Natürlich entwässern: Die besten Tipps, Tricks & Hausmittel gegen Wassereinlagerungen im Körper

Jeder weiß, dass Wasser lebensnotwendig ist. Wasser ist der Hauptbestandteil unserer Körperflüssigkeit, den wir täglich über unsere Ernährung und natürlich über die Zufuhr von Wasser selbst, in uns aufnehmen. Über verschiedene Wege – wie Haut, Schweiß, Atemwege und Urin – verlieren wir das Wasser wieder. (1) Wieso sollst du dann zusätzlich natürlich entwässern?

Unsere Körperflüssigkeiten können unter abnormalen Umständen im Körpergewebe zurückgehalten werden, wodurch das Wasservolumen im Gewebe anschwillt. (1) Diese Wassereinlagerungen machen sich nicht immer direkt bemerkbar. Es können allerdings auch leichte Schmerzen und Spannungsgefühle entstehen (2) und dadurch ist es ratsam, den Körper natürlich zu entwässern. So entlastest du deine Gelenke, gewinnst neue Energie und entfernst giftige Stoffe aus deinem Körper.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wassereinlagerungen werden auch Ödeme genannt, die sehr diverse Ursachen haben können. Sie können harmlos sein, aber auch auf Erkrankungen zurückgehen.
  • Wenn sich der Wasserhaushalt nicht mehr von selbst regulieren kann, dann kann und sollte man ihn natürlich entwässern. So erlangt man neue Vitalität und entgiftet seinen Körper.
  • Es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, um seinen Körper natürlich zu entwässern. Dazu zählen Bewegung, Massagen, die richtige Ernährung und viel Wasserzufuhr.

Definition: Was sind Wassereinlagerungen?

Wassereinlagerungen werden meist auch Ödeme genannt. Hier kommt es zu einer Ansammlung der Flüssigkeit im Interstitium, dem Raum zwischen den Geweben. (3) Darauf folgen dann Erweiterungen des Interzellularraums (4) Die vermehrte interstitielle Flüssigkeit ist reich an Proteinen und führt zu einer Schwellung des Weichgewebes. (5)

Die Ursachen von Ödemen sind vielfältig.

Ödeme können diverse Ursachen haben und an unterschiedlichen Körperpartien im Inneren und Äußeren auftreten.(3, 6) So können sie äußerlich in den Füßen, Unterschenkeln, Oberschenkeln, Genitalien, Brüsten und am Gesäß entstehen. (5) Sie gelten beispielsweise als Symptome kardialer, endokriner, medikamentöser, infektiöser und weiterer Erkrankungen. Ebenfalls spielen Hormone, das Wetter, die Bewegung und die Genetik eine wichtige Rolle.

Dabei werden sie von Lymphödemen, die auf eine Erkrankung des Lymphsystems zurückgehen, abgegrenzt. (4) Weiterhin unterscheidet man generalisierte und lokale sowie schmerzhafte und schmerzlose Ödeme. (4) Ödeme können generalisiert in nur einer Extremität sein oder lokal in einem Teil einer Extremität (5). Lokalisierte Ödeme entstehen meist dort, wo sich der Schaden ereignet hat. (6)

Spezielle Formen von Ödemen sind:

  • Lmphödeme
  • Angioödeme
  • Hirnödeme
  • Liödeme
  • Myxödem

Hintergründe: Was du über die Entstehung von Wassereinlagerungen und Entwässerung wissen solltest

Bevor wir dir unsere besten Tipps und Tricks für deine natürliche Entwässerung verraten, solltest du dich mit den Hintergründen der Entstehung von Wassereinlagerungen beschäftigen und auch mit der natürlichen Entwässerung selbst.

Aufgrund der Fülle an Informationen haben wir für dich die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema natürlich entwässern zusammengestellt und beantwortet. So kannst du dir selbst ein umfassendes Wissen aneignen, das dir im Lösungsteil helfen wird.

Wie entstehen Wassereinlagerungen und was fördert sie?

Wassereinlagerungen können zahlreiche Ursachen haben, die teilweise akut sind wie Entzündungen, Verbrennungen, allergische Reaktionen oder Traumata. (6) Auch Herzversagen und Niereninsuffizienz zählen zu akuten Wassereinlagerungen. Natürlich kann es auch zu chronischen Ödemen kommen.

