Wirkung von Kurkuma: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wirkung von Kurkuma: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Seit Jahrhunderten verwenden Menschen Kurkuma zu medizinischen und kosmetischen Zwecken. Die Kurkumawurzel hat eine intensive gelb-orange Farbe und wird sowohl als Gewürz, als auch als Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Wer Kurkuma zu sich nimmt, isst, lebt gesünder und kann auch noch Krankheiten bekämpfen - so heißt es zumindest.

In diesem Artikel haben wir dir Informationen rund um das Thema der Wirkung von Kurkuma zusammengestellt und uns gefragt, was es wirklich damit auf sich hat. Dazu erklären wir dir unter anderem in welchen Bereichen Kurkuma wirkt, in welcher Form du Kurkuma einnehmen kannst und was du bei der Einnahme beachten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kurkuma, auch Gelbwurz oder Gelbwurzel genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse. Kurkuma wird nicht nur dem indischen Curry als Gewürz beigemengt, sondern ist seit Tausenden von Jahren Bestandteil der traditionellen asiatischen und indischen Medizin. Wenn von dem Wundermittel Kurkuma die Rede ist, wird meistens der Farbstoff Curcumin gemeint.
  • Die Einnahme von Kurkuma kann in Pulver-, Kapsel-, oder Tablettenform erfolgen. Der Wirkstoff Curcumin wirkt entzündungshemmend, immunstärkend und hat viele positive Auswirkungen auf Krankheitspräventionen und -verläufe. Auch beim Abnehmen kann die Einnahme von Kurkuma unterstützend sein.
  • Viele wissenschaftliche Studien basieren auf Zell- und Tierversuchen, konnten jedoch noch nicht auf Humanstudien übertragen werden. Demnach gibt es zwar viele Studien, die die Wirksamkeit von Kurkuma bei Krankheiten bestätigen, jedoch nicht zwangsläufig bei Menschen.

Definition: Was ist Kurkuma?

Kurkuma, auch Gelbwurz oder Gelbwurzel genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse. Sie schmeckt allerdings nicht so scharf wie Ingwer, sondern eher mild-würzig und leicht bitter.

Kurkuma Knolle

Die Kurkuma Knolle ähnelt äußerlich sehr stark der Ingwer Knolle. Im Gegensatz zu ihr verleiht der Wirkstoff Curcumin der Kurkuma Knolle jedoch eine intensiv gelb-orange Farbe. Auch im Geschmack unterscheidet sie sich stark vom Ingwer. (Bildquelle: Unsplash / FOODISM360)

Sie stammt ursprünglich aus Indien und Südostasien und benötigt ganzjährig Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad sowie ausreichend Niederschlag. Wie beim Ingwer ist auch beim Kurkuma das Interessante die Wurzel. Aus ihr wird Kurkuma Pulver gemacht. Die orange Farbe der Wurzel entsteht durch den Farbstoff Curcumin.

Kurkuma wird nicht nur dem indischen Curry als Gewürz beigemengt, sondern ist seit Tausenden von Jahren Bestandteil der traditionellen asiatischen und indischen Medizin. Kurkuma ist somit eine jahrhundertealte Medizin, die zur Behandlung von vielen Krankheiten helfen soll.

Wenn von dem Wundermittel Kurkuma die Rede ist, wird meistens der Farbstoff Curcumin gemeint, mit dem die meisten Studien durchgeführt wurden.

Wirkung von Kurkuma: Was du wissen solltest

Im Folgenden haben wir die meist gestellten Fragen zum Thema der Wirkung von Kurkuma gesammelt und beantwortet. Dabei war es uns wichtig dir einen allumfassenden Einblick in das Thema zu geben, um mögliche Zweifel auszuräumen.

Welche Inhaltsstoffe stecken in Kurkuma?

Kurkuma enthält wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Selen und Zink. Auch enthalten sind Vitamin B1, B2 sowie Vitamin C. Da man Kurkuma jedoch nur in sehr kleinen Mengen zu sich nimmt, sind die aufgenommenen Nährstoffe eigentlich kaum relevant.

Der Vollständigkeit halber sind in den folgenden Tabellen jedoch die Nähr- und Vitalstoffe von Kurkumapulver pro 5 g angegeben, da diese Menge der täglichen Verzehrmenge noch am nächsten kommt.

