Serotoninmangel: Die besten Hausmittel dagegen

Serotonin ist essentiell für unser Wohlbefinden, denn das wichtige Hormon reguliert nicht nur den Tag-Nacht-Rhythmus, sondern auch unsere Stimmung. Wenn ein Mangel an Serotonin herrscht fühlen wir uns oft ausgelaugt und betrübt, aber bekommen auch eine depressive Befindlichkeitsstörung. Besonders im Winter verschlechtert sich unsere Gemütslage. Doch woran liegt das und wie kann ein Serotoninmangel behoben werden?

Neben dem Sonnenlicht gibt es praktischere Möglichkeiten, um das Serotonin in deinem Körper anzukurbeln. Hierbei muss die Behandlung nicht zwingend medikamentös  erfolgen. In diesem Ratgeber erfährst du alles rund um das Thema Serotoninmangel, d.h. von den Symptomen, Ursachen und der Diagnose bis hin zur Behandlung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Glückshormon Serotonin, was auch gleichzeitig ein Botenstoff ist, ist zuständig für unsere Gemütslage und Gehirnfunktion. Falls ein Serotoninwert vorliegen sollte, könntest du unter anderem an Schlaflosigkeit, Libidoverlust, schlechter Laune und Angstzuständen leiden.
  • Ein Serotonindefizit kann schwer ermittelt werden, weswegen man vor allem anhand der gegebenen Symptomatik eine mögliche Diagnose erstellt. Falls die Behandlung die Symptome verbessert, liegt ein Serotoninmangel vor. Die meisten Untersuchungen ermitteln nämlich nur den Serotoningehalt im Körper, jedoch nicht die ausschlaggebende Serotoninkonzentration im Gehirn.
  • Die Studienlage zu den Symptomen von Serotoninmangel könnte nicht kontroverser sein. Insbesondere psychische Erkrankungen, wie Depressionen, werden von einigen Studien durch einen Serotoninmangel begründet, wohingegen andere Studien konträre Befunde anstellen. Auch die Wirkung von bestimmten Mitteln gegen einen Serotoninmangel sind sehr umstritten.

Definition: Was ist Serotoninmangel?

Ein Serotoninmangel beschreibt einen Mangelzustand des Transmitters Serotonin im Gehirn. Primär steuert und lenkt Serotonin unsere Gemütslage, sowie unsere Triebkraft und bewirkt innere Ruhe und Allgemeinbefinden.

Aus diesem Grund ist Serotonin auch als Glückshormon bekannt. Ein Mangel an Serotonin kann genau das Gegenteil erwecken und folgenschwere Auswirkungen auf die physische und psychische Fassung des Menschen haben.

Hintergründe: Was du über den Serotoninmangel wissen solltest

In diesem Ratgeber erhältst du wichtige Hintergrundinformationen über den Serotoninmangel, indem die am häufigsten gestellten Fragen kurz und prägnant beantwortet werden. Angefangen bei der Ursache und Wirkung bis hin zu den Symptomen und der Behandlung erfährst du alle elementaren Informationen rund um das Thema Serotoninmangel.

Dir werden im Anschluss verschiedene Mittel aufgezeigt, die du verwenden kannst, um dem Serotoninmangel entgegenzuwirken.

Welche Wirkung hat Serotonin?

Abhängig von der Andockung des Neurotransmitters, kann es unterschiedliche Wirkungen, wie Entspannung, Tiefschlaf, Gedächtnisförderung und vieles mehr, entfalten. Allgemein kann Serotonin in erster Linie als Medium in unserem Körper verstanden werden, da Serotonin vor allem als Transmitter von wichtigen Informationen zwischen Nervenzellen agiert.

Das Hormon Serotonin ist unter anderem zuständig für den Seelenfrieden, sowie für die Schaffung von Glücks- und Zufriedenheitsgefühlen.