Arten von Ödemen

Wie bereits erwähnt werden Wassereinlagerungen als generalisierte und lokalisierte Ödeme differenziert. Die folgende Tabelle dient zur Veranschaulichung einiger verursachender Krankheiten. (5)

Art des ÖdemsUrsache
Generalisiertes ÖdemHerzinsuffizienz
Generalisiertes ÖdemLeberinsuffizienz
Generalisiertes ÖdemNierenerkrankungen
Lokalisiertes ÖdemTiefe Venenthrombose, venöse Erkrankungen
Lokalisiertes ÖdemInfektion
Lokalisiertes ÖdemAngioödem
Lokalisiertes ÖdemLymphatische Obstruktion

Die Gesamtkörpermasse eines durchschnittlichen Erwachsenen besteht ungefähr aus 55 bis 60 Prozent aus Wasser, welches wiederum in verschiedene Flüssigkeitsräume verteilt ist. (14) Zwei Drittel der Flüssigkeit befindet sich innerhalb der Zellen, die intrazelluläre Flüssigkeit. Das andere Drittel, nämlich die extrazelluläre Flüssigkeit, ist außerhalb in den Blutgefäßen und im Interstitium. (14)

Entstehungsmöglichkeiten

Ödeme entstehen weiterhin, wenn eine vermehrte Flüssigkeitsbewegung aus den Blut- oder Lymphgefäßen in den interstitiellen Raum oder eine verminderte Flüssigkeitsbewegung aus dem interstitiellen Raum in die Blut- oder Lymphgefäße stattfindet. (5)

Weitere Eigenschaften sind: (3, 5)

  • erhöhter hydrostatistischer Druck in den Kapillaren
  • verringerter onkotischer Druck im Plasma
  • erhöhte Permeabilität der Kapillaren
  • Behinderung des lymphatischen Systems

Durch die Verschiebung der Flüssigkeit ins Interstitium wird das Volumen der Blut- oder Lymphgefäße verringert. Auf diesen Volumenmangel folgt eine Natrium-Retention, also eine Natrium-Zurückhaltung. Wasser sammelt sich dann an, um das Plasmavolumen aufrechtzuerhalten. (5) Eine erhöhte Natriumaufnahme kann dies befördern.

Wenn kein ausreichender onkotischer Druck vorhanden ist, dann resultiert eine verringerte Wasserbewegung. (5) Dies ist beispielsweise bei einem Eiweißverlust und einer Mangelernährung der Fall und eher selten. Bei Infektionen und entzündlichen Schädigungen kommt es zu der erhöhten Permeabilität der Kapillaren. (5) Die Gefäßwände lassen also mehr Wasser passieren. (6) Da das Lymphsystem für den Abtransport von Proteinen und Leukozyten verantwortlich ist, sorgt die Behinderung dafür, dass sich diese Bestandteile im Interstitium ansammeln. (5)

Ödeme können auch durch Arzneimittel entstehen oder zyklisch bedingt sein. (3) Zyklisch bedingte Ödeme treten meist prämenstruell auf, aber auch vor der Menopause. (3) Auch bei Schwangeren sind Wassereinlagerungen aufgrund von Hormonschwankungen üblich. (6) Weiterhin können heißes Wetter, falsche ärztliche Behandlungen, das Alter, mangelhafte Bewegung, falsche Ernährung und langes Sitzen oder Stehen Wassereinlagerungen fördern. (6)

Woher weiß ich, dass ich zu viel Wasser im Körper habe?

Meist treten Ödeme nicht plötzlich auf, sondern bahnen sich schleichend mit einer Zunahme des Körpergewichts, engen Schuhen und geschwollenen Augen an. (5) Du kannst es an Schwellungen des Fußrückens und Unterschenkels sowie an nicht mehr passenden Ringen erkennen. (3) Auch Schwellungen des Gesichts sind möglich. (7)

In Fällen kann es sich auch über ein Fülle- und Engegefühl bemerkbar machen. Im Bauchbereich kann es auch mit einem Blähbauch verwechselt werden. Ansonsten sind weitere Symptome davon abhängig, ob eine Krankheit der Auslöser ist. (5) Besonders empfehlenswert ist der Fingerdrucktest. Bei diesem drückst du mit deinem Finger auf die Haut und schaust, ob dieser Prozess Dellen zurücklässt. Ein Ödem lässt sich nämlich eindrücken, weil die interstitielle Flüssigkeit verdrängt wird. (5)

Weitere Indikatoren können sein: (7)

