Vitamin A Mangel: Die besten Tipps dagegen

Das Vitamin A und dessen Pro-Vitamine dienen unserem Körper in vielerlei Hinsicht. Durch sie können wir sehen und sind fruchtbar. Gleichzeitig unterstützen sie die Heilung vieler Körperbestandteile, wie Knochen, Zähne und Haut.

Zusätzlich ist es an der Bildung von weißen und roten Blutkörperchen beteiligt. Vitamin A beschreibt alle Substanzen, welche auf einer einheitlichen Retinol-Struktur basieren. Dabei sind manche Substanzen direkt verwertbar und andere müssen vorher umgewandelt werden.

Dieser Artikel führt das Thema rund um das Vitamin A und dessen Mangels weiter aus und beantwortet alle relevanten Fragen. Dabei werden Lebensmittel aufgezeigt, die reich an Vitamin A sind, sowie mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten. Auch auf eine Vitamin A Überdosierung wird hingewiesen und die möglichen Auswirkungen beschrieben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vitamin A ist ein essenzieller Bestandteil in unserer Ernährung, da das Vitamin bei vielen Erhaltungsprozessen des Körpers beteiligt ist. Dazu zählt das Nachtsehen, die Stärkung des Immunsystems und die Aufrechterhaltung der Fruchtbarkeit.
  • Jedoch ist ein Vitamin A Mangel ebenso gefährlich wie eine Vitamin A Überdosis. Besonders während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist eine Überdosierung bedrohlich, da das Kind davon Wachstums- und Entwicklungsstörungen erleiden können.
  • Im folgenden Beitrag beantworten wir dir alle Fragen rund um den Vitamin A Mangel. Anschließend geben wir dir Tipps und Tricks mit, wie du einen Vitamin A Mangel umgehen kannst, ohne an einer Überdosierung zu leiden.

Definition: Was ist ein Vitamin A Mangel?

Das Vitamin A ist ein fettlöslicher Nährstoff, der an vielen biologischen Prozessen beteiligt ist, wie den Sehvorgang, die Immunfunktion, die Zellteilung und die Embryoentwicklung. Vitamin A beschreibt eine Gruppe von Verbindungen, dessen Wirkung als Vitamin A bezeichnet wird.

Das vorgebildete Vitamin A, aus Retinol und Retinylester, ist dabei ausschließlich in tierischen Lebensmitteln, besonders der Leber. Die Vorstufen des Vitamins, die sogenannten Pro-Vitamine befinden sich in pflanzlichen Lebensmitteln. Diese Pro-Vitamine wie Beta-Carotin und Beta-Apo-Carotin, werden anschließend zu Vitamin A umgebildet.

Der Referenzwert des Vitaminbedarfs variiert dabei je nach Geschlecht, Alter und Risikogruppe. Ist dieser Wert für einen längeren Zeitraum unterschritten, spricht man von einem Mangel (1). Eine Vitamin Mangelerscheinung wird im Fachgenre als Hypovitaminose bezeichnet. Dem gegenüber steht die Hypervitaminose, eine Überdosierung des Vitamins (2).

Hintergründe: Was du über einen Vitamin A Mangel wissen solltest

Vitamine sind essenziell für den Körper, da sie beim Aufbau vieler Organe und Körperbestandteile beteiligt sind. In diesem Magazin werden wir näher auf das Thema Vitamin A Mangel eingehen und alle wichtigen Fragen rund um das Thema beantworten. Dabei gehen wir zum Beispiel auf Fragen ein, die den Nutzen des Vitamins, die empfohlene Menge und Anzeichen für eine Erkrankung beantworten.

Wozu benötigen wir Vitamin A überhaupt?