Ferner kann Serotonin die Gefäße erweitern und zusammenziehen und den Appetit, die Libido, Triebkraft, Körpertemperatur, den Schlaf und das Schmerzempfinden steigern oder senken. Serotonin sorgt somit insbesondere für die Verarbeitung und Weiterleitung von Informationen im Gedächtnis und kann bei einem Mangel zu Gedächtnisproblemen führen, die eine negative Auswirkung auf die mentale und physische Fassung haben können.

Wie äußert sich Serotoninmangel?

Ein Defizit an Serotonin kann ganz unterschiedliche Wirkungen mit verschiedenen Intensitäten hervorrufen. Je nachdem, welcher Bereich des Gehirns durch einen Serotoninmangel beeinträchtigt wird, können unterschiedliche Symptome entstehen.

In jedem Fall sollte ein Mangel an Serotonin behoben werden, da die Symptome sich unbehandelt verschlechtern und zu folgenschweren Konsequenzen führen können. Hier findest du eine Tabelle mit allen möglichen Symptomen bei einem Serotoninmangel:

SymptomeErklärung
Antriebslosigkeit und MüdigkeitEin Überschuss oder Defizit an Serotonin kann muskuläre Nervenzellen hemmen, sodass man sich ausgelaugt fühlt.
Reizbarkeit und träge StimmungEine disparitäre Serotoninkonzentration kann ungewöhnliche Emotionen hervorrufen, da die Transmitter beeinträchtigt funktionieren.
Angstzustände und NervositätAuch hier kann eine unübliche Ansammlung von Serotonin im Gehirn dazu führen, dass negative Empfindungen erweckt werden.
verstärkte SchmerzwahrnehmungDie Schmerzreize werden durch Serotonin abgemildert, da die Neurotransmitter behindert werden.
SchlafstörungDa Serotonin hauptsächlich während eines tiefen Schlafs produziert wird, kann ein Mangel an Serotonin zu Schlafstörungen führen.
Appetitlosigkeit bzw. HeißhungerattackenNeben dem Gehirn, ist Serotonin auch im Magen-Darm-Trakt enthalten und kontrolliert den Appetit. Wenn eine ungleichmäßige Serotoninkonzentration gegeben ist, kann ein mangelnder Appetit oder gar das Gegenteil Heißhunger verursacht werden.
Reizdarm-SyndromDa sich Serotonin auch im Magen befindet, können auch hier bei einem Defizit an Serotonin negative Wirkungen entfacht werden.

Während einige Studien zu dem Ergebnis gekommen sind, dass ein Serotoninmangel mit seinen einhergehenden Symptomen langfristig Depressionen verursachen kann, gibt es andere Studien die diese Befunde abstreiten. Bestimmte Studien zeigen, dass Angstzustände, eine gedrückte und gereizte Stimmung, sowie Störungen im Schlaf- und Essverhalten langfristig eine Depression verursachen können.

Wer auf Dauer einen Serotoninmangel hat, riskiert eine Erkrankung an Depressionen. (Bildquelle: Polina Zimmerman / Pexels)

Die Thematik bezüglich psychischer Erkrankungen, die unter anderem durch einen Serotoninmangel hervorgerufen wurden, könnte nicht umstrittener sein. Feststeht jedoch, dass bestimmte Symptome eines Serotoninmangels mit Antidepressiva behandelt werden können.

Im Bezug auf den Magenbereich, kann ein dortiger Serotoninmangel zu Essstörungen mit verheerenden Folgen, wie einer drastischen Gewichtszunahme bzw. Gewichtsabnahme führen. Auch die Regulierung der Körpertemperatur kann gestört werden und ein übermäßiges Schwitzen verursachen.

Ferner kann die Libido durch einen Serotoninmangel beeinträchtigt werden. Im Grunde genommen kann gesagt werden, dass ein Serotoninmangel oftmals das Kreislaufsystem stark beansprucht.

Können psychische Erkrankungen durch einen Serotoninmangel entstehen?

Einige Studien konnten den Zusammenhang zwischen Depressionen und einem Serotoninmangel beweisen, indem mehrere depressiv erkrankte Menschen einen Serotoninmangel aufwiesen. Anzeichen eines niedrigen Serotoninspiegels betreffen hauptsächlich die mentale bzw. psychische Fassung. Eines der fundamentalsten Symptome eines Serotoninmangels: Depressionen und Niedergeschlagenheit.