  • Arme oder Beine fühlen sich schwerer oder aufgedunsen an
  • beim Drucktest auf der Haut entstehen Dellen
  • Kleidungs- und Schmuckstücke liegen enger an und sind unkomfortabel
  • die Haut spannt und fühlt sich warm an
  • betroffene Gelenke lassen sich schlechter bewegen
  • Spannungsgefühle und eventuelle Schmerzen

Bei wiederkehrenden und schmerzhaften Einlagerungen solltest du definitiv einen Arzt / eine Ärztin aufsuchen. Falls die Schwellung kaum abflachen sollte, kann dies ebenfalls problematisch sein. Harmlose Ödeme legen sich nämlich meist von selbst nach einer bestimmten Zeit. (6)

Zur Übersichtlichkeit haben wir dir einige Warnzeichen aufgelistet: (5)

  • plötzliches Einsetzen
  • starke Schmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Vorgeschichte einer Herzerkrankung
  • Bluthusten, Atemnot oder Reibungsgeräusche im Brustfell
  • Vergrößerung der Leber, Gelbsucht, Wasserbauch, Vergrößerung der Milz
  • einseitige Schwellung des Beins mit Druckschmerz

Auch Veränderungen der Hautfarbe, Rötungen und eine asymmetrische Lokalisation sollten klinisch überprüft werden, da dies erste Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sind. (5) Außerdem können diese Ödeme auch schmerzfrei bleiben, weshalb Schmerzen nicht als ausreichendes Warnsignal dienen.

Warum soll ich meinen Körper natürlich entwässern?

Normalerweise reguliert dein Körper seinen Wasserhaushalt selbstständig. Wenn dein Körper allerdings nicht in der Lage ist, sich selbst zu regulieren, dann können die oben beschriebenen Wassereinlagerungen resultieren. Außerdem kann das Wasser nicht ordentlich ausgetauscht werden und schädliche Stoffe werden schlechter abtransportiert.

Mit einer natürlichen Entwässerung kannst du deinen Körper bei seiner Selbstregulation des Wasserhaushalts unterstützen.

Du beugst so den oben beschriebenen Wassereinlagerungen vor oder kannst diese reduzieren. Mithilfe der natürlichen Entwässerung kannst du dein Gewicht reduzieren, was zu der Entlastung deiner Gelenke beiträgt. Weiterhin fühlst du dich leichter, gewinnst Energie und entfernst schädliche Stoffe aus deinem Körper.

Wann und wie soll ich meinen Körper natürlich entwässern?

Du solltest deinen Körper natürlich entwässern, wenn den Wassereinlagerungen eher harmlose und nicht organische Ursprünge zugrunde liegen. Bei einer Erkrankung oder einer Infektion zum Beispiel sollte man den Körper nicht einfach ohne medizinische Beratung natürlich entwässern. Teilweise sind dort Physiotherapie, atemtherapeutische Maßnahmen, Kompressionstherapien und manuelle Lymphdrainagen empfehlenswert. (8)

Massage kann bei Wassereinlagerungen helfen, dass das Wasser wieder richtig zirkuliert. (Bildquelle: Toa Heftiba / Unsplash)

Du kannst mithilfe des Fingerdrucktests herausfinden, ob ein Ödem vorliegt. Wenn das Ödem sich eindrücken lässt und der Finger eine Delle hinterlässt, dann kannst du ein Lipödem und chronisches Lymphödem ausschließen. (9)

Die Entwässerung bei einer temporären Wassereinlagerung steuerst du dann selbst über deine Ernährung, Bewegung und viel Wasserzufuhr. (6) Aber die genauen Tipps verraten wir dir noch später.

Wie kann ich meine Beine, mein Gesicht oder meinen Bauch natürlich entwässern?

Wenn du deinen Körper natürlich entwässerst, gehst du automatisch die Wassereinlagerungen in den verschiedenen Körperbereichen an.

Wassereinlagerungen, die aufgrund von Hitze und Bewegungsmangel resultieren, lassen sich leicht beheben. Dafür reicht meist schon Bewegung und Kühlung. (10) Die unterschiedlichen Körperpartien werden meist ähnlich natürlich entwässert. Bei den Beinen eignet es sich besonders gut, diese einfach hochzulegen. Man sorgt dafür, dass die Flüssigkeit dank der Schwerkraft wieder in die Körpermitte wandert. (6)

Mit der richtigen Ernährung und den richtigen Flüssigkeiten sollte es in allen Bereichen zu einer Besserung kommen. Auch Massagen und Duschen sind sehr hilfreich. Allerdings helfen bestimmte Nahrungsmittel eher im Bauch, als in den Beinen. (6)

Ist eine natürliche Entwässerung gesund?

