch präsentiert, liegt der Verdacht nahe, dass die Person eine Zirrhose oder chronische Lebererkrankung hat.

Bei vielen Patienten, die an einer alkoholischen, aber nicht weit fortgeschrittenen Hepatitis leiden, treten ballonartige Hepatozytendegenerationen, fleckige Nekrosen und Fibrosen im perivenulären und perisinusoidalen Raum der Disse und Mallory-Hyalineinschlüsse auf.

Alkohol wird oft als Genussmittel konsumiert. Wenn er jedoch regelmäßig konsumiert wird und einen im möglichen und sozialen Leben anfängt zu beeinflussen, dann spricht man gemeinhin auch von Alkoholmissbrauch. Dieser kann in einer alkoholischen Hepatitis enden, die sehr gefährlich werden kann. (Bildquelle: Andreas M / unsplash)

Alkohol hat einen hohen Stellenwert in vielen Gesellschaften, vor Allem in europäischen Ländern und die Pro-Kopf-Veränderung an Alkoholkonsum und die Sterblichkeitsrate an Zirrhosen korrelieren. Normalerweise wird Alkoholkonsum dann als schädlich eingeschätzt, wenn es das soziale Leben oder die tägliche Funktionsweise beeinflusst.

Wieviel Alkohol muss missbraucht werden?

Es ist nicht bekannt, wie viel Alkohol man konsumieren muss, um eine alkoholische Hepatitis zu entwickeln. Es lässt sich jedoch sagen, dass die meisten Patienten mehr als 100 Gramm Alkohol pro Tag trinken und es auch oft 150-200 Gramm sind. Die meisten haben diesen sehr hohen Alkoholkonsum für mehr als 20 Jahre, auch wenn es Ausnahmen gibt. Jeder der 5-10 Jahre lang 30-50 Gramm Alkohol pro Tag trinkt, sollte als Risikopatient eingeordnet werden.

Wann und von wem wird eine alkoholische Hepatitis entwickelt?

Eine alkoholische Hepatitis wird normalerweise vor dem Erreichen des 60. Lebensjahres entwickelt und zwar am häufigsten zwischen 40-50 Jahren. Frauen haben zwar ein höheres Risiko, an einer alkoholischen Hepatitis zu erkranken, aber trotzdem sind die meisten Patienten männlich.

Übergewicht ist ein weiterer Risikofaktor für alkoholische Hepatitis und die meisten Patienten, die an einer alkoholischen Hepatitis erkrankt sind leiden an einer Malnutrition. Eigentlich sollte man auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten. Einige Studien haben herausgefunden, dass man eher an einer Lebererkrankung erkrankt, wenn man Bier und Spirituosen trinkt, verglichen mit Wein und außerhalb von Essenszeiten trinkt. Adoptierte Kinder von alkoholabhängigen Menschen und eineiige Zwillinge haben ein erhöhtes Risiko an einer Alkoholabhängigkeit zu erkranken.

Inwiefern hängen Hepatitis C und Alkohol zusammen?

Hepatitis C und Alkoholmissbrauch hängen auch zusammen. 14% der Patienten mit Hepatitis C missbrauchen gleichzeitig Alkohol. Alkohol und HCV wirken synergistisch und bewirken ein schnelleres Fortschreiten von Fibrose und Zirrhose. Der klinische Verlauf wird verschlechtert.

Wie ist die Prognose mit einer alkoholischen Hepatitis?

Exzessiver Alkoholmissbrauch ist die dritthäufigste Todesursache in den USA und global gesehen verantwortlich für ca. 3,8% aller Tode. 44% der Tode wegen Leberversagen oder -krankheiten, passieren wegen Alkohol und in den USA haben 10-15% aller Alkoholabhängigen eine alkoholische Hepatitis entwickelt.

Etwa 70% der Erkrankten entwickeln früher oder später eine Zirrhose. Der Verlauf der Krankheit hängt von der Abstinenz ab. Wenn eine Person ihren Alkoholkonsum komplett einstellt, erholt sich die Leber in etwa 10% der Fälle komplett. (15, 19)

Was kann ich bei einer Leberentzündung bei meinem Haustier machen?

Auch bei Haustieren kann sich die Leber entzünden. Zum Beispiel gibt es die Hepatitis contagiosa canis. Dieses Virus ist weltweit verbreitet, aber tritt nur selten auf. Tiere infizieren sich orosonal, vor Allem durch die Aufnahme von Urin oder urinhaltigen Lebensmitteln. Die Infektion wird auch über das Urin wieder ausgeschieden, worüber sich der Virus auch weiter verbreitet.