Vitamine haben einen hohen Nutzen für unseren Körper. Das Vitamin A besteht aus verschiedene Verbindungen wie Retinol oder Retinsäure. Das Vitamin A ist essenziell für:

  • Unsere Augen: Die Augen bilden mit Hilfe des Vitamin As das sogenannte Sehpigment, wodurch uns das Hell und Dunkel Sehen ermöglicht wird. Ohne das Vitamin wären wir also Nachtblind.
  • Unsere Haut: Durch das Vitamin A bleibt unsere Haut elastischer und regenerieren sich schneller.
  • Aufbau und Heilung verschiedener Körperelemente: Wie zum Beispiel der Knochen, Knorpel und Zähne.
  • Immunsystem: Durch die Vitamin A Vorstufe, das Beta-Carotin, werden freie Radikale (aggressive Sauerstoffverbindungen, die den Zellen schaden) eingefangen (3).
  • Bildung von Blutkörperchen: Das Vitamin A ist an der Bildung von roten Blutkörperchen beteiligt und erleichtert den Einbau von Eisen. Zudem erhöht das Vitamin und das Pro-Vitamin die Anzahl an weißen Blutkörperchen, die das Immunsystem stärken.
  • Eiweiß- und Fettstoffwechsel: Das Vitamin ist an dem Fettstoffwechsel in der Leber beteiligt und an der Proteinsynthese (Eiweißsynthese). Leidet man an Stress oder einer schwereren Erkrankung und benötigt mehr Proteine, benötigt man auch mehr Vitamin A. Das Gleiche gilt bei einer eiweißreichen Ernährung.
  • Fruchtbarkeit: Das Vitamin A ist an der Bildung der Sexualhormone Östrogen und Testosteron beteiligt. Ein Mangel an Vitamin A kann dabei Unfruchtbarkeit oder eine Fehlgeburt hervorrufen.
  • Nervensystem: Durch das Vitamin A werden Nervenzellen im Gehirn, dem Rückenmark und in peripheren Nervenbahnen gesund gehalten.
  • Schleimhaut: Das Vitamin A ist an der Gesunderhaltung des Verdauungs-, Harn, – Genital, – und Atemtrakt beteiligt (4).

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin A?

Der Tagesbedarf an Vitamin A wird in Milligramm gemessen. Dies entspricht einem 1 mg Retinol oder 6 mg Beta-Carotin. Die folgende Tabelle zeigt den Tagesbedarf in verschiedenen Gruppen (5).

AlterVitamin A Bedarf in mg pro Tag MännerVitamin A Bedarf in mg pro Tag Frauen
0 – 3 Jahre0,5 – 0,60,5 – 0,6
4 – 9 Jahre0,7 – 0,80,7 – 0,8
10 – 14 Jahre0,9 – 1,10,9 – 1,0
15 – 18 Jahre1,10,9
19 – 65 Jahre und älter1,00,8

Wenn du die näher Informationen zum Vitamin A Mangel haben möchtest, kannst du dich an die DGE – die “Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.” richten.

Die Tabelle zeigt, dass Jugendliche und zwischen 10 und 15 Jahren einen erhöhten Vitamin A Bedarf haben, was auf die Wachstumsphase zurückzuführen ist. Der Bedarf an Vitamin A steigt ebenfalls in der Schwangerschaft und Stillzeit. Da liegt der Bedarf, ab einer Schwangerschaft im 4. Monat bei 1,1 mg und bei Stillenden sogar bei 1,5 mg.

Eine Hypervitaminose während der Schwangerschaft, kann schädlich für das ungeborene Kind sein.

Man sollte jedoch darauf achten, dass man keine Hypervitaminose, also eine Überdosierung bekommt. Gerade in dem ersten Drittel der Schwangerschaft kann das ungeborene Baby schädigen. Daher empfiehlt sich ein Verzicht auf Leber und leberhaltige Lebensmittel, die besonders reich an Vitamin A sind (6). Sollte es trotz dessen zu Problemen bei der Deckung des hohen Vitamin A Bedarfs kommen, kann man auf Vitamin Supplements zurückgreifen.

Was muss ich bei Medikamenten und Vitamin A Bedarf beachten?

Grundsätzlich gilt, dass bei Infektionen, besonders mit hohem Fieber, der Vitamin A Bedarf steigt. Da das Vitamin A freie Radikale einfängt. Sind also mehr davon im Körper, steigt auch der Vitamin A Bedarf. Folgend sind Medikamente aufgelistet, bei dem sich der Vitamin A Bedarf ändern könnte (4).

