Vitamine für das Immunsystem: Fragen und Antworten

Unser Körper ist ein komplexer und vielseitiger Organismus, der sich im Laufe des Lebens immer wieder äußeren Einflüssen entgegenstellen muss und für dieses Abwehrsystem Vitamine benötigt, die das Immunsystem stärken. Welche genau das sind, erläutere ich dir in diesem Artikel genauer. Vorab sei dir aber gesagt, dass es nicht DAS eine Vitamin gibt, dass dir Superkräfte verleiht, sondern eine Reihe von Faktoren, die eine Rolle spielen. Im Großen und Ganzen ist es gesund, ein Bewusstsein für die Signale deines Körpers zu schaffen: Bauchgrummeln nach einem bestimmten Essen oder ein allgemeines Gefühl von Müdigkeit etc. Denn, wenn du weißt, was deinem Körper guttut, dann hast du in der Regel auch ein stärkeres Immunsystem.

Um dich über das ganze Thema Immunsystem und Vitamine umfangreich aufzuklären, haben wir diesen Artikel verfasst und hoffentlich hilft er dir, dein Superpower-Immunsystem zu verstehen und, wenn nötig, auszubauen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Immunsystem ist nicht lokal an einer Stelle deines Körpers, sondern überall verteilt, denn auch Membranen-Zellwände- sind ein Schutzmechanismus. Selbst Ohrenschmalz und Speichel spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Dennoch gibt es einige Organe, die darauf spezialisiert sind, deine Immunzellen zu produzieren, um sie dann auf deinem ganzen Körper zu verteilen.
  • Vitamine sind essenzielle, organische Stoffe (das bedeutet quasi lebendig), die dein Körper nicht, wie Hormone, selbstständig herstellen kann-mit Ausnahme von Vitamin D. Deshalb musst du sie über die Nahrung aufnehmen. Sie übernehmen unterstützende Aufgaben in verschiedenen Bereichen, wie dem Stoffwechsel, der Immunabwehr, Knochen- und Muskelaufbau und viele mehr.
  • Die Vitamine, die am aktivsten an der Immunabwehr beteiligt sind, sind die Vitamine C, D und A, denn sie sind bei der Abwehr von Erregern, bei der Bildung von Abwehrzellen und/oder bei dem Aufbau von stabilen Membranen beteiligt.

Was ist das Immunsystem?

Das Immunsystem ist ein komplexer vielseitiger Mechanismus in unserem Körper, der uns vor Schäden schützt.

Es gibt nicht nur ein Organ von welchem aus unser Immunsystem gesteuert wird, sondern mehrere Abwehrmechanismen, die das Eindringen von Bakterien in unseren Körper erschweren. Zum Beispiel unser Speichel, der Immunglobuline und Bakterienspaltende Enzyme besitzt.

Auch deine psychische Gesundheit spielt eine Rolle für dein Immunsystem. (Bildquelle thought catalog/Unsplash)

Dann gibt es noch das so ungeliebte Ohrenschmalz, unsere Nasenhaare, die Haut mit ihren Hautschichten und, wenn dann doch mal ein Virus oder Bakterium den Weg in den Körper gefunden hat, wird es von den Mandeln erkannt, die ein Alarmsignal an den Körper weiter leiten.

Vorbei am Thymus und den Lymphknoten, die für die Produktion von Antikörpern verantwortlich sind (Der Thymus liegt etwas über dem Herzen auf Brustseite in der Mitte deiner Rippen). Auch die Milz (linke Seite unterer Teil der Rippen) spielt für deine Immunabwehr eine wichtige Rolle, denn in ihr werden weiße Blutkörperchen gespeichert und teilweise gebildet, die vor allem für die Heilung von Wunden essenziell sind.

Auch an der vom Magen ausgeschütteten Magensäure kommen die Krankheitserreger nicht vorbei. Selbst der Darm ist gegen ein Eindringen von Krankheitserregern ausgestattet: Eine gesunde Darmflora (Darmschleimhaut) wehrt Bakterien und Viren gezielt ab.

