Ursache von Wadenkrämpfen: Die besten Tipps und Tricks

Ein Wadenkrampf ist eine schmerzhafte Angelegenheit und wir des Öfteren sehr unterschätzt. Die Gründe für Beinkrämpfe können sehr stark variieren und sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

In unserem großen Wadenkrampf-Ratgeber werden wir dir die verschiedenen Ursachen benennen, aufklären, wann Sie einen Arzt aufbesuchen sollen und außerdem einige Mythen aufdecken, die häufig rund um das Thema Wadenkrämpfe aufkommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einem Wadenkrampf sollte unmittelbar danach der Muskel gedehnt werden, um den Schmerz zu mildern und den Krampf zu lösen.
  • Magnesiummangel ist die häufigste Ursache für Muskel- und Wadenkrämpfe, jedoch sollte auch reichlich Kalzium, Kalium und Natrium zu sich genommen werden.
  • Bei Krämpfen wird zwischen symptomatischen und paraphysiologischen Muskelkrämpfen unterschieden.

Definition: Was sind Wadenkrämpfe?

Ein Wadenkrampf ist eine schmerzhafte Kontraktion im Muskelbereich des Unterschenkels. Der Krampf tritt meist unwillkürlich auf und dauert in der Regel nur sehr kurz an. (8)

Bei einem plötzlichen Wadenkrampf sollte unverzüglich der Muskel gedehnt werden. Viele Menschen handeln dabei instinktiv richtig und dehnen den Unterschenkelmuskel unmittelbar nach dem Krampf.

Dehnen ist eine Maßnahme, die unmittelbar nach dem Krampf weiterhilft. Des Weiteren gibt es viele andere Maßnahmen, die vorab getroffen werden können, um einen Wadenkrampf überhaupt zu vermeiden. Hierzu gelten unter anderem eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung.

Ältere Menschen, Sportler sowie Schwangere kämpfen häufiger mit Wadenkrämpfe als andere. Demzufolge sollten diesen Personen besonders die Ursachen und Hintergründe von Wadenkrämpfe bewusst sein. (9, 10)

Hintergründe: Was du über die Ursache von Wadenkrämpfen wissen solltest

Wadenkrämpfe können sehr schmerzhaft und unwillkürlich sein, jedoch können die Krämpfe vermieden werden. In diesem Artikel erfährst du alles, was du über Wadenkrämpfe wissen musst.

Warum entstehen Wadenkrämpfe überhaupt?

Wadenkrämpfen treten sehr plötzlich auf und der Schmerz verschwindet glücklicherweise sehr schnell wieder. Doch was sind überhaupt die Ursachen für Wadenkrämpfe?

Die häufigste Ursache bei Wadenkrämpfen ist der Mangel von Magnesium. (2) Magnesium sollte täglich eingenommen werden und kann durch normale Ernährung oder auch durch Kapseln und Pulver als Ergänzungsmittel eingenommen werden.

Außerdem können Wadenkrämpfe ein Symptom für Dehydrierung sein. Durch mangelnde Flüssigkeitszufuhr weist der menschliche Körper einen starken Wasserverlust auf. Hierdurch können plötzliche Muskelkrämpfe und insbesondere Wadenkrämpfe entstehen. (4)

Des Weiteren können Störungen des Hormonhaushaltes sowie des Stoffwechsels zu Krämpfe führen. Hierbei ist häufig der Mangel von Kalzium, Kalium und Natrium vorzuweisen.

Womit kann ich Wadenkrämpfe verhindern?

Bereits im Alltag kannst Du auf verschiedene Dinge achten, um gegen Wadenkrämpfe vorzubeugen. Stress ist ein Faktor. Durch viel Stress verliert der Körper an Magnesium was wiederum in möglichen Wadenkrämpfen enden kann.

Schuhe mit hohen Absätzen erhöhen das Risiko auf Wadenkrämpfe.

Außerdem hilft regelmäßiger moderater Sport gegen Krämpfe. Durch Bewegung und Beanspruchung der Muskeln werden Verkrampfungen in den Muskeln vorgebeugt. (1)

Des Weiteren hat eine Massage oder eine Auflockerung der Beine einen positiven Effekt auf die Muskulatur und kann mögliche Wadenkrämpfe verhindern. Ebenso kann regelmäßiges Dehnen der Muskulatur Wadenkrämpfe vorbeugen. (5)

Bei Frauen kann die Auswahl der Schuhe auch ein Faktor sein. Wer gerne Schuhe mit hohen Absätzen trägt, erhöht gleichzeitig das Risiko einen Wadenkrampf zu erhalten, weil die Muskulatur unnatürlich belastet wird.

Welche Hilfsmittel kann ich zum Verhindern von Wadenkrämpfen einnehmen?

Der Markt stellt viele Hilfsmittel, die gegen Muskelkrämpfe oder auch speziell gegen Wadenkrämpfe helfen sollen. Jedoch sollten Hilfsmittel individuell an eine Person angepasst werden.