  • Wirkstoffe wie Tretinoin: Dieser Stoff hilft bei der Behandlung von Akne und kann das Risiko einer Vitaminüberdosis erhöhen.
  • Wirkstoffe wie Colestipol oder Colestyramin: Diese Stoffe werden zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen eingesetzt. Sie hemmen die Vitamin A Aufnahme, wodurch der Bedarf steigt.
  • Wirkstoffe wie Neomycin: Dieser Stoff wird zur Behandlung von Entzündungen von Augen, Ohren und Haut eingesetzt. Auch dieser hemmt die Aufnahme des Vitamin As, wodurch der Bedarf steigt.
  • Dicumarol, Phenprocoumon, Warfarin: Bei den Stoffen verstärkt sich bei einer gleichzeitigen Aufnahme von Vitamin A die Wirkung des Medikaments.

Woran erkennt man einen Vitamin A Mangel?

Ein Vitamin A Mangel ist recht schnell zu diagnostizieren. Sollte sich die Haut verändern und etwas trockener und schuppiger werden, so kann man einen Vitamin A Mangel in Betracht ziehen. Ein weiteres Anzeichen sind weiße kleine Flecken im Auge (die sogenannten Bitot-Flecken). Auch Hornhauterweichungen oder ein schlechter Geschmacks- und Geruchssinn zählen zu den Anzeichen eines Vitamin A Mangels.

Vitamin A ist essenziell für unseren Körper und unsere Körperfunktionen. Das Vitamin ist unter anderem daran beteiligt, dass Sehpigmente gebildet werden, wodurch wir nachts sehen können. (Bildquelle: Amanda Dalbjorn / Unsplash)

Solltest du Symptome dieser Art bei dir bemerkt, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen und ein Blutbild machen lassen. Dort kann anhand eines Testes der Vitamin A Gehalt im Blut festgestellt werden. Solltest du an einer Mangelerscheinung leiden, ist es empfehlenswert eine Folgeuntersuchung durchzuführen, um die Veränderung des Vitamin A Gehalts im Blut nachzuverfolgen (7).

Welche Auswirkungen hat ein Vitamin A Mangel auf den Körper?

Ein Vitamin A Mangel ist nicht zu unterschätzen. Ein Mangel kann sich stark auf die Sehkraft oder auch die Fruchtbarkeit auswirken. Wird das Sehpigment nicht mehr gebildet kann dies zu Seebeeinträchtigungen, über Nachtblindheit bis zur kompletten Blindheit führen.

Des Weiteren wird man anfälliger für Infektionen der Atemwege, da das Immunsystem durch einen Vitamin A Mangel geschwächt wird (8). Ursache für das hohe Infektionsrisiko ist der Mangel der Vitamin A Vorstufe, die freie Radikale einfängt. Diese Radikale schädigen die Zellen des Körpers. Zudem kann dich die Haut und die Schleimhaut verhärten und es kann zu Hornhautgeschwüren kommen (4).

Gerade in grünen Gemüse, wie Spinat, Brokkoli, Grünkohl und Bohnen ist die Vorstufe des Vitamin As, das sogenannte Beta-Carotin, vorhanden. (Bildquelle: Ella Olsson / Unsplash)

Sollte ein Mangel bei Kindern und Jugendlichen auftreten kann dies zu Wachstumseinschränkungen und Entwicklungsstörungen kommen. Bei Schwangeren kann sich ein Mangel auf die Entwicklung des Kindes auswirken (8).

Wer ist besonders anfällig für einen Vitamin A Mangel?

Es gibt verschiedene Risikogruppen, die besonders schnell an einem Vitamin A Mangel leiden können. Dazu zählen:

  • Alkoholiker: Menschen, die sehr häufig Alkohol über eine längere Zeit konsumieren sind sehr anfällig für Lebererkrankungen. Da das Vitamin A in der Leber gespeichert wird, kann es zu Aufnahmestörungen des Vitamins kommen, wodurch eine Mangelerscheinung auftreten kann.
  • Menschen mit Verdauungsstörungen: Das Vitamin zählt zu den fettlöslichen Vitaminen. Menschen, die an Verdauungsstörungen leiden, leiden häufig auch an einer Fettverdauung, wodurch es auch hier zu Aufnahmestörungen des Vitamins kommen kann und ein Mangel entstehen könnte.
  • Schwangere und Stillende: Während der Schwangerschaft und der Stillzeit kann es zu Mangelerscheinungen kommen, wenn die Ernährung wie “im Normalfall” fortgesetzt wird. Ursache für diese Erscheinung ist der erhöhte Bedarf in der Zeit.
  • Senioren und Frühgeborene: Auch Senioren und Frühgeborene sind aufgrund eines erhöhten Bedarfs öfter von einer Mangelerscheinung betroffen. Auch hierbei gilt: die Ernährung umstellen.
  • Vegetarier / Veganer: Das Vitamin A ist besonders häufig in tierischen Produkten, wie Fleisch und Eier enthalten. Menschen, die auf tierische Lebensmittel verzichten können folglich schneller an einer Mangelerscheinung leiden. Allerdings ist in vielen Obst – und Gemüsesorten die Vitamin Vorstufe des Vitamins Beta-Carotin enthalten (9). Es sollte dabei bedacht werden, dass der Körper eine sechsmal so hohe Zufuhr an Beta-Carotin benötigt, wie an Vitamin A, um den Tagesbedarf zu decken (6).