Nährwerte Nährwerte pro 5 g Kurkumapulver
Brennwert 74,55 kJ / 17,8 kcal
Kohlenhydrate 2,91 g
davon Zucker 2,88 g
Fett 0,5 g
Protein 0,39 g
Ballsasstoffe 0,33 g
Vitamin Vitamine pro 100g Kurkuma
Vitamin C 1,3 mg
Vitamin B1 0,007 mg
Vitamin B2 0,91 mg
Mineralstoff Mineralstoff pro 100g Kurkuma
Kalium 126 mg
Magnesium 9,6 mg
Calcium 9,1 mg
Natrium 2 mg

Für die intensive Farbe von Kurkuma sind Curcumin und andere Curcuminoide verantwortlich. Zudem enthält Kurkuma ein ätherisches Öl, das hauptsächlich aus Zingiberen, Curcumol und Tumeron besteht.

Gegen was kann die Einnahme von Kurkuma helfen?

Seit tausenden Jahren wird Kurkuma nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel eingesetzt. Curcumin gilt dabei als hauptsächlicher Wirkstoff in der Kurkumawurzel, der gesundheitsfördernde und auch heilende Eigenschaften und Wirkungen haben soll.

Kurkuma wirkt entzündungshemmend

Kurkuma wirkt antientzündlich und antioxidativ. Verantwortlich dafür ist der Inhaltsstoff Curcumin, der unter anderem die Enzyme Zyklooxygenase, Lipoxygenase und proinflammatorische Zytokine hemmt. Curcumin wird daher oft zur Prävention von Krankheiten eingesetzt und kann das Immunsystem stärken (1).

Einige Studien vergleichen die Wirksamkeit von Curcumin sogar mit entzündungshemmenden Arzneimitteln (2).

Reines Kurkumapulver enthält jedoch gerade mal drei Prozent Curcumin. Um optimale gesundheitsfördernde und medizinische Effekte zu erzielen ist es sinnvoll Curcuminextrakt zu verwenden.

Kurkuma kann das Risiko für Gehirnerkrankungen senken

Eine Besonderheit des Curcumin ist, dass es die Blut-Hirn-Schranke passieren kann und daher auch im Gehirn seine entzündungshemmende Wirkung zeigen kann.

Nervenzellen im Gehirn können sich neu vernetzen und sogar vermehren. Ausschlaggebend für diese Vermehrung ist der Wachstumsfaktor BDNF (Brain-derived Neutrotrophic Factor). Einige Funktionsstörungen im Gehirn, wie zum Beispiel die Erkrankung an Depression oder an Alzheimer, konnte in wissenschaftlichen Studien mit einem verminderten Gehalt an BDNF in Verbindung gebracht werden (3).

Studien zeigen, dass das in Kurkuma enthaltende Curcumin die Konzentration des Wachstumsfaktors BDNF erhöhen kann. Curcumin kann somit wirkungsvoll Erkrankungen des Gehirns und altersbedingte Einschränkungen der Gehirnfunktion verzögern oder sogar abwenden (4,5">.

Allerdings sind weitere Studien der Wirkung von Curcumin im Gehirn notwendig, um die heilende Wirkung bei zum Beispiel Alzheimer wirklich wissenschaftlich bestätigen zu können (6).

Kurkuma kann das Risiko für Herzerkrankungen verringern

Herzerkrankungen sind sehr komplex und werden durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst. Es zeigte sich, dass Curcumin aufgrund seiner entzündungshemmenden, antioxidativen, antithrombotischen und Herz-Kreislaufstärkenden Wirkung, das Risiko für Herzerkrankungen sowie den Cholesterinspiegel senken kann (7).

Zudem stärkt Curcumin die Funktionsfähigkeit des Endothels am Herzen. Dabei handelt es sich um eine Gefäßbeschichtung, die den Stoffaustausch zwischen dem Blut und den Gefäßen reguliert. Eine verringerte Funktion kann die Hauptursache für Herzerkrankungen sein. Durch seine endothelstärkende Wirkung verringert Curcumin das Risiko von Herzerkrankungen (8).

In einer 2018 durchgeführten Studie konnte außerdem herausgefunden werden, dass die Herzschädlichkeit von Diabetesmedikamenten bei der zusätzlichen Gabe von Curcumin reduzieren werden konnte (9). So eignet sich Curcumin perfekt als Begleittherapie zu üblichen medikamentösen Diabetestherapien.

Kurkuma zum Schutz vor Krebserkrankungen

Das in Kurkuma enthaltene Curcumin kann auch bei Krebserkrankungen helfen. So soll es die Entstehung, das Wachstum und die Streuung von Krebszellen beeinflussen. Studien zeigen, dass Curcumin das Wachstum von Blutgefäßen und Metastasen hemmen kann und zum Absterben von Krebszellen beiträgt (10,11).