Die akute Leberentzündung hat Symptome wie Fieber, verweigerte Aufnahme von Nahrung, Erbrechen und so weiter. Bei besonders akutem Verlauf, desto gefährlicher ist die Leberentzündung. Sie kann tödlich enden, vermehrt dann, wenn das Tier jung ist und nicht geimpft worden ist. Auch kann sie in einer chronischen Leberentzündung enden.

Man kann gegen seinen Hund gegen die Hepatitis contagiosa canis mit attenuierteheterologen Vakzinen impfen lassen. Die Impfung ist eine Kombination aus Impfstoffen. Um einer Hepatitis also aus dem Weg zu gehen und die Verbreitung einzudämmen, sollte man seinen Hund dagegen impfen lassen. (17)

Bei Katzen kann man einer Leberentzündung dadurch vorbeugen, dass man die Katze artgerecht füttert, damit sie nicht übergewichtig wird. Mit einer Leberentzündung sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen. Dieser untersucht dann das Blut und benutzt Röntgen oder Ultraschall, um die Leber zu untersuchen.

Die Entzündung vom Lebergewebe der Katze kann zu einer Cholangitis oder Cholangiohepatitis führen. Eine Hepatitis führt dazu, dass die Leber die Aufgaben im Stoffwechsel nicht mehr genau durchführen kann. Die Symptome ähneln den bereits aufgeführten Symptomen.

Eine akute Leberentzündung kann bei Katzen auch in eine chronische übergehen. Diese ist nicht heilbar, aber kann beispielsweise mit Hilfe von Kortison eingedämmt wird. Eine akute Hepatitis kann unterschiedlich behandelt werden, abhängig von der Ursache der Hepatitis. (18)

Leberentzündung behandeln: Die besten Tipps & Tricks für Hepatitis

Wenn du denkst, dass du an einer Hepatitis leiden könntest, solltest du auf jeden Fall schnell handeln. Denn Leberentzündungen können, je nach Form, behandelt werden und man kann auch vorbeugen, zum Beispiel durch eine Impfung gegen Hepatitis A und B.

Im Folgenden sind einige Informationen aufgelistet, die sich mit der Behandlung von Leberentzündung auseinandersetzen.

Wann sollte ich mit einer Leberentzündung zum Arzt?

Bei Symptomen sollten Sie auf jeden Fall sofort einen Arzt aufsuchen, damit dieser abklären kann, wie schwerwiegend ihre Erkrankung ist. Leider verläuft die Erkrankung oft lange asymptomatisch und wird nicht entdeckt.

Wie verläuft die Behandlung?

Die chronische Hepatitis B ist momentan nicht heilbar, aber Therapien helfen dabei, den Krankheitsprozess aufzuhalten und können damit verhindern, dass eine Zirrhose oder Karzinom entsteht. Die Prognose wird damit verbessert.

In Bezug auf Hepatitis D gibt es therapeutische Ansätze, die entwickelt werden. Allerdings gibt es nach wie vor keine wirksame Behandlung von dieser besonders schweren Form der Hepatitis.

Es gibt gegen die Autoimmunhepatitis eine Standardtherapie. Diese besteht entweder aus einem Medikament (Prednison oder Budesonid) oder einer Kombination aus zwei Medikamenten (Azathioprin). Es ist eine Dauertheraphie, die den Verlauf der Krankheit stoppt. (3, 6)

Eine Hepatitis C Infektion hat das Ziel, das der Virus komplett eliminiert wird. Mit der Therapie muss nicht unbedingt sofort begonnen werden, weil eine Entwicklung einer Leberzirrhose unwahrscheinlich ist. Daher muss anhand verschiedener Kriterien entschieden werden, ob therapiert wird. Patienten dürfen keinen Alkohol oder andere Drogen konsumieren und mindestens ein Jahr abstinent sein. Kinder werden nicht therapiert.

Standardmäßige Therapie bei Hepatitis C ist eine Kombination aus Interferon-Alpha und Ribavirin. Die Therapie dauert entweder 24 oder 48 Wochen. Wenn nach 24 Wochen der PCR-Test positiv ist, sollte die Therapie als erfolglos beendet werden.

Die Nebenwirkungen bei der Behandlung sind teilweise sehr heftig und führen manchmal zu einem Abbruch der Therapie.

Bei der Behandlung kann es zu Nebenwirkungen kommen, die in jedem Fall mit dem Patienten abgeklärt werden müssen, damit diese deswegen nicht ihre Therapie abbrechen. Zu den Nebenwirkungen gehören grippeähnliche Symptome und eine induzierte Anämie. Außerdem kann es zu psychiatrischen Nebenwirkungen kommen, die Patienten müssen genau betreut werden. Teilweise muss die Therapie dann abgebrochen werden. (11)

Bei der autoimmunen Hepatitis erfolgt eine Immunsuppression mit Prednison oder Prednisolon und Azathioprin. Bei akutem Leberversagen, einer schweren Zirrhose oder hepatozellulärem Karzinom hilft nur eine Lebertransplantation. Die Transplantation kann zu einer rezidivierenden Autoimmunhepatitis führen, oder es kann auch eine neue Erkrankung auftreten. (12)

Welche Antibiotika bzw. Medikamente helfen bei einer Leberentzündung?