Eine natürliche Entwässerung ist gesund, wenn man ansonsten keine gravierenden Erkrankungen und Infektionen hat. Natürlich zu entwässern ist definitiv besser als zu entwässernden Medikamenten zu greifen. Ohne jegliche zusätzliche Stoffe sorgst du dafür, dass dein Körper wieder ins Gleichgewicht gerät.

Eine natürliche Entwässerung birgt auch zahlreiche Vorteile, da der Stoffwechsel angeregt wird und aus unserem System abtransportiert werden. Mit unseren nachfolgenden Tipps sorgst du zusätzlich für eine gesunde Ernährung und Lebensweise auf eine ganz natürliche Weise.

Welche Lebensmittel können natürlich entwässern und welche sollte ich meiden?

Zunächst können einige Kräuter und Pflanzen genannt werden, die effektiv natürlich entwässern. Dazu gehören Löwenzahn, Ingwer, Petersilie, Weißdorn und Wacholder. (11) Ein Vorteil von entwässernden Pflanzen und Kräutern ist, dass sie einen Mineralstoffmangel durch die überhöhte Wasserausscheidung vorbeugen. (10)

Generell solltest du auf Salz und Lebensmittel mit einem hohen Natriumgehalt verzichten, da Natrium dem Körper Wasser entzieht. (5) Der Körper muss nämlich eine Balance zwischen Natrium und Wasser immer wieder herstellen. Die WHO rät von verarbeiteten Lebensmitteln, wie Fertigprodukte, salzige Snacks, Brot und Milchprodukten ab. Bei diesen Produkten ist der Salzgehalt besonders hoch. (12)

Weiterhin empfiehlt sie eine tägliche Salzzufuhr von weniger als 5 Gramm, da dies ebenfalls Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt. (12) Dabei wird davon ausgegangen, dass der tägliche Salzkonsum der EuropäerInnen mit 8-11 Gramm deutlich über dem empfohlenen Wert liegt. (12)

Pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Nüsse und Samen enthalten wenig Natrium. (13) Einige Nahrungsmittel können das Natrium-Niveau sogar reduzieren, dazu gehören Bananen, Avocados und Blattgemüse. (13)

Hier hast du noch einmal einen kleinen Überblick über einige Lebensmittel, die empfehlenswert sind und solche, die du eher vermeiden solltest. (13)

problematischunproblematisch
KohlenhydrateGemüse
Salz, vor allem TafelsalzNüsse, Samen
zuckerhaltige Getränkeviel Wasser und verschiedene Tees
zu viele tierische EiweißeObst

Du solltest auf jeden Fall immer auf eine ausgewogene Ernährung achten und sicherstellen, dass kein Mineral- und Nährstoffmangel vorliegt. Gegebenenfalls kannst du auch mit Nahrungsergänzungsmitteln arbeiten.

Welcher Tee wirkt natürlich entwässernd?

Die Anzahl an entwässernden Tees ist sehr groß. Besonders empfehlenswert sind kaliumhaltige Tees, da Kalium selbst entwässernd wirkt. Dies gilt natürlich analog für die Lebensmittel. (6) Beispielsweise sind Brennnesseltee, grüner Tee und Johanniskrauttee kaliumhaltig und somit entwässern sie natürlich. (6)

Häufig wird auch Birkentee verwendet, da dieser die Harnmenge um das 5 bis 6-fache steigert und zeitgleich entzündungshemmend ist. (10) Es empfehlen sich auch weiterhin verschiedene Kräuter, wie zum Beispiel der Ackerschachtelhalm, auch Zinnkraut genannt. Der Zinnkräutertee kurbelt die Nierentätigkeit, Urinmenge und Entwässerung des Körpers an. (10) Zusätzlich enthält er viel Silizium, was für den ganzen Körper ein Vorteil darstellt und darüber hinaus zu einer erhöhten Flexibilität der Gefäßwände sorgt. (10)

Zahlreiche Teesorten und Kräuter wirken natürlich entwässernd, vor allem wenn sie kaliumreich sind. Oftmals sind sie zusätzlich entzündungshemmend. (Bildquelle: Lisa Hobbs / Unsplash)

Ein kleiner Insider sind die aus Asien stammenden Orthosiphonblätter, die aufgrund ihrer Form auch Katzenbart genannt werden. (10) Sie wirken nicht nur natürlich entwässernd, sondern auch harntreibend, entzündungshemmend und antibakteriell. (10)

Als weitere Teezubereitung kann zu Löwenzahnwurzeln gegriffen werden, da dort die Wirkstoffe höher konzentriert vorliegen. Löwenzahn wirkt dank seines hohen Kaliumgehalts urintreibend und blutreinigend. (10) Er wirkt sich positiv auf das Bindegewebe, die Leber und Nieren aus.