Wie häufig ist Vitamin A Mangel vertreten?

Die Grundlage für eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Dazu benötigt man fruchtbaren Boden, sauberes Wasser und Fischbestände im Meer. Da diese Ressourcen jedoch immer weniger verfügbar sind und die kostbaren Güter umverteilt wurden, leiden immer mehr Menschen an Hunger und Mangelernährung.

Knapp 20 Prozent der Gesamtbevölkerung können ihren Vitamin – und Mineralstoffbedarf nicht über Lebensmittel decken.

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganistation (FAO) leiden durchschnittlich knapp 673 Millionen Menschen an Unterernährung (Stand 2017 – 2019) – was knapp 10 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht. Zudem muss die Qualität der Lebensmittel gewährleistet sein.

Knapp 20 Prozent der Weltbevölkerung sind nicht in der Lage, sich eine qualitativ hochwertige Ernährung zu leisten. Dadurch entsteht der sogenannte “versteckte Hunger”. Die Lebensmittel genügen zwar, um satt zu werden – jedoch nicht um den Nährstoff- und Vitaminbedarf zu decken.

Die Mehrheit der hungernden Menschen lebt dabei in Ländern des globalen Südens. Dabei ist Afrika mit 19,1 Prozent (hungernde Menschen im Vergleich der Einwohnerzahl) am meisten betroffen. Asien und Mittel- und Lateinamerika haben sich hingegen verbessert und die Zahl der hungernden Menschen sind auf 8,3 Prozent und 7,4 Prozent gesunken (10). Ebenso wie von fast alle anderen Vitamin – und Mineralstoffmängeln, sind diese Länder auch besonders stark vom Vitamin A Mangel betroffen.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen, wenn ich einen Vitamin A Mangel vermute?

Solltest du Symptome eines Vitamin Mangels vermuten, ist es immer ratsam einen Arzt aufzusuchen. Er kann deinen Prozess bezüglich der Anpassung deines Bedarfs genau überwachen. Ein Vitamin A Mangel wird durch ein Blutbild festgestellt.

Der Arzt untersucht dabei dein Blut auf den Vitamingehalt und kann dir eine genauen Einblick verschaffen und mögliche Behandlungsmaßnahmen anleiten. Des Weiteren wird dein Vitamingehalt in folgenden Untersuchungen weiter beobachtet und eine mögliche Überdosierung verhindert.

Welche Auswirkungen hat eine Überdosierung des Vitamin A?

Eine Überdosierung von Vitamin A, die sogenannte Hypervitaminose kann ebenso gefährlich sein wie der Mangel an Vitamin A. Bei einer akuten Vergiftung, durch die zu hohe Zuführung von Vitamin A kann es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Hautjucken oder sogar eine Sehstörung kommen.

Sollte das Vitamin dauerhaft in einer zu hohen Dosierung zu sich genommen werden, kann es zu chronischen Schädigungen kommen. Dazu zählen Krankheiten wie die Gelbsucht. Auch eine Vergrößerung der Leber, Hauteinrisse und Haarausfall sind mögliche Folgen. Manchmal treten auch Gelenk- und Muskelschmerzen, sowie Blutungen bis hin zu Schäden des Skelettsystems auf.

Beta-Carotin kann gerade bei Rauchern, die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen. Zu beachten ist, dass Beta-Carotin häufig als “E 160” bezeichnet wird und als Färbemittel in verschiedenen Lebensmitteln verwendet wird. Auch in Erfrischungsgetränken ist die Vorstufe des Vitamin As häufig vertreten. Das BfR empfiehlt, besonders Rauchern, bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Beta-Carotin zu verzichten (11).

