Antriebslosigkeit: Was hilft dagegen?

Antriebslosigkeit: Was hilft dagegen?
Welches Supplement passt am besten zu mir?

Mach unser Quiz und finde es heraus

Kennst du das Gefühl von Antriebslosigkeit? Wenn du dich einfach nicht dazu aufraffen kannst deine Vorhaben zu erledigen? Und, obwohl du bereits ein schlechtes Gewissen hast und zwei Kaffee getrunken hast, um deine extreme Müdigkeit zu überwinden, schaffst du es nicht produktiv zu sein. Dabei handelt es sich ganz und gar nicht um Faulheit, denn du fühlst dich auch körperlich nicht gut. Du bist lustlos, ohne Energie, schlapp und erschöpft. Zudem können sich Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen bemerkbar machen.

Dieser Artikel hilft dir Antriebslosigkeit zu verstehen und mögliche Ursachen und Anzeichen zu erkennen. Zudem erwarten dich hilfreiche Tipps, um Antriebslosigkeit wieder in den Griff zu bekommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Antriebslosigkeit ist das Symptom einer Antriebsstörung und liegt meist einer anderen Erkrankung zugrunde.
  • Die Ursachen können stark variieren. Bei lang andauernden Symptomen wie extremer Müdigkeit, Konzentrationsschwächen oder Gleichgültigkeit sollte um ärztlichen Rat gebeten werden.
  • Da Antriebslosigkeit viele Gründe haben kann, sollte zuallererst die Kernursache identifiziert werden. Nur dann ist es möglich diesem Problem effektiv entgegenzuwirken.

Definition: Was ist Antriebslosigkeit?

Antriebslosigkeit ist das Symptom bei einer Antriebsstörung und kann im Zusammenhang mit verschiedensten Ursachen und Krankheiten auftreten. Antriebslosigkeit selbst wird nicht als Krankheit bezeichnet, sondern ist lediglich das Symptom anderer Grunderkrankungen.

Energielosigkeit, körperliche Erschöpfung, innere Unruhe, Schlafstörungen, oder auch emotionale Barrieren können sogar erste Anzeichen einer Depression sein. In Extremfällen zeigen verlieren Betroffene jegliche Initiative und zeigen keinerlei zielgerichtetes Verhalten. (Bildquelle: Vladislav Muslakov/ unsplash)

Unter Antrieb versteht man den Willen und die Fähigkeit zielorientiert und bewusst zu handeln. Bei der Antriebslosigkeit handelt es sich um eine psychologische Schwäche, die es dem Betroffenen nicht ermöglicht motiviert, energiegeladen und begeistert in den Tag zu starten.

Wird Antriebslosigkeit zu einem Dauerzustand ist es höchste Zeit dies anzuerkennen, mögliche Gründe zu identifizieren und aktiv dagegen zu steuern, bevor es zu spät ist.

Hintergründe: Was du über Antriebslosigkeit wissen solltest

Bevor wir dir zeigen, wie du Antriebslosigkeit entgegenwirken kannst, solltest du einige wichtige Hintergrundinformationen verstehen. In den folgenden Absätzen haben wir dir die häufigsten Fragen beantwortet.

Wer ist von Antriebslosigkeit betroffen?

Antriebslosigkeit kann in jedem Alter, vom Kleinkind bis zum Senioren, vorkommen. Auch Jugendliche und junge Erwachsene sind nicht ausgeschlossen. Grund dafür sind die vielfältigen Ursachen. So kann Antriebslosigkeit aufgrund eines Mangels aber auch in Zusammenhang mit einer Krankheit vorkommen.

Dennoch sind ältere Menschen und jene die von Demenz betroffen sind besonders anfällig. Sogar Tieren können an Antriebslosigkeit leiden. Beispielsweise können auch Hunde damit zu kämpfen haben.

Ab wann ist Antriebslosigkeit bedenklich?

Antriebslosigkeit kann vereinzelt vorkommen, ausgelöst durch emotionale oder psychische Belastungen. Sobald du aber dauerhaft damit zu kämpfen hast und bereits negative Auswirkungen in deinem Umfeld oder Leben bemerkst, ist es höchste Eisenbahn etwas dagegen zu unternehmen.