Sobald es sich bei dir um krankheitsbedingte Ödeme handelt, könnten diese Teesorten nur eingeschränkt konsumiert werden und dies sollte medizinisch abgeklärt werden.

Natürlich entwässern: Die 7 besten Tipps & Tricks für eine gesunde Entwässerung

Mit dem oberen Abschnitt konntest du dir zunächst ein wenig Hintergrundwissen über Ödeme aneignen, das für die natürliche Entwässerung wichtig ist. An Stellen ist es schon angeklungen, wie du mit deinen Wassereinlagerungen umgehen kannst und wie du sie behandeln kannst. Aber das wollen wir nun genauer beleuchten. Wir haben uns in dem folgenden Abschnitt noch einmal expliziter mit dem Thema natürlich entwässern auseinandergesetzt.

So haben wir die sieben besten Tipps und Tricks für deine natürliche Entwässerung zusammengestellt, damit du die für dich optimal passenden Lösungsvorschläge erhältst. Mit diesen kannst du schnellstmöglich wieder neue Lebensenergie und Vitalität erlangen.

Tipp 1: Bewegung

Bewegung ist enorm wichtig für den Stoffwechsel. Durch Bewegung werden die Venen gefördert und der Abtransport von Wasser wird begünstigt. (6) Das Wasser gelangt über die Blutbahnen wieder zum Herzen. Wenn man lange steht oder sitzt, kann die Zirkulation der Flüssigkeiten gehindert werden, wodurch sich das Wasser ansammeln kann. (13)

Viel Bewegung hilft deinem Körper im Gleichgewicht zu bleiben und Wassereinlagerungen zu reduzieren oder zu verhindern. (Bildquelle: Free To Use / Unsplash)

Frauen, die unter dem prämenstruellen Syndrom leiden, entwickeln oftmals Wassereinlagerungen. Regelmäßiger Sport hat sich als positiv erwiesen. (14) Die Bewegung kann beispielsweise aus Wandern, Radfahren, Walken, Schwimmen oder auch Yoga bestehen. Starker Wasserverlust beim Sport über Schweiß führt dann zur Entwässerung. (14) Daran anknüpfend ist es beim Sport basal, dass dann genügend Flüssigkeit nachgeführt wird.

Tipp 2: Viel Flüssigkeit

Entwässern mit viel Wasser? Klingt zunächst ein wenig merkwürdig, aber als Antwort auf eine Dehydration würde unser Körper mehr Wasser im Inneren anlagern. (6) Das Wasser in unserem Körper teilt sich in die intrazelluläre und extrazelluläre Flüssigkeit auf. Dabei besteht die Flüssigkeit im Zellraum aus 30 Litern Wasser, die im Blutplasma aus drei Litern und die im Interstitium aus acht Litern. (14)

Eine erhöhte Wasserzufuhr steigert den Harndrang und die Wasserausscheidung. Dies stimuliert den Kreislauf und die Wassereinlagerung werden allmählich abgebaut. (6) So kann der Körper auf natürliche Weise entwässert und entgiftet werden.

Tipp 3: Ernährung

Wie bereits beim Tee erwähnt, sind auch kaliumhaltige Lebensmittel förderlich um den Körper natürlich zu entwässern. Darüber hinaus wirken Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Magnesium, Vitamin B6 oder einem eigenen hohen Wasseranteil entwässernd. (6) Die Liste an entwässernden Lebensmitteln und ihrer Eigenschaften ist sehr lang. Ein weiterer Faktor ist, dass der Konsum von Kohlenhydraten reduziert und mit proteinreichen Produkten ersetzt werden sollte. (13)

Du solltest generell immer auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung achten. Gegebenenfalls musst du einem Mangel an Kalium, Magnesium, Zink, Calcium, Eisen und Vitamin C sowie B-Vitaminen mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen. (10) Wenn dem Körper zum Beispiel das Vitamin B1 (Thiamin) fehlt, können Ödembildungen folgen. (14)