Da der Darm eine so große Fläche in unserem Körper einnimmt sitzen dort auch bis zu 70% unserer Immunabwehrzellen. Was bei dieser Aufzählung nicht fehlen darf ist das Knochenmark, das einen Großteil der Abwehrzellen bildet und über das Blut in den ganzen Körper verteilt.

Und das waren jetzt nur die Organe, die am meisten mit deinen Abwehrzellen arbeiten. Prinzipiell besitzt nämlich jedes deiner Organe und jede deiner Zellen ein eigenes kleines Immunsystem, alleine schon deshalb, weil es von einer Schutzhülle umgeben ist. Im Großen und Ganzen kann man aber sagen, dass ein gesunder Körper auch ein gesundes Immunsystem besitzt.

Je nachdem, wie wir uns ernähren, bewegen, wie oft wir draußen sind aber auch unsere psychische Gesundheit haben einen enormen Einfluss darauf, wie stark unsere kleine Armee an Abwehrzellen uns schützen kann. Einige Krankheiten können mit großer Wahrscheinlichkeit zum Beispiel auf eine einseitige Ernährung zurückführen, wie die Krankheit Skorbut, die älteste bekannte Krankheit durch Mangelernährung. Sie trat vor allem bei Seeleuten bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts auf und konnte auf einen Vitamin-C-Mangel zurückgeführt werden.

Da Vitamine im Allgemeinen nur über die Nahrung aufgenommen werden können (bis auf Vitamin D) bekamen die Seeleute von dort an regelmäßig das Vitamin C-haltige Sauerkraut aufgetischt. Vitamin C spielt übrigens eine wichtige Rolle für die Immunabwehr, deshalb führte der Mangel zu einem erhöhten Infektionsrisiko für andere Krankheiten.

Jetzt wäre nur noch die Frage zu klären, was denn diese Abwehrzellen genau sind und was der Unterschied zwischen Immunglobulinen, weißen Blutkörperchen und Antikörpern und und und ist.

Der ganze Prozess beginnt im Knochenmark, das unsere weißen Blutkörperchen bildet und sie zunächst von unserem Lymphsystem (Thymus, Knochenmark, Milz, Lymphknoten, Mandeln) auf eine Aufgabe spezialisiert. Aus dieser Schule kommen dann unsere fertigen Abwehrzellen/ Antikörper zum Beispiel die Immunglobuline, die sich in den Schleimhäuten einnisten oder die T-Zellen.

Wann ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken?

Du kannst dein Immunsystem sehr vielfältig stärken: durch Sport, psychische Gesundheit oder eine gesunde Ernährung. Das solltest du prinzipiell immer beachten. Du kannst dich auch nie zu gesund ernähren oder dir zu oft etwas Gutes tun.

Denn ein gesunder Körper und eine gesunde Psyche führen zu einem gesunden Immunsystem. Folgende Menschen sollten besonders auf ihr Immunsystem achten, da es aus unterschiedlichen Gründen geschwächt sein könnte

Wer?Warum?
SchwangereDer Körper ist hier sehr stark mit der Entwicklung eines neuen Lebens beschäftigt und schaltet zusätzlich das Immunsystem runter, damit das Kind, das eigentlich ein Fremdkörper ist, nicht als solcher behandelt wird (11, 15)
KinderDas Immunsystem von Kindern ist noch nicht so ausgestattet und erfahren, wie das von Erwachsenen. Das heißt aber nicht, dass du dein Kind vor allen Krankheiten schützen solltest, sondern eigentlich im Gegenteil, dass es viel draußen und mit anderen spielen sollte. Kinder sind zwar anfälliger für Krankheiten, ihr Immunsystem kann diese aber gut bekämpfen(12)
KrankeHier ist das Immunsystem sehr stark mit der Heilung beschäftigt und ist daher anfälliger für andere Krankheiten. Ein bisschen Stärkung würde auch hier guttun
Bei Mineralstoff-/VitaminmangelKlar, wenn Vitamine oder Mineralstoffe fehlen, die das Immunsystem braucht, dann kann es nicht mehr effizient arbeiten(3, 13).
ÄltereDa der Körper mit der Zeit seine Funktionen runterfährt und nicht mehr so schnell auf äußere Einflüsse reagieren kann, ist auch das Immunsystem anfälliger für Infektionen (10)

Woran erkenne ich, dass das Immunsystem geschwächt ist?