Schlafstörungen können ebenfalls zu dauerhafter Müdigkeit und einer geminderten Produktivität führen. Meist sind psychischer oder physischer Stress die Ursache. Bei dauerhaften Beschwerden sollten neben somatischen Ursachen auch Psychosoziale in Betracht gezogen werden. (5)

Wartest du die Anzeichen zu lange ab, kann das fatale folgen in allen Lebensbereichen haben. Bei extremer Ausprägung einer Antriebsstörung sind bereits alltägliche Dinge wie Einkaufen, Kochen, Zähneputzen eine große Herausforderung. Spätestens, wenn der Partner oder sogar die eigenen Kinder darunter leiden müssen, sollte um ärztlichen Rat gefragt werden. Erste Signale könnten weinen ohne Grund, unregelmäßige Ernährung oder ein starker Leistungsabfall im Job sein.

Wie bemerke ich Antriebslosigkeit?

Die Anzeichen der Antriebslosigkeit sind von Mensch zu Mensch verschieden. Wir haben für dich die häufigsten Symptome aufgelistet.

  • Lustlosigkeit
  • Erschöpfung
  • Gleichgültigkeit
  • Gereiztheit
  • Ängste
  • Traurigkeit
  • depressive Verstimmungen
  • Probleme beim Ein- und Durchschlafen
  • starke Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • leere im Kopf
  • Libidoverlust

Wenn mehrere dieser Anzeichen auf dich zutreffen, solltest du definitiv etwas an deiner derzeitigen Situation verändern. Weiters kann Antriebslosigkeit auch in Kombination mit Gewichtszunahme, einem Reizdarm oder Zittern vorkommen.

Welche Ursachen hat Antriebslosigkeit?

Antriebslosigkeit kann aufgrund verschiedenster Ursachen vorkommen. Diese haben wir in vier Unterthemen kategorisiert.

  1. körperliche Ursachen
  2. hormonelle Ursachen
  3. psychische Ursachen
  4. Umwelteinflüsse

1. Welche körperlichen Ursachen gibt es?

Bei dauerhafter Antriebslosigkeit liegt häufig eine andere Grunderkrankung vor. So können ADHS-Betroffene, Schlaganfall-Patienten oder auch Personen mit Tumorleiden sowie Parkinson-Erkrankte an Antriebslosigkeit leiden. Weitere physiologische Ursachen sind in der folgenden Tabelle aufgelistet.

körperliche Ursache Erklärung
Stoffwechselerkrankung Bei Stoffwechselerkrankungen können Getränke und Lebensmittel nicht richtig verdaut werden, da ein wichtiges Enzym defekt ist. Es können sowohl nur ein, als auch mehrere Stoffwechselwege gestört sein. Eine der bekanntesten Stoffwechselerkrankungen ist die Schilddrüsenunterfunktion. Neben Abgeschlagenheit können Übelkeit, Durchfall, Konzentrationsstörungen, vermehrter Durst, Verdauungsprobleme, unerwünschte Gewichtszunahme oder Magen-Darm Krämpfe Indikatoren für eine Stoffwechselerkrankung sein.
Diabetes Diabetes ist ebenfalls eine Stoffwechselerkrankung die oftmals mit Depressionen und somit auch Antriebslosigkeit in Verbindung steht. Diabetes-Erkrankte leiden doppelt so häufig an depressiven Verstimmungen wie gesunde Menschen. Zum einen können die Herausforderungen wie das ständige Messen, Spritzen oder die Angst vor einer Unterzuckerung auf die Psyche gehen. Zum anderen ist bekannt, dass Depressive eher dazu neigen an Diabetes zu erkranken, da sie weniger auf ihre Ernährung, regelmäßigen Sport und sich selbst achten.
Nährstoffmangel Ein Nährstoffmangel kommt meist aufgrund einer Mangelernährung vor. Dabei werden wichtige Vitamine und Nährstoffe in zu geringen Mengen aufgenommen. Gängige Defizite bei Antriebslosigkeit sind Eisenmangel, Vitaminmangel, insbesondere Vitamin B12, zu wenig Folsäure oder Jodmangel. So können eine dauerhaft zu geringe oder fehlende Aufnahme von Eisen, Folsäure und Vitamin B12 zu einer Blutarmut führen. Dadurch wird wiederum zu wenig Sauerstoff in den Körper transportiert und somit fällt auch die Leistungsfähigkeit ab. Ein Mangel an Vitamin B-12 wird oft mit kognitiven Schwächen assozieiert. Insbesondere ältere Menschen sollten auf eine hohe Vitamin-B-12 Zufuhr achten. (3)
Erkrankungen des Gehirns Schlaganfälle, Demenz oder eine Hirnhautentzündung können ebenfalls Ursachen für Antriebslosigkeit sein.