Der Grund dafür liegt darin, dass Serotonin, auch bekannt als Glückshormon, die Stimmung hebt und damit negative Empfindungen, wie Angst, Nervosität oder Gereiztheit unterdrückt. Wenn jedoch ein Serotoninmangel vorliegt, gelangen die negativen Empfindungen in den Vordergrund und können einen so stark übermannen, dass sie folgenschwere Konsequenzen verursachen.

Was sind die Ursachen für ein Serotoninmangel ?

Bestimmte Faktoren, wie Stress, ein Defizit an Vitamin D und B, sowie Erkrankungen, wie Krebs, Rheuma, Diabetes, aber auch chronische Infekte können dazu führen, dass die Produktion von Serotonin gestört wird, da die Funktion der Botenstoffe durch die jeweiligen Faktoren beeinträchtigt werden.

Stress, ein Defizit an Vitamin D und B, sowie Erkrankungen, wie Krebs, Rheuma, Diabetes, aber auch chronische Infekte.

Vor allem jedoch kann langanhaltender Stress in Kombination mit Vitaminmangel die Entwicklung von Depressionen bestärken.

Wie wird ein Serotoninmangel festgestellt?

Serotoninmangel kann im Vergleich zu vielen anderen Erkrankungen nicht durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden, da nur der Serotoningehalt im Körper ermittelt werden kann, jedoch nicht der ausschlaggebende Serotoningehalt im Gehirn. Auch eine Untersuchung der Gehirnflüssigkeit könnte keine Auskunft über den Serotoningehalt im Gehirn geben, da der Serotoningehalt im Gehirn je nach Bereich schwankt.

Allerdings kann der Urin auf Hydroxyindolessigsäure hin untersucht werden, um den Serotoninwert im Körper ermitteln zu können. Das einzige Manko wäre hierbei, dass im Grunde genommen der Serotoninwert im Körper und nicht im Gehirn ermittelt wird. Ausschlaggebend wäre jedoch vor allem der Serotoninwert im Gehirn.

Folglich wird ein Mangel an Serotonin grundsätzlich anhand der bestehenden Symptome festgestellt. Um die Diagnose zu sichern, werden Serotonin-Wiederaufnahmehemmer verordnet, die den Mangel beheben soll. Hierbei werden die Serotonintransmitter gehemmt, sodass der Serotoningehalt im Gehirn sich erhöhen kann.

Wenn eine Besserung vorliegt, kann die Diagnose gesichert werden. Lebensmittel, die reichhaltig an Tryptophan sind, können möglicherweise einen Serotoninmangel ausgleichen.

Was hilft bei Serotoninmangel ?

Serotoninmangel kann mit unterschiedlichen Mitteln behandelt werden. Die Methode, die am Ende jedoch eingesetzt wird, hängt von dem Schweregrad des Serotoninmangels ab. Wenn ein leichter Mangel an Serotonin mit milden Symptomen vorliegt, können natürliche Maßnahmen herangezogen werden, wie Lebensmittel mit hohem Serotoningehalt und körperliche Aktivität.

Falls ein hoher Serotoninmangel mit schwerwiegenden Symptomen, wie einer erhöhten depressiven Verstimmung, vorliegen sollte, müssen ernstere Maßnahmen her, wie eine medikamentöse Behandlung oder gar eine Therapie. Folglich kann gesagt werden, dass dein Serotoningehalt im Körper größtenteils vor dir und deiner Lebensweise abhängig ist. Du kannst dafür sorgen, dass dein Körper ausreichend viel Serotonin produziert oder aber auch eben ein Mangel entsteht.

Muss ein Serotoninmangel medikamentös behandelt werden?