Auch wenn bisherige Studien vielversprechend sind, sind weitere Forschungen notwendig, um die Einsetzbarkeit von Curcumin gegen Krebs sicher festzustellen.

Weitere Einsatzgebiete von Kurkuma

Neben den bereits beschriebenen Gebieten zeigt Kurkuma seine Wirkung auch in vielen weiteren Feldern:

  • Arthritis/Arthose (12,13)
  • Diabetes Prävention (14)
  • Lungenerkrankungen (15,16)
  • Magen- und Darmbeschwerden (Blähungen, Verdauungsprobleme)
  • Augenkrankheiten (17)
  • Migräne (18)
  • Zahnpflege

Wie wird Kurkuma eingenommen?

Kurkuma kann als Pulver (Gewürz) oder in Form von Tabletten und Kapseln gekauft und eingenommen werden.

Kurkuma Pulver

Die größte Verbreitung hat sicherlich das Kurkuma Pulver, welches zum Würzen von Speisen verwendet wird. Es lässt sich sehr vielfältig zu pikanten und auch süßen Speisen mischen, da der Geschmack sehr dezent ist. Zudem kann eine regelmäßige Einnahme schon teilweise eine schützende Funktion vor vielen Krankheiten herbeiführen.

Allerdings wird los gekauftes Pulver oft gestreckt und verfärbt schon beim geringsten Kontakt Gegenstände und Haut. Zudem ist der Curcumingehalt im Kurkuma Pulver nur sehr gering und man müsste mehrere Löffel am Tag verteilt zu sich nehmen, um auf die empfohlene Dosis von 400 mg Curcumin zu kommen.

Kurkuma Pulver

Oft wird Kurkuma Pulver zum Kochen von Currys oder ähnlichem verwendet. Bei der Verwendung ist allerdings Vorsicht gefragt, da das Pulver Gegenstände unwiderruflich einfärben kann. (Bildquelle: Pixabay / Steve Buissinne)

Kurkuma Pulver ist demnach besonders für Menschen geeignet, die in den Genuss einiger Gesundheitsvorteile von Kurkuma kommen wollen. Der Schwerpunkt beim Pulver liegt eher beim Kulinarischen und auf einer gesunden und natürlichen Ernährung.

Kurkuma Kapseln

Kapseln erleichtern die regelmäßige Einnahme, da sie geschmacksneutral zu jedem Essen eingenommen werden können. Es gibt dabei viele verschiedene Anbieter am Markt, die sich in ihren Rezepturen, Dosierungen, veganen oder tierischen Kapselhüllen, Preisen und vor allem Qualitäten unterscheiden.

Außerdem kann man Präparate wählen, denen hochdosiertes Curcumin und Piperin beigefügt wurde, was die Wirksamkeit um ein Vielfaches erhöht.

Der Nachteil dieser Art ist allerdings, dass es kaum Produkte mit Qualitätsnachweis gibt und gut dosierte Bio-Produkte kaum vertreten sind. Zudem können Kapseln oft teuer sein, als das Gewürzpulver.

Piperin aus dem Pfeffer sorgt für eine erhöhte Resorption von Curcumin. Da Curcumin fettlöslich ist, kann es normalerweise nur schlecht vom Verdauungsapparat aufgenommen werden.

Kurkuma Tabletten

Tabletten sind, genau wie Kapseln, leicht einzunehmen. Jedoch werden für die Herstellung des gepressten Pulvers immer Zusatzstoffe, wie Füll- und Trennmittel, verwendet.

Diese unnötigen, potenziell ungesunden Zusatzstoffe stehen im Widerspruch mit dem gesundheitlichen Effekt des Kurkumas, wodurch Tabletten eher selten die Wahl sind.

Auf was sollte bei der Verwendung von Kurkuma geachtet werden?

Bei der Einnahme von Kurkuma als Nahrungsergänzungsmitteln sollte stets die Dosierungsempfehlung der Hersteller berücksichtigt werden. Generell wird zu 1,5 - 3 g Kurkuma täglich geraten. In Pulverform sollte 0,5 bis 1 g mehrmals am Tag zwischen den Mahlzeiten verzehrt werden.

Schwangere und Stillende sollten ganz auf Nahrungsergänzungsmittel mit Kurkuma verzichten. Gegen die Nutzung von Kurkuma als Gewürz ist jedoch nichts einzuwenden.

Kurkuma beziehungsweise Curcumin wird in reiner Form schlecht über den Darm aufgenommen und vom Körper wieder schnell ausgeschieden. Daher werben einige Hersteller mit einer besonders guten Bioverfügbarkeit der Produkte durch den Zusatz von zum Beispiel schwarzem Pfeffer (Piperin).