2. Welche hormonelle Ursachen gibt es?

Wechseljahre

Eine Umstellung des Hormonhaushalts und somit der Hormonproduktion kann sich negativ auf die Stimmung auswirken. Die Östrogen und Progesteron Produktion wird eingeschränkt, was zu einem andauernden Stimmungstief führen kann.

Zyklus

Während unserem Menstruationszyklus durchleben wir verschiedene Phasen, die sich meist auch auf unsere Stimmung auswirken. Die erste Zyklushälfte wird auch als Follikel-Phase bezeichnet, in der vermehrt Östrogen produziert wird, das stimmungsaufhellende Hormon. Auch rund um den Eisprung fühlen sich Frauen energiegeladen und einfach nur wohl. In der zweiten Zyklushälfte flacht der Östrogenspiegel ab und Progesteron wird zunehmend produziert. Oftmals treten zu dieser Zeit Müdigkeit, Stimmungsschwankungen oder Gereiztheit auf.

Bei der Menstruation fällt die Hormonproduktion beider Hormone und kann die Symptome der zweiten Zyklushälfte sogar noch verstärken. Natürlich gilt auch hier, das Ausmaß der Stimmungsschwankungen ist von Person zu Person verschieden. Bei Frauen, die die Pille nehmen, können diese auch vollkommen ausbleiben. Studien zeigten, dass die Stimmungsschwankungen sehr von dem Allgemeinbefinden der Frauen abhängen. So zeigen extrem grüblerische und ängstliche Frauen eine höhere Gereiztbarkeit in der zweiten Zyklushälfte. (4)

Pille

Die Pille beeinflusst den Hormonhaushalt durchaus stark. Nicht jede Frau reagiert gleich auf jede Pille. Fest steht jedenfalls, dass die Pille zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Libidoverlust und sogar zu Depressionen sowie einem erhöhten Suizidrisiko führen kann. Die genauen möglichen Nebenwirkungen der Pille werden im Beipackzettel beschrieben. (2)

Hormone

Die Anwendung hormoneller Verhütung, insbesondere bei Jugendlichen, wurde mit der späteren Einnahme von Antidepressiva und der Erstdiagnose einer Depression in Verbindung gebracht. Dies lässt auf eine Depression als mögliche unerwünschte Wirkung der hormonellen Verhütung schließen. (Bildquelle: Reproductive Health Supplies Coalition/ uns-lash) (2)

3. Welche psychischen Ursachen gibt es?

Antriebslosigkeit kann das Vorzeichen einer psychischen Erkrankung, wie einer Psychose, einer Depression oder einem Burnout sein. Dabei fühlt sich eine Person zunehmend überfordert und glaubt ihre Aufgaben nicht mehr zufriedenstellend erfüllen zu können. Die die Betroffenen fühlen sich mit ihrem Leben zunehmend überwältigt und benötigen außenstehende Hilfe.

Treffen die folgenden Kriterien auf dich zu, könnte es sich um eine psychische Ursache handeln.

  1. Gereiztheit und depressive Verstimmungen über einen längeren Zeitraum
  2. schwindendes Interesse an Familie, Freunden, und Umwelt
  3. mangelnde Freude, Leidenschaft und Begeisterung für Hobbys
  4. eventuell Selbstmordgedanken
  5. Libidoverlust
  6. Gewichtszunahmen
  7. Schlafstörungen

Treffen diese Kriterien auf dich zu, solltest du das mit deinem Hausarzt besprechen und dich über weitere Schritte informieren.