Wenn die Antibiotika nicht mehr helfen, zB bei einer sehr fortgeschrittenen Hepatitis B Erkrankung, hilft oft nur noch eine Transplantation der Leber. Nicht alle Betroffenen leiden allerdings unter solch schweren Verläufen. (5) Antibiotika bringen häufig die Darmflora auseinander, weswegen du deine Darmflora nach der Einnahme von Antibiotika sanieren solltest.

Bei chronischer Hepatitis B Erkrankung helfen Interferonen. Diese verbessern das Überleben. Die optimale Dosis und Dauer bleiben jedoch nach wie vor unklar. Auch Lamivudin kann helfen und dafür sorgen, dass die Histologie verbessert wird. Auch hier ist Genaueres unklar. Es gibt auch andere Virostatika, dazu zählen Famiciclovir und Adefovir Dipivoxil, was ein Nukleosid-Analog ist und weitere Nukleosid-Analoga, deren Wirkung aber kaum untersucht ist. (6)

Welches Obst und Gemüse bei einer Leberentzündung?

Gegen eine Leberentzündung helfen auch andere Sachen, denn die Leber ist sehr wichtig, was die Verarbeitung von Lebensmitteln angeht und grade Kleinkinder sind der Gefährdung einer Malnutrition bei chronischen Lebererkrankungen ausgesetzt. Man sollte also auf eine gesunde Ernährung achten. (13)

Wie kann ich gegen eine Leberentzündung vorbeugen?

Die Übertragung erfolgt fast ausschließlich sexuell und parenteral, also muss man auf sein Risikoverhalten achten. Man sollte zur Präsentation keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr haben und beim Drogenkonsum darauf achtem, dass man keine kontaminierten Spritzutensilien nutzt.

Schwangere sollten sich auf HBs-Antigen testen lassen, damit das Kind sofort mit immunisiert wird. Passiv und aktiv. Bei Schnitten und Stichen im medizinischen Bereich, sollte auf ausreichende Hygiene geachtet werden. Auch Piercings und Tattoos sollten vermieden werden, um sich keinem zusätzlichen Risiko einer Infektion mit einem Virus auszusetzen. (6)

Kann ich mich gegen eine Leberentzündung impfen lassen?

Man kann sich gegen Hepatitis-B impfen lassen. Es handelt sich hier um eine 6-fache Impfung. Man lässt sich im 3., 5. und 12.-14. Lebensmonat impfen und sollte sich dann im Alter von 6-15 Jahren noch einmal zur Auffrischung impfen lassen.Gegen Hepatitis D hilft auch die Hepatitis B Impfung. (5)

Weltweit wurden über 600 Millionen Menschen geimpft und es kommen über 100 Millionen im Jahr dazu. Vorbeugen ist besser als Heilen, man sollte vor Allem vor dem ersten sexuellen Kontakt geimpft werden. (6) Man kann sich auch therapeutisch impfen lassen, das findet zurzeit allerdings nicht statt. (6)

Fazit

Durch eine Impfung kann man also zu Mindestens gegen Hepatitis A, B und D vorbeugen. Auch wenn viele Hepatitiserkrankungen problemlos verlaufen, kann eine Hepatitis durchaus gefährlich werden und man sollte in jedem Fall, egal ob bei Haustier, denn auch Tiere können an Hepatitis erkranken, oder Mensch, einen Arzt aufsuchen und sich von ihm beraten lassen. Wenn du also den Verdacht hast, dass du an einer Hepatitis leidest, solltest du zum Arzt.

Man sollte zudem auch auf seinen Alkoholkonsum achten und Alkohol nicht missbrauchen, denn Alkoholmissbrauch kann auch zu einer Leberentzündung führen und eine alkoholische Leberentzündung endet oft tödlich. Eine akute Entzündung der Leber kann in eine chronische übergehen. Bei einer akuten Hepatitis helfen Antibiotika, bzw. Medikamente allgemein. Wenn die Hepatitis schon weit fortgeschritten ist, hilft jedoch oft nur noch eine Transplantation der Leber.

Literaturhinweise (22)

1. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Hepatitis: eine unterschätzte Krankheit mit hoher Dunkelziffer, Oktober 2019
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2. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG) § 6 Meldepflichtige Krankheiten
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Hepatitis: eine unterschätzte Krankheit mit hoher Dunkelziffer
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AGES: Virus-Hepatitis und der Öffentliche Gesundheitsdienst in Österreich
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