Ein geschwächtes Immunsystem macht sich durch Niedergeschlagenheit und Müdigkeit bemerkbar. Aber auch, wenn du sehr anfällig für Infektionen bist, ist das ein Anzeichen dafür, dass dein Immunsystem nicht mehr auf Hochtouren läuft.

Dann könntest du zunächst dein Blut untersuchen lassen: Vor allem die Vitamine C,D, B12 und B6, sowie dein Eisen, Zink und Selen Haushalt stehen in direktem Zusammenhang mit dem Immunsystem. Einen Immunsystem-Test gibt es nicht, da sehr viele Faktoren für eine intakte Immunabwehr verantwortlich sind.

Lass dich nicht beirren durch den Immunglobuli-Test, denn dieser kann nicht wirklich dein Immunsystem messen, sondern lediglich, ob du Allergien hast. Denn bei Kontakt mit den Allergenen ist der Immunglobiliwert E erhöht(1).

Welche Erkrankungen des Immunsystems gibt es?

Auch das Immunsystem kann mal angeschlagen sein, entweder es entwickelt eine Abwehrreaktion gegen Stoffe, welche nicht schädlich sind, dann spricht man von Autoimmunerkrakungen oder es reagiert nicht auf schädliche Viren und Bakterien-Immundefekte.

Aber auch, wenn die Organe für die Immunzellproduktion geschädigt sind, kann dein Immunsystem dich nicht mehr vor äußeren Eindringlingen schützen.

Autoimmunerkrankungen

Sobald dein Körper Abwehrzellen gegen einen eigentlich nicht schädlichen Stoff herstellt, spricht man von einer Autoimmunerkrankung. Das fängt schon bei Allergien an und kann auch Auslöser für Morbus Crohn oder Zöliakie sein (17). Die Entstehung ist bisher noch unklar, allerdings gibt es Studien, die den Zusammenhang zwischen einem gereizten Darm und Autoimmunerkrankungen untersuchen (8).

Immundefekte

Im Gegenteil zu Autoimmunerkrankungen werden bei Defekten die Viren und Bakterien nicht erkannt und somit auch nicht ausgeschaltet. Sehr bekannt ist das HI-Virus, das nicht nur vom Immunsystem ignoriert wird, sondern sich in diesem auch direkt einnistet. Die Membranen der Abwehrzellen, wie zum Beispiel der T-Helferzelle bieten dem Virus eine ideale Wirtszelle (17).

Erkrankungen der Organe

Jedes an der Produktion von Immunzellen beteiligte Organ könnte selbst erkranken und damit das Immunsystem schwächen. Vor allem bei Erkrankungen des Darms wird dies deutlich, denn in und auf ihm sitzt ein Großteil der Immunabwehrzellen (8): Auf der sogenannten Darmflora. Eine Erkrankung am Darm schwächt auch das Immunsystem und kann mit Hilfe von einer gesunden Ernährung und Psyche vorgebeugt werden.

Was sind Vitamine?

Es handelt sich dann um Vitamine, wenn die Stoffe dem Körper von Außen zugefügt werden müssen, weil er sie nicht selbst herstellen kann. Weil Tieren und Menschen andere Vitamine selbst produzieren und zuführen sind sie bei allen Lebewesen unterschiedlich.

Vor allem Obst und Gemüse sind gute Vitaminlieferanten. (Bildquelle: Chantal Garnier/Unsplash)

Vitamine sind organische, also quasi lebendige Stoffe, die verschiedene Prozesse im Körper ankurbeln und unterstützen. Zum Beispiel spielen sie eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel aber auch für die Immunabwehr sind sie unerlässlich.

Heute kennen wir 20 unterschiedliche Vitamine von denen 13 essenziell für uns Menschen sind. Darüber hinaus gibt es weitere Provitamine, die erst vom Körper in Vitamine umgewandelt werden. Eine große Reihe an Studien befasst sich zum Beispiel mit dem Beta-Carotin, das unter anderem in Karotten vorkommt und ebenfalls eine wichtige Rolle in der Immunabwehr spielt (6).