4. Welche Umwelteinflüsse können eine Rolle spielen?

Das tagtägliche Umfeld, Umwelteinflüsse und der Lebensstil können Antriebslosigkeit verursachen. Die folgende gibt Tabelle gibt dir einen guten Überblick über verschiedene Faktoren.

Ursache Erklärung
Schlafstörung Ein- und Durchschlafstörungen kennt vermutlich jeder. Treten diese über einen längeren Zeitraum auf, fehlt dem Körper wertvolle Regenerationszeit. Somit können diese zu extremer Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen und Antriebslosigkeit führen.
Ernährung Abwechslung und eine ausgewogene Ernährung versorgen dich im Normalfall mit fast allen Stoffen die der Körper benötigt. Bei stark einseitigen Ernährungen, was auch bei Diäten der Fall sein kann, kommt es oftmals zu Nährstoffmängel. Diese können sich ebenfalls durch Abgeschlagenheit und Energielosigkeit bemerkbar machen.
Bewegungsmangel Sport bringt unseren Kreislauf in Schwung, kurbelt unsere Verdauung an und dadurch schütten wir Glückshormone aus. Wer sich wenig bewegt fühlt sich häufig schlapp.
Jahreszeiten Sogar Jahreszeiten können Antriebslosigkeit verursachen. Vielleicht hast du schonmal vom Winterblues oder der Winterdepression gehört die nur im Herbst oder Winter auftritt.
andauernder, extremer Stress Wenn wir kurzzeitig unter Stress stehen, ist das für unseren Körper im Normalfall kein Problem. Im Gegenteil, dadurch kann sich sogar unser Fokus verbessern und unsere Leistung steigern, solange er nicht zum Dauerzustand wird. Fehlen die Erholungsphasen ist der Körper überlastet und fährt auf Sparflamme, was zu gesundheitlichen und psychischen Folgen führen kann. Der Stress kann sowohl bei der Arbeit/ im Studium entstehen, als auch durch eine belastende Beziehung ausgelöst werden.

Antriebslosigkeit: Was kann ich dagegen unternehmen? Ab wann benötige ich professionelle Hilfe?

Beachte die folgenden Tipps, um Antriebslosigkeit entgegenzuwirken oder vorzubeugen und zu erkennen ab wann professionelle Hilfe benötigt wird.

Wie kann ich Antriebslosigkeit entgegenwirken?

Wie bereits beschrieben kann Antriebslosigkeit verschiedenste Ursachen haben. Plagst du dich nur selten oder erst seit kurzem mit Antriebslosigkeit werden dir die folgenden Tipps bestimmt helfen.

Tipp 1: Beuge Antriebslosigkeit vor

Bringe Abwechslung in dein Leben. Bei vielen einseitige Aktivitäten oder einer eingeschränkten Ernährung fehlt oft der Ausgleich.

  1. Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung: Dein Körper benötigt tagtäglich Energie, Vitamine, Mineralien und Nährstoffe. Achte darauf wann und was du isst.
  2. Genügend Bewegung: Sport im Freien hebt nicht nur die Stimmung, sondern regt auch deinen Kreislauf und deinen Stoffwechsel an. Zudem hast du Zeit deine Gedanken neu zu ordnen und etwas Abstand von dem sonst so stressigen Alltag zu gewinnen.
  3. Entspannungsphasen: Dein Körper braucht Zeit um wieder Energie zu tanken. Beispielsweise eine kurze Yoga-Einheit, eine Meditation oder ein spannendes Buch können dem Körper helfen runterzufahren.

Tipp 2: Erkenne, dass du mit Antriebslosigkeit zu kämpfen hast

Sich einzugestehen, dass etwas nicht stimmt, oder dass man ein Problem hat spielt eine zentrale Rolle. Erst dann bist du offen für neue Lösungsansätze und kannst aktiv etwas gegen Antriebslosigkeit unternehmen.