Je nach Schweregrad des Defizits an Serotonin und den damit einhergehenden Symptomen, kann der Serotoninmangel medikamentös behandelt werden. Ein langanhaltende trübe Stimmung, tiefgreifender Erschöpfungszustand und Appetitlosigkeit, sowie Schlafstörungen sollten definitiv medikamentös behandelt werden, bevor die Symptome sich verschlimmern und massive Konsequenzen zu verordnen sind.

Neben SSRI, also selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern, die die Erhöhung des Serotoninspiegels ermöglichen, werden gelegentlich auch SSNRI, selektive Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Hemmer, eingesetzt, die als Antidepressiva fungieren. Damit der Zustand sich sichtbar verbessern kann, müssen die Medikamente für eine längere Zeit eingenommen werden. Häufig werden Wirkstoffe wie Paroxetin oder Citalopram verschrieben, wobei die Nebenwirkungen von diesen Medikamenten nicht unterschätzt werden sollte.

Serotoninmangel: Die besten Tipps & Tricks für einen gesunden Serotoninwert

Wenn du nun der Meinung bist, dass du möglicherweise einen Serotoninmangel haben könntest, empfehlen wir dir natürlich in erster Linie einen Arztbesuch. Du solltest diese Diagnose von einem Arzt feststellen lassen, damit der Mangel effektiv behoben werden kann.

Dieser Ratgeber soll dir lediglich praktische und teilweise auch natürliche Optionen aufzeigen, die du nebenbei als mögliche Hilfe anwenden kannst. Im Folgenden findest du hilfreiche Tipps und Tricks, die du bei einem Serotoninmangel anwenden kannst.

Serotoninmangel mit Medikamenten beheben

Verschiedene Antidepressiva werden zur Behandlung einer depressiven Verstimmung eingesetzt. Hierbei agiert nämlich Serotonin als Neurotransmitter in der synaptischen Spalte und fördert dabei die Übertragung bestimmter Informationen. Der sogenannte SSRI (Selective Serotonin Reuptake Inhibitor) sorgt dafür, dass beispielsweise die Serotoninkonzentration in der synaptischen Spalte aufgrund der nur verzögerten Absorption des Hormons erhöht bleibt.

Das Serotonin abbauende Enzym im menschlichen Körper ist gehemmt, sodass es für eine lange Zeit verwendet werden kann. Antidepressiva können den Serotonintransporter hemmen und auch die Serotoninkonzentration erhöhen.

Wirkung von Antidepressiva

Antidepressiva soll den ungleichmäßigen und gestörten Stoffwechsel der körpereigenen Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin im Gehirn kompensieren. Der Wirkungsmechanismus ist jedoch multipel. Antidepressiva sind bei der Behandlung von Depressionen von hoher Signifikanz.

Sie sollen typische Symptome, die mit einer depressiven Verstimmung einhergehen, wie Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und vieles mehr, lindern. Darüber hinaus wurden Antidepressiva auch erfolgreich bei Angstzuständen, Zwangsneurosen und chronischen Schlafstörungen eingesetzt.

Die Behandlung mit Antidepressiva wirkt jedoch nicht sofort. Obwohl die beruhigenden und stimulierenden Wirkungen relativ früh auftreten, tritt eine sichtbare stimmungsaufhellende Wirkung erst nach wenigen Monaten Behandlung bei Depressionen auf.

Nachdem die anfängliche Wirkung unbefriedigend ist, wirkt sich ein zu schneller Wechsel des Arzneimittels nachteilig auf den Patienten aus. Anzumerken ist zudem, dass Antidepressiva nicht abhängig macht.

Nebenwirkungen von Antidepressiva

Antidepressiva können diverse Nebenwirkungen hervorrufen. Prinzipiell sind die Nebenwirkungen auf das autonome Nervensystem beschränkt, wobei Problemen ,wie Verdauungsstörungen und Schwindelgefühle auftreten.

Bestimmte Substanzen können unter anderem Mundtrockenheit, Harnverhalt und Blutdruckabfall verursachen, wohingegen SSRIs bei einigen Patienten Übelkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen und sexuelle Dysfunktion hervorrufen.