Vitamin A Mangel: Die besten Tipps & Tricks gegen einen Mangel

Im Folgenden zeigen wir dir Tipps und Tricks gegen einen Vitamin A Mangel auf. Wir gehen dabei auf verschiedene Lebensmittel ein, die reich an Vitamin A sind. Des Weiteren gehen wir auf Nahrungsergänzungsmittel ein und beschreiben alle Chancen und Risiken der Supplements.

Lebensmittel mit hohem Vitamin A Gehalt

Das Vitamin A befindet sich in erster Linie in Leber und leberhaltigen Lebensmitteln. Es ist jedoch auch in tierischen Produkten wie Eier und Fleisch in geringeren Mengen vorhanden. Die Vorstufe von Vitamin A, das Beta-Carotin und Beta-Apo-Carotin, wird auch als Pro-Vitamin bezeichnet und befindet sich in vielen pflanzlichen Lebensmitteln. Diese Pro-Vitamine werden nach der Nahrungsaufnahme in der Lunge, der Leber und dem Dickdarm zu Vitamin A umgewandelt.

Die folgende Tabelle zeigt nochmal genau auf, welcher Stoff in welchem Lebensmittel enthalten ist.

LebensmittelVitamin (12)Dosis an Vitamin pro 100g (13)
Leber und leberhaltige LebensmittelVitamin AHoch
Eier, Fleisch, KäseVitamin AMittel (Käse eher gering)
Grüngemüse wie Spinat, Grünkohl, Bohnen, Feldsalat, BrokkoliPro-VitamineMittel
Intensiv gefärbtes Gemüse wie Karotten, Kürbis, Paprika und TomatePro-VitamineMittel
Obst wie Aprikose, Mango, HonigmelonePro-VitamineMittel (getrocknet: hoch)

Vitamin A Supplements

Ein Vitamin A Mangel kann schwere Folgen haben. Wenn man einen hohen Vitamin A Bedarf hat, kann es sinnvoll sein, Nahrungsergänzungsmittel oder Vitamintabletten zu sich zu nehmen. Es gibt auch Multivitamine, die dir helfen können den Bedarf für verschiedener Vitamine gleichzeitig zu decken. Jedoch ist bei den Präparaten auch Vorsicht geboten: Mit einer Überdosierung ist nicht zu scherzen.

Deshalb empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr als 0,2 mg, also 200 µg, pro Tag an Vitamin A.

Ursache dafür ist, dass viele Lebensmittel schon Vitamin A enthalten und der Körper reichlich an Vitamin A aufnehmen kann. Solltest du jedoch trotzdem Supplements zu dir nehmen wollen, solltest du auf die Empfehlung des Bundesinstitut für Risikobewertung einhalten.

Schwangere und Stillende sollten im Vorfeld die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit ihrem Arzt besprechen. Das Gleiche gilt für Rauchern, die Beta-Carotin über Supplements zu sich nehmen möchten. Da die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass es einen Zusammenhang zwischen einer hohen Vitamin A Zufuhr und einer geringen Knochendichte gibt, empfiehlt die EFSA eine Reduzierung der Aufnahme des Vitamin As bei Frauen in der Menopause.

Bei der Beschränkung handelt es sich nur um die Reduzierung von Vitamin A und nicht der Reduzierung von Beta-Carotin (aus pflanzlichen Lebensmitteln). Zurzeit sind diese Stoffe als Nahrungsergänzungsmittel für Vitamin A zugelassen:

  • Retinol
  • Retinylacetat
  • Retinylpalmitat
  • β-Carotin (Betacarotin)

Diese Zulassung bezieht sich auf Deutschland und alle anderen EU-Ländern (11).

Vielfältige Ernährung

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann in vielen Fällen einen Vitamin A Mangel umgehen. Wie oben in “Lebensmittel mit hohem Vitamin A Gehalt” gezeigt, ist das Vitamin oder das Pro-Vitamin in vielen Lebensmitteln erhältlich. Jedoch, sollte man seine Lebensmittel vor Hitze, Licht und Sauerstoff schützen, da knapp 20 Prozent des Vitamin A Gehalts in den Lebensmitteln durch diese Faktoren verloren gehen.