Oft werden Hilfsmittel mit Medikamenten assoziiert, jedoch gibt es durchaus einfache Möglichkeit Krämpfe durch Hilfsmittel vorzubeugen. Ein Beispiel sind Kompressionsstrümpfe, die einen gewissen Druck auf die Waden bzw. Beine ausüben, wodurch das Blut in den Venen einfacher transportiert werden kann.

Außerdem ist Magnesium ein wichtiges Hilfsmittel um Wadenkrämpfe zu bekämpfen. Magnesium kann sowohl in Form von Kapseln, Tabletten oder Pulver eingenommen werden. (7)

Des Weiteren sollte der Elektrolythaushalt immer ausgeglichen sein. Daher sollte täglich Kalzium, Kalium sowie Natrium zu sich genommen werden, um einen möglichen Mangel auszuschließen. (6)

Wie oft sollen Hilfsmittel gegen Wadenkrämpfe eingenommen werden?

Magnesium zählt als vermeintlich wichtigstes Hilfsmittel gegen Wadenkrämpfe. Daher sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der tägliche Bedarf gedeckt ist.

Die folgende Tabelle zeigt wie hoch der Magnesium-Bedarf für erwachsene Frauen und Männer ist:

PersonMagnesium-Bedarf
Erwachsene Frauen300 mg/Tag
Erwachsene Männer350 mg/Tag

Doch nicht nur Magnesium ist extrem wichtig für den Körper und die Vorbeugung gegen Kämpfe, auch Natrium, Kalium und Kalzium spielen eine wichtige Rolle.

Aufgrund von Schweiß und Ausscheidungen verliert der menschliche Körper täglich Salze und Mineralien, welche unbedingt ersetzt werden.

Die folgende Tabelle zeigt welche Mineralien in welchen Nahrungsmitteln enthalten sind:

MineralEnthalten in…
NatriumKochsalz
KaliumTomaten, getrocknete Aprikosen, Orangensaft
KalziumMilch, Joghurt, Banane
MagnesiumVollkorn, Mineralwasser, Nüsse

Bei der Ernährung sollte unbedingt darauf geachtet werden, die verlorenen Mineralien ausgiebig durch die Nahrung wieder zu ersetzen, sodass die Muskeln im Körper voll funktionsfähig sind.

Woher kommen Wadenkrämpfe in der Nacht?

Nächtliche Wadenkrämpfe können sehr schmerzhaft und zugleich sehr nervend sein.

Die Ursachen für Wadenkrämpfe in der Nacht sind vergleichbar mit Wadenkrämpfen, die auch tagsüber vorkommen können. Falsche Ernährung, Überlastung des Muskels oder Flüssigkeitsmangel und Elektrolytstörungen wie beispielsweise Magnesiummangel sind häufige Ursachen für plötzliche Krämpfe während der Nacht. (3)

Ein täglicher Spaziergang kann Wadenkrämpfe vorbeugen, da regelmäßige und moderate Bewegung die Durchblutung unterstützt. (Bildquelle: Arek Adeoye / unsplash)

Tägliche Dehnübungen von Wadenmuskeln können nächtliche Wadenkrämpfen vorbeugen und verhindern. Ebenso sind regelmäßige und moderate Bewegung wie beispielsweise ein Spaziergang hilfreich.

Wann sollte ich bei Wadenkrämpfe einen Arzt aufsuchen?

Grundsätzlich sind Wadenkrämpfe harmlos und der Schmerz lässt relativ zeitnah wieder nach. Nichtsdestotrotz können Arztbesuche in gewissen Fällen nicht vermieden werden.

Sollten Wadenkrämpfe wiederholt vorkommen oder die Nachtruhe bzw. den Tagesablauf stören, sollten sie einen Arzt aufsuchen. Der Hausarzt kann weiterhelfen und Erklärungen für die Ursachen geben und mögliche Behandlungen empfehlen.

Sollten Wadenkrämpfe wiederholt vorkommen, sollten sie unbedingt ihren Hausarzt aufsuchen um die Ursache herauszufinden. (Bildquelle: Online Marketing / unsplash)

Außerdem sollten sie ihren Hausarzt aufsuchen, wenn einfaches Dehnen oder eine sanfte Massage den Schmerz des Wadenkrampfes nicht lindert.

Ursache von Wadenkrämpfen: Die besten Tipps & Tricks gegen Wadenkrämpfe

Wie bereits oben erwähnt, entstehen Wadenkrämpfe durch unterschiedliche Ursachen. Hierbei wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Krämpfen unterschieden, den symptomatischen und paraphysiologischen Muskelkrämpfen.

Symptomatische Muskelkrämpfe

Zu den symptomatischen Muskelkrämpfen gehören Krämpfe, die ein Symptom einer Krankheit oder eine Nebenwirkung von Medikamenten haben.

Ein Beispiel sind Nervenerkrankungen, da Nerven ebenfalls für eine unkontrollierte Verkrampfung im Muskel verantwortlich sein kann. Das Nervensystem überträgt Reize auf die Muskulatur und ist zuständig für den Impuls für die Anspannung von Muskeln. Daher kann eine Störung zu sehr schmerzhaften Muskelkrämpfe führen.