Liste mit natürlich entwässernden Lebensmitteln und Tees

  • Kaliumhaltige Lebensmittel: Kartoffeln, Quinoa, Reis, Spinat, Bananen, Nüsse
  • Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt: Salatgurke, Wassermelone, Eisbergsalat, Tomaten, Rhabarber, Spargel, Zucchini, Sellerie, Fenchel
  • Harntreibende Lebensmittel: Spargel, Ananas
  • Lebensmittel mit viel Vitamin B6: Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Kohlsorten, Spinat, Feldsalat, Avocado, Banane, Walnüsse, Erdnüsse
  • Lebensmittel mit viel Vitamin B1: Reis, Mais, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte
  • natürlich entwässernde Tees: Grüntee, Birkentee, Brennnesseltee, Ingwertee, Löwenzahntee, Schachtelhalmtee, Wacholdertee

Tipp 4: Beine hochlegen

Die natürliche Entwässerung in den Beinen kann meist schon durch das Hochlegen der Beine in den Gang gesetzt werden. Das angesammelte Wasser folgt nämlich der Schwerkraft, weshalb es nur schwierig von unten nach oben gepumpt werden kann. Wenn du aber die Beine hochlegst, hilfst du der Flüssigkeit, dank der Schwerkraft, wieder in die Mitte des Körpers zu gelangen. (6)

Tipp 5: Massage und Bad

Was zuerst nach Wellness klingt, kann dich auch natürlich entwässern. Durch Massagen wird die Durchblutung gefördert. Wenn du dann zusätzlich bei deiner Massage die Körpermitte anpeilst, verhilfst du der Flüssigkeit zur Bewegung und kannst so die Wassereinlagerungen reduzieren. (6) Du kannst auch ruhig mehrmals am Tag über deine Beine streichen.

Bestimmt sind dir auch Kneipp-Bäder ein Begriff. Dort arbeitest du abwechselnd mit warmen und kaltem Wasser. Dies fördert ebenfalls die Durchblutung, da sich die Gefäße bei Kälte zusammenziehen und es wird wieder mehr Blut zum Herzen gepumpt. Kneipp-Bäder sind generell gesund für deine Muskeln und Gefäße. Du kannst dies einfach mit Wechselduschen realisieren. (10)

Tipp 6: Alkohol und Koffein vermeiden

Obwohl du vielleicht schon selbst gemerkt hast, dass Alkohol und Koffein eine sehr harntreibende Wirkung haben, sind sie bei einer natürlichen Entwässerung problematisch. Bei einem moderaten Konsum ist Kaffee zwar nicht so dehydrierend wie zunächst vielfach angenommen. (15) Trotzdem ist ein übermäßiger Konsum bedenklich.

Alkohol hingegen sorgt dafür, dass sich Wasser im Körper ansammelt und begünstigt so Wassereinlagerungen. Er entzieht dem Körper auch Wasser und der erhöhte Harndrang kann einen Mineralstoffmangel verursachen. (16)

Tipp 7: ausreichend Schlaf und weniger Stress

Wenn man nicht ausreichend Schlaf und Stress hat, führt dies schnell zu hormonellen Schwankungen. Cortisol gilt als Stresshormon und eine erhöhte Produktion ist schädlich. Ein dauerhaft hoher Cortisolspiegel kann weitere schwerwiegende Ursachen mit sich führen und nebenbei für Wassereinlagerungen sorgen.

Wassereinlagerungen können auch durch Stress und wenig Schlaf entstehen. Daher unterstützt ausreichender Schlaf eine natürliche Entwässerung. (Bildquelle: Bruce Mars / Unsplash)

Versuche also ausreichend Schlaf zu bekommen und Stress zu vermeiden.

Fazit

Seinen Körper natürlich zu entwässern ist an sich recht unkompliziert und gesund. Du regst deinen Stoffwechsel an und sorgst dafür, dass dein Körper wieder ins Gleichgewicht gerät und Giftstoffe ausgeschieden werden. Jedoch gibt es einiges dabei zu beachten. Unsere Hintergrundinformationen und unsere Tipps sollen dir dabei helfen. Bei Unsicherheiten oder Ungewöhnlichkeiten solltest du stets einen Arzt / eine Ärztin aufsuchen.

Harmlose Wassereinlagerungen entstehen schnell, aber verschwinden auch gerne wieder genauso schnell. Ansonsten kannst du deinen Körper mit ausreichend Schlaf, Bewegung, Flüssigkeit, Massagen und den richtigen Lebensmitteln natürlich entwässern und so Wassereinlagerungen reduzieren. Verschiedene Teesorten und Kräuter haben ebenfalls eine positive Wirkung.

Literaturhinweise (16)

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