Außerdem kann es helfen über Antriebslosigkeit zu sprechen und deine Gedanken aufzuschreiben, um dich wieder positiv zu Polen.

Tipp 3: Überdenke deinen Lebensstil

Für einen Gesunden Lebensstil gilt es folgende Aspekte zu beachten. Einige werden dir bereits bekannt vorkommen.

  • Erholsamer Schlaf: Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen, die sich auf das Gemüt, die Konzentration und die Leistungsfähigkeit schlagen können. Falls du an Schlafproblemen leidest, versuch herauszufinden woran das liegt. Beispielsweise, ein zu hoher Kaffeekonsum oder erst spät zu Abend essen.
  • Entspannungsphasen: Wie bereits erwähnt braucht der Körper Zeit zum Runterfahren. Schnapp dir ein Buch, mach Yoga oder hör dir eine Meditation an. (1)
Yoga

Yoga verbindet Geist und Körper und wird sogar als ergänzende Behandlungsoption für Patienten mit depressiven Störungen eingesetzt. (Bildquelle: Stephanie Greene/ unsplash) (1)

  • Ausgewogene Ernährung: Allgemein wird empfohlen täglich fünf Portionen Obst und Gemüse, sowie Milch- und Vollkornprodukte zu sich zu nehmen. Das Gemüse sollte nicht zu lange gedünstet werden, ansonsten gehen wertvolle Vitamine verloren. Auch Eier und Fleisch beinhalten wertvolle Nährstoffe. (3)
  • Gesunde Beziehungen: Sogar dauerhafter emotionaler Stress kann zu Antriebslosigkeit führen. Dabei kann es helfen eine Mindmap mit allen Personen in deinem Leben zu machen, du bist der Mittelpunkt. Füge zu jeder Person, die dich emotional plagt ein Symbol hinzu. Versuche deine Konflikte mit diesen Personen zu lösen.
  • Bewegung: Dieser Punkt wurde bereits erwähnt. Bewege dich ausreichend um frischer, energiegeladener und motivierter in den Tag zu starten.

Tipp 4: Defizite die Antriebslosigkeit hervorrufen können

Ein Mangel an Vitalstoffen kann Antriebslosigkeit auslösen. Achte darauf genügend der folgenden Nährstoffe zu dir zu nehmen. Bei Antriebslosigkeit, Schlappheit und Müdigkeit kann ein Mangel der folgenden Nährstoffe die Ursache sein:

  • Eisen: Eisenmangel ist ein relativ bekanntes Gesundheitsproblem, dass oft unentdeckt bleibt. Anzeichen können neurologische und psychopathologische Probleme wie Konzentrationsstörungen oder Müdigkeit sein. Weiters ist Eisen an vielen wichtigen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. (6)
  • Vitamin D: Ein Vitamin D Mangel wird ebenfalls mit vermehrter Müdigkeit, vor allem bei Patienten mit SLE in Verbindung gebracht. Deshalb ist eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr essenziell. (7)
  • Vitamin B (B6, B12): Vitamin B12 ist eines der essenziellen Vitamine, das verschiedene Systeme im Körper beeinflusst, darunter auch das zentrale Nervensystem. Weiters spielt es im Stoffwechsel des Nervensystems eine große Rolle. Kinder im Alter von null bis achtzehn Jahren zeigen folgende Symptome bei einem Vitamin B12 Mangel: Synkope, Schwindel, Kribbelgefühl, Sehstörungen, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen. Nach einer Vitamin B12 Supplementierung konnten sich diese Symptome bereits nach einem Monat verbessern. (8) Folsäure zählt ebenfalls zu der Vitamin B Gruppe und ist für die Regeneration und Neubildung von Zellen und Blut ausschlaggebend. Außerdem sind Vitamin B12, B6 sowie B2 am Homocystein-Abbau beteiligt.

Tipp 5: Welche natürlichen Mittel können helfen?

Neben den oben genannten Tipps kann natürlich auch TCM (traditionelle chinesische Medizin), Homöopathie, Schüssler Salze oder Globuli ergänzend eingesetzt werden. Ätherische Öle und Johanniskraut können ebenfalls eine positive Wirkung haben.