Pros Cons
Symptomatische Muskelkrämpfe treten eher selten auf Sehr schmerzhafte Muskelkrämpfe
Nebenwirkung von Medikamenten

Außerdem können symptomatische Muskelkrämpfe durch die Nebenwirkungen von Medikamenten hervorgerufen werden. Diese sollten unbedingt ernst genommen werden und im besten Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Paraphysiologische Muskelkrämpfe

Zu den paraphysiologischen Muskelkrämpfen gehören Krämpfe, die von äußeren Ursachen ausgelöst worden. Hierzu gelten beispielsweise sportliche Überbelastung oder Magnesiummangel.

Eine Überlastung beim Sport tritt sehr häufig vor, da beim Sport mein ein ständiger Wechsel zwischen An- und Entspannung stattfindet. Hierdurch wird der Muskel extrem beansprucht und es führt häufig zu Muskelkrämpfen.

Grundsätzlich gilt, dass je trainierter ein Muskel ist, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit eine Verkrampfung aufgrund von sportlicher Belastung.

Vor allem für Menschen, die tagsüber den ganzen Tag im Büro sitzen, helfen bereits leichte sportliche Aktivitäten. Hierdurch werden Muskeln gefordert, die sonst nicht beansprucht werden und Muskelkrämpfe können vorgebeugt werden.

Pros Cons
Paraphysiologische Wadenkrämpfe sind eher harmlos Krämpfe werden oft unterschätzt und nicht behoben
Ursache kann vergleichsweise einfach ausfindig gemacht werden

Eine weitere Ursache für paraphysiologische Muskelkrämpfe ist ein gestörter Elektrolythaushalt. Hierzu zählen Magnesiummangel sowie Kalzium-, Kalium- und Natriummangel.

Der Körper verliert beim Schwitzen wichtige Mineralien, daher sollte unbedingt bei Sportler sowie bei hohen Temperaturen darauf geachtet werden, dass die Mineralien anderweitig dem Körper zugeführt werden.

Fazit

In der Regel sind plötzliche Wadenkrämpfe harmlos und meistens reichen Dehnübungen schon aus um den Schmerz zu lindern. Jedoch sollte bei wiederholten Krämpfen unbedingt die Ursache ausfindig gemacht werden und gegebenenfalls der Hausarzt aufgesucht werden.

Es gibt zwar keine einfache Lösung, um Wadenkrämpfe komplett zu vermeiden, jedoch helfen leichte sportliche Aktivitäten und regelmäßige Dehnübungen um Muskelkrämpfe vorzubeugen.

Literaturhinweise (10)

1. Ronald J. Maughan and Susan M. Shirreffs
Source

2. Scott R Garrison, Michael Allan, Ravneet Sekhon, Vijaya Musini, Karim Khan, and Cochrane Neuromuscular Group
Source

3. Fiona BlytonVivienne Chuter, and Joshua Burns
Source

4. Wing Yin Lau, Haruyasu Kato, and Kazunori Nosaka
Source

5. Fiona Hawke, Vivienne Chuter, Kate EL Walter, and Joshua Burns
Source

6. Jayme L. Workinger, Robert. P. Doyle, and Jonathan Bortz
Source

7. Anna E. Kirkland, Gabrielle L. Sarlo, and Kathleen F. Holton
Source

8. P H Jansen, E M Joosten, J Van Dijck, A L Verbeek, and F W Durian
Source

9. Albert Fields
Source

10. Hubert Maisonneuve,corresponding author, Juliette Chambe, Chloé Delacour, Joris Muller, Fabien Rougerie, Dagmar M. Haller, and Michel Leveque
Source

Wissenschaftliche Studie
Ronald J. Maughan and Susan M. Shirreffs
Go to source
Wissenschaftliche Studie
Scott R Garrison, Michael Allan, Ravneet Sekhon, Vijaya Musini, Karim Khan, and Cochrane Neuromuscular Group
Go to source
Wissenschaftliche Studie
Fiona BlytonVivienne Chuter, and Joshua Burns
Go to source
Wissenschaftliche Studie
Wing Yin Lau, Haruyasu Kato, and Kazunori Nosaka
Go to source
Wissenschaftliche Studie
Fiona Hawke, Vivienne Chuter, Kate EL Walter, and Joshua Burns
Go to source
Wissenschaftliche Studie
Jayme L. Workinger, Robert. P. Doyle, and Jonathan Bortz
Go to source
Wissenschaftliche Studie
Anna E. Kirkland, Gabrielle L. Sarlo, and Kathleen F. Holton
Go to source
Wissenschaftliche Studie
P H Jansen, E M Joosten, J Van Dijck, A L Verbeek, and F W Durian
Go to source
Wissenschaftliche Studie
Albert Fields
Go to source
Wissenschaftliche Studie
Hubert Maisonneuve,corresponding author, Juliette Chambe, Chloé Delacour, Joris Muller, Fabien Rougerie, Dagmar M. Haller, and Michel Leveque
Go to source