Es gibt zwei Arten von Vitaminen: wasserlösliche und fettlösliche Vitamine. Wie der Name schon sagt beschreiben sie, durch welche Flüssigkeiten sie von den Lebensmitteln, auf denen sie haften, in unserem Körper abgespalten werden.

Deshalb empfiehlt es sich, bei der Aufnahme von entsprechenden Supplementen entweder etwas Öl zu sich zu nehmen (Zum Beispiel in einem Salatdressing) oder ein Glas Wasser zu trinken. Ebenso ist es bei der Aufnahme über die Nahrung.

Wasserlösliche Vitamine

Wie der Name schon verrät, sind diese Vitamine wasserlöslich. Deshalb können sie auch nicht vom Körper gespeichert werden, sondern werden mit dem Urin ausgeschieden (bis auf Vitamin B12).

VitaminFunktionNahrungsmittel mit hohem Anteil des Vitamins
B1StoffwechselWeiße Bohnen, Erbsen, Haferflocken, Kartoffeln, Naturreis, Zucchini
B2EnergiestoffwechselMakrele, Brokkoli, Milchprodukte, weiße Bohnen, Erbsen, Spinat
B6EiweißstoffwechselKartoffeln, weiße Bohnen, Avocados, Brokkoli, Süßkartoffeln, Fisch, Fleisch
B12Stärkung des Nervensystems, Bildung roter Blutkörperchen, Stoffwechsel, Entgiftung der LeberHering, Makrele, Lachs, Rindfleisch, Hühnereier, Milchprodukte
CAntioxidant, Stärkung des Immunsystems, Bildung von Hormonen, Baut Bindegewebe auf und macht Gefäße elastisch, Fördert EisenaufnahmeBrokkoli, Paprika, Blumenkohl, Wirsing, Grünkohl, Spinat, Kartoffeln, Erbsen, Zitrusfrüchte, Sauerkraut
(18)

Fettlösliche Vitamine

Sie werden nicht so oft benötigt und können daher vom Körper in der Leber gespeichert werden. Hier besteht die Gefahr, dass du bei Supplementierung an einer Hypervitaminose erkrankst, da dann die Speicher überladen sind.

VitaminFunktionVorkommen in der Nahrung
AEntwicklung der Zellen, gesunde Haut, Sehvorgang, Stärkung des Immunsystems, Unterstützung der SchleimhäuteMakrele, Milchprodukte, Eier Beta Carotin kommt in Pflanzen vor und wird dann im Körper zu Vitamin A umgewandelt: Karotten, Grünkohl, Süßkartoffeln, Spinat, Paprika (6)
DAufbau und Stoffwechsel der Knochen, Muskelaufbau, Stärkung des Immunsystems, Wachstum der Hautzellen, InsulinausschüttungHauptsächlich Aufnahme über die Sonne und in kleinen Teilen in lachs, Hering, Makrele, Pfifferlinge, Champignons, Shiitake
EAntioxidantien, Schutz der mehrfach ungesättigten FettsäurenSüßkartoffeln, Nüsse, Kichererbsen, Paprika, Hering, Weizenkeime, Pflanzenöle
KBlutgerinnung, KnochenstoffwechselGrünkohl, Spinat, Blumenkohl, Blattsalate, Brokkoli, grüne Bohnen wird auch von Darmbakterien produziert
(18)

Bei der Umwandlung von Kohlenhydraten in Energien werden freie Radikale frei, die in großen Mengen dem Körper schaden. Daher ist er auf Antioxidantien angewiesen, wie in Vitamin E, die die freien Radikale spalten.

Welche Vitamine stärken das Immunsystem?

Keines der aufgeführten Vitamine ist erlässlich für unseren Körper. Um ihn optimal zu schützen, spielen mehrere Faktoren eine Rolle- nicht zuletzt unsere Psyche. Dennoch gibt es einige Vitamine, die in direktem Zusammenspiel mit unseren Immunzellen sind. Zum Beispiel:

  • Vitamin C: Bindet an Abwehrzellen und stärkt sie somit. Zudem wirkt es unterstützend auf die Bildung von Barrieren und der Hautbildung (3, 13, 19)
  • Vitamin D: Hemmung von zu schnellem Wachstum von Zellen – zum Beispiel Tumorzellen. Differenzierung und Reifung von Zellen im Knochenmark, Unterstützung der Bauchspeicheldrüse und der Schilddrüse, Stärkung der Haut (4, 5)
  • Vitamin A: Unterstützt Wachstum von Lymphozyten und hilft bei der Bildung von Antikörpern(20, 21)

Was sind Vitaminantagonisten?