Ab wann benötige ich professionelle Hilfe?

Wenn die oben genannten Tipps nichts helfen, handelt es sich um einen komplexeren Grund. Dieser kann sehr stark variieren, weshalb die grundlegende Ursache identifiziert werden muss. Beispielsweise kann es sich um eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine andere körperliche Ursache handeln. Genauso gut kann länger, andauernder Stress und ein fehlender Ausgleich die Ursache sein.

Solltest du bereits an Vorerkrankungen leiden oder mit depressiven Verstimmungen kämpfen, nimm professionelle Hilfe in Anspruch.

Insbesondere, wenn du bereits seit längerem mit Symptomen der Antriebslosigkeit zu kämpfen hast oder sich negative Auswirkungen in deinem Umfeld bemerkbar machen. So kann gezielt die eigentliche Ursache behandelt werden und du wirst dich in kurzer Zeit wieder besser fühlen.

Fazit

Antriebslosigkeit kann vielerlei Gründe haben. Es ist wichtig zuallererst die Hauptursache zu identifizieren. Sollte ein gesünderer Lebensstil nach weiteren zwei bis drei Wochen keine Verbesserung zeigen, muss professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Ist das Kernproblem erstmal identifiziert, kann eine gezielte Behandlung oder Therapie verschrieben werden. Dauerhafte Antriebslosigkeit taucht oftmals als Begleiterscheinung einer anderen Grunderkrankung, wie einer Schilddrüsenunterfunktion, oder einer psychischen Krankheit auf.

Schlussendlich ist der wohl wichtigste Schritt, sich einzugestehen, dass man ein Problem hat und Hilfe benötigt. Ignoriert man diese Anzeichen weiterhin kann das negative Folgen in allen Lebensbereichen mit sich ziehen. Du bist der Gestalter deines Lebens und kannst jederzeit etwas daran ändern.

Einzelnachweise

  1. Cramer H, Lauche R, Langhorst J, Dobos G. Yoga for depression: a systematic review and meta-analysis. Depress Anxiety. 2013;30(11):1068-1083. doi:10.1002/da.22166
  2. Skovlund CW, Mørch LS, Kessing LV, Lidegaard Ø. Association of Hormonal Contraception With Depression [published correction appears in JAMA Psychiatry. 2017 Jul 1;74(7):764]. JAMA Psychiatry. 2016;73(11):1154-1162. doi:10.1001/jamapsychiatry.2016.2387
  3. Smith AD, Refsum H. Vitamin B-12 and cognition in the elderly. Am J Clin Nutr. 2009;89(2):707S-11S. doi:10.3945/ajcn.2008.26947D
  4. Welz A, Huffziger S, Reinhard I, Alpers GW, Ebner-Priemer U, Kuehner C. Anxiety and rumination moderate menstrual cycle effects on mood in daily life. Women Health. 2016;56(5):540-560. doi:10.1080/03630242.2015.1101739
  5. Keel P. Müde und gereizt ohne ersichtlichen Grund - Differenzialdiagnose und praktisches Vorgehen bei Zeichen von Erschöpfung [Unexplained fatigue and irritability - differential diagnosis and practical procedures for signs of exhaustion]. Praxis (Bern 1994). 2014;103(19):1117-1122. doi:10.1024/1661-8157/a001781
  6. Wurzinger B, König P. Eisenmangel, Müdigkeit und Restless-Legs-Syndrom [Iron deficiency, Fatigue and Restless-Legs-Syndrome]. Wien Med Wochenschr. 2016;166(13-14):447-452. doi:10.1007/s10354-016-0497-3
  7. Nguyen MH, Bryant K, O'Neill SG. Vitamin D in SLE: a role in pathogenesis and fatigue? A review of the literature. Lupus. 2018;27(13):2003-2011. doi:10.1177/0961203318796293
  8. Serin HM, Arslan EA. Neurological symptoms of vitamin B12 deficiency: analysis of pediatric patients. Acta Clin Croat. 2019;58(2):295-302. doi:10.20471/acc.2019.58.02.13
Zurück zum Blog
Vorheriger Beitrag

Nächster Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.