Eine langsame Erhöhung der Dosis trägt zur Verringerung unerwünschter Arzneimittelwirkungen bei. Im Allgemeinen sind Antidepressiva gut verträgliche Medikamente, dessen Einnahme jedoch dennoch die ärztliche Aufsicht und Kontrolle bedarf.

Serotoninmangel mit pflanzlichen Mitteln beheben

Du hast gemerkt, dass du möglicherweise einen Serotoninmangel hast? An erster Stelle solltest du zum Arzt und das weitere Vorgehen besprechen. Falls du der ganzen Sache etwas nachhelfen möchtest, aber ungern zu Medikamenten greifen möchtest, kannst du in diesem Teil optimale Alternativen finden, um einen Serotoninmangel mit pflanzlichen Mitteln zu behandeln.

  • Johanniskraut(10): In dem Johanniskraut sind Wirkstoffe, wie Hypericin und Hyperforin enthalten, die dazu führen, dass die Produktion von Glückshormonen gesteigert wird. Johanniskraut wird auch offiziell als natürliches Mittel eingesetzt, um depressive Verstimmungen zu behandeln.
  • Rosenwurz: Diese adaptogene Heilpflanze wirkt als natürliches Anti-Stress-Mittel und kann dich im Umgang mit Stress resistenter machen. Gleichzeitig kann es auch deine depressive Verstimmung lindern.
  • CBD-Öl: Oftmals kann Stress eine depressive Stimmung und Angstzustände hervorrufen. Das CBD-Öl könnte diese Symptome lindern, da es nicht nur schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkungen hat, sondern auch beruhigende und angstlösende.
  • SAMe: Einige Studien konnten herausfinden, dass S-Adenosylmethionin antidepressive Wirkungen hat. Allerdings muss es für einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um effektive Wirkungen zu bemerken.
  • 5-HTP: 5-Hydroxytryptophan ist mit Vorsicht einzunehmen, denn im Gegensatz zu L-Tryptophan kann 5-HTP bei einer längeren und hochdosierten Einnahme zu einer exzessiven Konzentration von Serotonin im Körper führen, was letztlich gesundheitsschädlich sein kann.
  • Safran: Der im Safran enthaltene Wirkstoff Crocin kann bei einer richtigen Dosierung die Serotoninproduktion ankurbeln und stimmungsaufhellende Wirkungen erzielen.

Serotonin in Lebensmitteln

In dem Ratgeber mit den meist gestellten Fragen hast du bereits erfahren, dass Lebensmittel, die Serotonin enthalten, nur im Körper landen, aber nicht im Gehirn, wo es eigentlich nötig ist. Das liegt daran, dass das Serotonin die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann.

Allerdings kannst du Lebensmittel verzehren, die reichhaltig an L-Tryptophan sind, da diese wichtige Aminosäure im Körper zu Serotonin umgewandelt wird.

Schokolade ist als Stimmungsaufheller sehr bekannt. Mithilfe von bestimmten Lebensmitteln kannst du deine Stimmung heben. (Bildquelle: Polina Zimmerman / Pexels)

Im Gehirn kann L-Tryptophan also zu Serotonin umgewandelt werden und wirksam werden. Jedoch muss angemerkt werden, dass Studien die stimmungsaufhellende Wirkung von L-Tryptophan nicht vollumfänglich beweisen konnten. Im Folgenden erfährst du, welche Lebensmittel am meisten L-Tryptophan enthalten.