Die Aufnahme und/oder Funktion von Vitaminen kann durch einige Pflanzen gehemmt werden, wie zum Beispiel schwarzem Tee, verdorbener Süßklee oder Leinsamen. Auch das Eiklar von rohen Eiern kann im Magen nicht gut absorbiert werden, weshalb die Vitaminaufnahme erschwert ist.

Bekannt ist auch, dass ein erhöhter Alkoholkonsum den Vitaminhaushalt massiv stören kann, da die Leber und der Darm, die den Körper entgiften nun ihre Aufgaben als Vitaminspeicher und Vitaminproduzenten nicht mehr in vollen Zügen fortsetzen kann (15, 22).

Ein mäßiger Konsum von Vitaminhemenden Lebensmitteln ist allerdings unbedenklich.

Wie bereite ich mein Essen möglichst Vitaminschonend zu?

Ein Großteil der Vitamine ist in Obst und Gemüse zu finden. Hier gelten einige Faustregeln:

  1. Je kleiner das Gemüse geschnitten ist, desto größer der Vitaminverlust
  2. Je mehr Wasser zum Kochen verwendet wird, desto weniger Vitamine (lieber dämpfen, sous-vide garen oder blanchieren)
  3. Je größer die Hitze, desto eher sterben die Vitamine (Vor allem im Ofen, beim Braten und beim Frittieren)
  4. Gemüse entfaltet tendenziell mit dem Kochen seine Nährstoffe und Obst hat roh eher mehr Nährstoffe. Es gibt aber auch einige Ausnahmen, wie Brokkoli, was man lieber roh essen sollte (14).
  5. Langsamer essen ist gesünder (16).

Sollte ich Vitamin Supplemente kaufen?

Für einige Personen ist eine Supplementierung mit Vitaminen durchaus sinnvoll, zum Beispiel bei veganer Ernährung oder bei Schwangerschaft.

Einige Hersteller bieten Supplemente-Kombis mit mehreren kritischen Vitaminen für spezifische Personengruppen- wie beispielsweise bei veganer Ernährung oder bei Schwangerschaft-an. Es ist vor der Supplementierung, wenn du nicht zu den Risikogruppen gehörst, ratsam, sich zunächst den eigenen Gemütszustand bewusst zu machen und dann mit einem großen Blutbild zu schauen, bei welchen Vitaminen eventuell Bedarf wäre. Hierbei kann dir eine Ärztin oder ein Arzt weiter helfen.

Welche Vitamine sind für meine Haustiere wichtig?

So, wie auch wir Menschen sind auch Tiere bereits mit allen wichtigen Nährstoffen ausgestattet oder bekommen sie über ihre Nahrung. In den meisten Haustier-futter-dosen sind zudem die wichtigsten Vitamine zugefügt. Wenn du dein Haustier allerdings mit Metzgerfleisch fütterst: Barfen, dann solltest du dich zunächst darüber informieren, worauf du achten musst, denn nicht jedes Fleisch wird vertragen.

Wenn du auf Nummer Sicher gehen möchtest, kannst du dir speziell für Tiere angereicherte Vitamin-Supplemente kaufen.

Was ist noch wichtig für ein gesundes Immunsystem?

Unser Körper ist schon ziemlich cool, denn er kommuniziert ständig mit dir und sagt dir eigentlich, was er braucht.

Wenn du ein gutes Bewusstsein für deinen Körper schaffst, dann ist das bereits die halbe Miete, um auch dein Immunsystem intakt zu halten. Es ist nicht verwunderlich, dass bestimmte bereits bekannte Faktoren auch dein Immunsystem negativ beeinflussen können. Darunter fällt: Rauchen, Leistungssport, Alkoholkonsum, Stress und schwere Arbeit.