Des Weiteren sollte man beachten, dass höchstens 75 Prozent des Vitamin As auch wirklich vom Körper aufgenommen werden. Dabei spielt die dazu aufgenommene Menge an Fett eine große Rolle. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die Speisen mit etwas Öl oder Fett anzureichern, da das fettlösliche Vitamin so besser aufgenommen werden kann.

Das Vitamin kann zu 95 % gespeichert werden, wodurch eine einjährige Versorgung ermöglicht wird.

Jedoch ist die beschränkte Aufnahme des Vitamins und den Verlust durch die Lagerung nicht allzu schlimm. Der Körper kann 95 Prozent des Vitamins und deren Vorstufe in der Leber speichern, sodass Erwachsenen eine Vitamin A Versorgung aus den Speichervorräten von bis zu einem Jahr möglich ist. Zudem legt die Lunge, die Augen und der Verdauungstrakt zusätzlichen Speicher für die Pro-Vitamine an.

Die Nationale Verzehrstudie II von 2008 zeigt, dass nur 15 Prozent der Männer und 10 Prozent der Frauen an einer Mangelerscheinung leiden. Wobei sich die Zufuhr nur auf Nahrungsmittel und nicht auf Nahrungsmittelergänzung bezog (11).

Fazit

Vitamin A hilft unserem Körper bei der Erhaltung aller wichtigen Funktionen. Durch eine richtige Ernährung können mögliche Nebenwirkungen und Auswirkungen einer Mangelerscheinung umgangen werden. Oft lässt sich der Vitamin A Gehalt durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung decken. Zudem ist der Körper in der Lage, Reserven des Vitamins im Körper zu bilden, wodurch ein Mangel vorgebeugt werden kann.

Wenn man Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen möchte, sollte man eventuell seinen Vitamin A Gehalt im Blut von einem Arzt überprüfen lassen, um eine Überdosierung und seine Auswirkungen zu umgehen. Des Weiteren sollte man sich an die Empfehlung des Bundesinstitutes für Risikobewertung halten.

Literaturhinweise (13)

1. DGE (2020): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin A In: FAQ Abgerufen am 27.05.2021
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2. Charly Kahle (2021): Vitamin A In: meine-Gesundheit.de Abgerufen am: 25.05.2021
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3. Redaktion PraxisVita (2019): Vitamin A: Nährstoff für Augen und Knochen In: Gesunde Ernährung Abgerufen am: 25.05.2021
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4. Donn Apotheke (2019): Vitamin A In: Gesundheitsratgeber Abgerufen am: 27.05.2021
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5. DGE (2021): Vitamin A In: Referenzwerte Abgerufen am: 26.05.2021
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6. Bundesinstitut für Riskiobewertung (1995): Schwangere sollten weiterhin auf den Verzehr von Leber verzichten In: BgVV Abgerufen am: 26.05.2021
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7. DocMedicus Verlag (2021): Vitamin A In: Labormedizin/Labordiagnostik Abgerufen am 26.05.2021
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8. Anna Leicht (2020): Vitamin-A-Mangel: Symptome, Ursachen und Behandlung In: Ernährung & Gesundheit Abgerufen am: 26.05.2021
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9. McCauley, M. E., van den Broek, N., Dou, L., & Othman, M. (2016): Nahrungsergänzung durch Vitamin A in der Schwangerschaft für gesundheitsbezogene Endpunkte für Mütter und Neugeborene In: ZEITSCHRIFT FÜR HEBAMMENWISSENSCHAFT, 4(02), 244. Abgerufen am: 26.05.2021
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10. Statist Research Department (2021): Statistik zu Ernährungssicherheit und Hunger In: Landwirtschaft Abgerufen am: 26.05.2021
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11. Verbraucherzentrale (2021): Vitamin A-Produkte - was ist sinnvoll? In: Lebensmittel Abgerufen am 26.05.2021
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12. Redaktion des Gesundheitsportals (2020): Vitamin A In. Fettlösliche Vitamine Abgerufen am 27.05.2021
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13. Sarah Baumann (2020): Vitamin A in Lebensmitteln: Diese Nahrungsmittel beugen Mangel vor In: Gesunde Ernährung
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