LebensmittelErklärung
Bananen(1), Ananas(2), PflaumenDie bekannten Früchte sind schmecken nicht nur gut, sondern sind auch reichhaltig an L-Tryptophan.
TrockenfrüchteStudentenfutter könnte möglicherweise wegen ihrer stimmungsaufhellenden Wirkung so beliebt sein, denn Trockenfrüchte enthalten viel L-Tryptophan.
Dunkle Schokolade(3)Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil ist nicht nur im Geschmack stimmungshellend, sondern auch in der Wirkung, da sie voller L-Tryptophan ist.
Nüsse, KürbiskerneNüsse und Kerne haben viele Nährstoffe, doch am meisten enthalten sie Magnesium und L-Tryptophan.
Fisch/RindfleischZwischen dem im Fisch enthaltenen Omega-3-Anteil und dem Serotoninanteil im Körper könnte es möglicherweise eine Verknüpfung geben. Generell kann gesagt werden, dass sowohl Fisch, als auch Rindfleisch viel L-Tryptophan.
Nudeln, Kartoffeln, Brot, ReisDiese Lebensmittel enthalten viele Kohlenhydrate, die letztlich dazu führen, dass die Cortisolwerte gesenkt werden und eine beruhigende Wirkung eintritt.
Schwarzer und Grüner Tee, Kaffee(7)Das in den jeweiligen Getränken enthaltene Koffein  führt dazu, dass vermehrt Glückshormone ausgeschüttet werden.
Peperoni, Ingwer, Chili(8)Negative Verstimmung wird aufgrund der hohen Werte an  L-Tryptophan unterdrückt.

Serotonin mit Nahrungsergänzungsmitteln erhöhen

Nahrungsergänzungsmittel nehmen viele von uns tagtäglich ein, doch wer hätte gedacht, dass bestimmte Nahrungsergänzungsmittel auch die Stimmung heben können? In diesem Teil erfährst du, welche Nahrungsergänzungsmittel stimmungsaufhellend wirken und wir das Ganze überhaupt funktioniert.

  • B-Vitamine: Vitamine, wie B6 und B12 wandeln bestimmte Hormone nicht nur um, sondern fördern auch die Generierung von Glückshormonen. Außerdem kann ein Mangel an Vitamin B die Wirkung von Antidepressiva hemmen. Falls du also nicht nur einen Serotoninmangel, sondern auch einen Vitamin B-Mangel haben solltest, wäre eine Behandlung beider Mängel von Vorteil.
  • Magnesium(9): Einige Studien haben bewiesen, dass Magnesium stimmungsaufhellend wirkt, da negative Verstimmungen unterdrückt und die Produktion von Glückshormonen gefördert werden.
  • Vitamin D: Die Konzentration von Vitamin D in unserem Körper ist ausschlaggebend für unsere Stimmung, denn Vitamin D reguliert nicht nur die Wirksamkeit von Glückshormonen, sondern kann bei einem Mangel sogar die Wirkung der Glückshormone beeinträchtigen.
  • Omega-3-Fettsäuren: Bestimmte Studien konnten zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren eine natürliche antidepressive Wirkung hervorbringen können. Allerdings gibt es bis heute noch Unklarheiten bezüglich der Wirksamkeit, weswegen Omega-3-Fettsäuren nicht offiziell als therapeutische Maßnahmen eingesetzt werden.

Fazit

Ein Mangel an Serotonin ist möglicherweise nicht einfach zu diagnostizieren, aber die Behandlung kann in der Regel in kurzer Zeit zu erfolgsversprechenden Ergebnissen führen. Hierfür musst du zunächst zum Arzt und deine Serotoninwerte abchecken lassen. Je nachdem, wie hoch dein Mangel ist, wirst du entsprechende Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt bekommen.

Grundsätzlich wird ein hoher Serotoninmangel medikamentös behandelt, da die Symptome sich bereits intensiviert haben. Beispielsweise können Stress und eine gedrückte Stimmung langfristig zu Depressionen führen. Wenn dies unbehandelt bleibt, können gravierende Komplikationen auftreten.

Falls du jedoch einen niedrigen Serotoninmangel haben solltest und schlimmeres abwenden möchtest, kannst du zu natürlicheren Mitteln greifen. So hast du die Möglichkeit deinen Defizit an Serotonin mit Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln oder aber auch mit pflanzlichen Mitteln zu kompensieren.

In jedem Fall solltest du diese Tipps nur als ergänzende Hilfsmaßnahmen betrachten und einen Arztbesuch nicht meiden. Denn, wenn wir ehrlich sind, wer möchte nicht mit Glückshormonen überschüttet werden und einwandfrei ohne Einschränkungen sein Leben leben?

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