Andererseits kann ein gesunder Lebensstil deinem Immunsystem einen regelrechten Immunboost geben. Eine Übersicht über die Top 7 Hausmittel-Immun-booster findest du weiter unten in diesem Artikel. Aber auch hier sind es Faktoren, die bereits allgemein bekannt sind, wie regelmäßige Bewegung oder eine ausgewogene Ernährung. Ausgewogen nicht nur, um deinen Vitaminhaushalt konstant zu halten, sondern auch, um dich mit ausreichenden Mineralstoffen auszustatten.

Welche Mineralstoffe braucht mein Immunsystem?

Mineralstoffe sind im Gegensatz zu Vitaminen nicht organisch, also nicht lebendige Stoffe, sind aber, genau wie Vitamine, essenziell, weil sie nicht selbst vom Körper produziert werden können. Für das Immunsystem wichtige Mineralstoffe sind Zink, Selen, Kalium und Eisen.

Zink

Zink hilft deinen Abwehrzellen, Angreifer zu identifizieren und auszuschalten. Es unterstützt zudem die Produktion von Abwehrzellen. Zink findest du in Vollkornprodukten, Fleisch, Schalentieren und Milchprodukten (2).

Selen

Selen wirkt antioxidantisch, also nicht direkt gegen Angreifer von draußen, sondern gegen freie Radikale, die bei der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten in Energie ausgeschüttet werden und in größerer Anzahl schädlich sein können. Selen findest du in Nüssen, Hering und Rotbarsch (23).

Eisen

Zum einen unterstützt Eisen die Fresszellen aber seine Hauptaufgabe ist der Transport von Sauerstoff-also unserem Kraftstoff-über die roten Blutkörperchen. Ein Mangel kann zu Angeschlagenheit und Müdigkeit führen, was dich insgesamt anfälliger für Infektionen macht. Ich zähle den Mineralstoff aber vor allem deshalb hier auf, weil er zu den weltweit häufigsten Mangelerscheinungen gehört. Zu finden ist Eisen in Fleisch aber auch in Hülsenfrüchten(24).

  1. Ernährung: Bei einer gesunden ausgewogenen und vielseitigen Ernährung bist du mit den wichtigsten Vitaminen versorgt. Zusätzlich gibt es einige Lebensmittel, die sich positiv auf dein Immunsystem auswirken, wie beispielsweise Kurkuma(26), Ingwer(25), Pilze (6), Chlorella (7)oder Grüntee(9).
  2. Trinken: Ideal sind Wasser oder Tee, denn dein Körper benötigt ausreichend Flüssigkeit, um Giftstoffe auszuscheiden(27).
  3. Schlaf: Dein Körper regeneriert im Schlaf, der Stoffwechsel wird angeregt und Wachstumshormone werden ausgeschüttet (27).
  4. Sport: Wenn du dich bewegst wird dein Immunsystem aktiviert und du baust immunschwächenden Stress ab (27).
  5. Stressverminderung: Genieße einfach das Leben und lass nicht zu viel Stress deinen Alltag bestimmen, da Stresshormone nicht nur unglücklich machen, sondern auch dein Immunsystem schwächen(27).
  6. Vermeide große Mengen an Alkohol und Nikotin Alkohol und Nikotin sind in größeren Mengen regelrechte Immunkiller, denn dein Körper ist ständig mit dem Abbau der Giftstoffe beschäftigt und kann dich nicht optimal vor Angreifern schützen(27).
  7. Lachen Klingt banal und zu schön um wahr zu sein, ist es aber. Denn deine Psyche hat einen enormen Einfluss auf dein Wohlbefinden und somit auch dein Immunsystem. Tue, was dir guttut und umgib dich mit Menschen, die dich stärken(27).

Jetzt, wo du einen Überblick über die wichtigsten Immun-Stärker aus dem Haushalt bekommen hast, steht deinem inneren Superhelden oder deiner Superheldin nichts mehr im Weg, um dich gegen alle möglichen Krankheitserreger zu schützen.

Damit du als Seniorin oder Senior immer noch fit bleibst ist es sinnvoll darauf zu achten, dass du ausreichend Vitamine für die Stärkung deines Immunsystems zu dir nimmst. (Bildquelle: Alex Harvey/ Unsplash)

Fazit

Für einen gesunden Vitaminhaushalt, der dein Immunsystem stärkt, bist du mit einer ausgewogenen Ernährung, viel Bewegung und psychischer Gesundheit erstmal gut versorgt. Wenn du dennoch merkst, dass dein Körper sehr anfällig für Infektionen ist, dann könnte das an einem Vitaminmangel liegen. Vor allem die Vitamine C, D und A sind aktiv an der Immunabwehr beteiligt. Um auf Nummer Sicher zu gehen ist es ratsam ein Blutbild machen zu lassen, um die entsprechenden Werte zu untersuchen.

Einzelnachweise(8)

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE): D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 2. Auflage, 5. aktualisierte Ausgabe 2019
  2. Deutsches Ernährungsberatungs- und informationsnetz
  3. Vitamin-K-Prophylaxe bei Neugeborenen." Monatsschrift Kinderheilkunde, 4, 351-353.
  4. Aghajafari F, Field CJ, Weinberg AR, Letourneau N; APrON Study Team. Both Mother and Infant Require a Vitamin D Supplement to Ensure That Infants' Vitamin D Status Meets Current Guidelines. Nutrients. 2018;10(4):429. Published 2018 Mar 29. doi:10.3390/nu10040429
  5. Hamishehkar H, Ranjdoost F, Asgharian P, Mahmoodpoor A, Sanaie S. Vitamins, Are They Safe?. Adv Pharm Bull. 2016;6(4):467-477.
  6. Martin Kongsbak, Trine B. Levring, Carsten Geisler, & Marina Rode von Essen. The Vitamin D Receptor and T Cell Function. Front Immunol. 2013; 4: 148. Published online 2013 Jun 18. doi: 10.3389/fimmu.2013.00148
  7. D-A-CH-Referenzwerte wissenschaftliche Empfehlungen, Schätzwerte und Richtwerte für eine vollwertige Ernährung; Elmadfa/Aign/Muskat/Fritzsche: Nährwert-Kalorien-Tabelle (2018/2019)
  8. Menche, Nicole et al.: Pflege Heute. Lehrbuch für Pflegeberufe. 5., vollständig überarbeitete Auflage; Urban & Fischer, München, 2011.
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Wissenschaftlicher Artikel
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE): D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 2. Auflage, 5. aktualisierte Ausgabe 2019
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Wissenschaftlicher Artikel
Deutsches Ernährungsberatungs- und informationsnetz
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Wissenschaftlicher Artikel
Vitamin-K-Prophylaxe bei Neugeborenen." Monatsschrift Kinderheilkunde, 4, 351-353.
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Wissenschaftliche Studie
Aghajafari F, Field CJ, Weinberg AR, Letourneau N; APrON Study Team. Both Mother and Infant Require a Vitamin D Supplement to Ensure That Infants' Vitamin D Status Meets Current Guidelines. Nutrients. 2018;10(4):429. Published 2018 Mar 29. doi:10.3390/nu10040429
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Wissenschaftliche Studie
Hamishehkar H, Ranjdoost F, Asgharian P, Mahmoodpoor A, Sanaie S. Vitamins, Are They Safe?. Adv Pharm Bull. 2016;6(4):467-477.
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Wissenschaftliche Studie
Martin Kongsbak, Trine B. Levring, Carsten Geisler, & Marina Rode von Essen. The Vitamin D Receptor and T Cell Function. Front Immunol. 2013; 4: 148. Published online 2013 Jun 18. doi: 10.3389/fimmu.2013.00148
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Wissenschaftlicher Artikel
D-A-CH-Referenzwerte wissenschaftliche Empfehlungen, Schätzwerte und Richtwerte für eine vollwertige Ernährung; Elmadfa/Aign/Muskat/Fritzsche: Nährwert-Kalorien-Tabelle (2018/2019)
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Wissenschaftliches Lehrbuch
Menche, Nicole et al.: Pflege Heute. Lehrbuch für Pflegeberufe. 5., vollständig überarbeitete Auflage; Urban & Fischer, München, 2011.
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