Drei Bestandteile sind somit bei der Auswahl von hochdosierten Kurkuma Kapsel besonders wichtig:

  • natürliches Kurkuma Pulver,
  • Curcumin (Extrakt)
  • Piperin (Schwarzer Pfeffer)

Personen, die an Gallensteinen leiden, sollten auf die Einnahme von Kurkuma-Extrakten verzichten, da diese die Gallensaftproduktion und -abgabe fördern können.

Wie ist die Wirkung von Kurkuma bei Hunden?

Auch für Hunde kann Kurkuma viele positive Wirkungen haben. Anwendungsgebiete hierbei sind:

  • Wirkung auf Verdauung
  • Curcumin regt Gallenfluss an und hilft bei Durchfall
  • lindert Entzündungen im Darm und in Gelenken und Infektionen

Für Hunde gibt es Kurkuma dabei auch in verschiedenen Darreichungsformen. So gibt es eine Kurkumapaste oder Kurkuma Kapseln speziell für Hunde. Auch die Kurkumawurzel kann gedünstet leicht unter das Futter beigeben werden. Allerdings ist auch hier der Curcumin-Gehalt so gering, dass die Wirkung kaum merkbar wäre.

Wichtig ist jedoch, dass Hunde keine Kurkuma-Nahrungsergänzungsmittel für Menschen erhalten, da diese Produkte häufig Polysorbat 80 enthalten, was bei dem Hund zu einem pseudoallergischen Schock führen kann.

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Kurkuma auftreten?

Grundsätzlich treten bei Einhaltung der Dosierungen keine Nebenwirkungen auf. Jedoch können je nach individueller Empfindlichkeit, Art des Extraktes oder bei Überdosierungen unerwünschte Wirkungen auftreten. Auch bei Verunreinigungen oder Verwendung von Zusatzstoffen im Präparat kann es zu Nebenwirkungen kommen.

Dazu gehören Blähungen, Sodbrennen, Durchfall, Übelkeit oder Schmerzen im Verdauungstrakt. Auch ein trockener Mund oder allergische Hautreaktionen können auftreten. Wer an Gallensteinen oder Leberkrankheiten leidet, sollte auf Kurkuma verzichten. Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können nicht ausgeschlossen werden.

Zur Dosierung, Anwendung und unerwünschten Effekten sollte sich unbedingt Rat in der Apotheke geholt werden.

Zudem enthält Kurkuma etwa 2 % Oxalsäure, die auch in vielen anderen Obst- und Gemüsesorten zu finden ist. Eine zu hohe Aufnahme der Oxalsäure kann zu Nierensteinen führen (19). Rhabarber, Spinat, Mangold, Rote Beete, Nüsse, Kakao und schwarzer Tee enthalten ebenfalls einen hohen Oxalsäure-Wert, weswegen sie nicht in großen Mengen verspeist werden sollten, während der Einnahme von Kurkuma Präparaten.

Kann Kurkuma beim Abnehmen helfen?

Wer abnehmen möchte, der muss natürlich in erster Linie auf gesunde, ausgewogene Ernährung und Sport achten. Kurkuma allein lässt die Pfunde nämlich nicht purzeln.

Jedoch konnte nachgewiesen werden, dass Kurkuma dich beim Abnehmen unterstützen kann, indem es die Fettverdauung ankurbelt (20). Curcumin sorgt dafür, dass mehr Gallenflüssigkeit produziert wird, die wiederum die Fettspaltung im Darm anregt.

Durch die angekurbelte Fettverdauung kann Kurkuma somit sehr förderlich beim Abnahmeprozess sein.

Was ist goldene Milch und was bringt sie?

Die goldfarbende Milch mit Kurkuma ist ein traditionell indisches Getränk, welches viele positive Aspekte mit sich bringt. Getrunken werden kann und sollte sie sogar täglich, wodurch das Immunsystem gestärkt wird und dabei hilft Krankheiten vorzubeugen.

Kurkuma Latte

Goldene Milch, oder auch Kurkuma Latte genannt, ist perfekt für einen guten Start in den Morgen. Sie stärkt die Abwerhrkräfte, wirkt entzündungshemmend und fördert die Fettverbrennung. (Bildquelle: Unsplash / Lucy Turner)

Neben (Pflanzen)Milch, Kurkuma und Ingwer, wird für die Zubereitung noch Zimt, Honig und Pfeffer verwendet. So haben viele Gewürze des Getränks entzündungshemmende Eigenschaften, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Kurkuma kann dabei bei Entzündungen, Leberprobleme oder Atemwegserkrankungen helfen (1,2,15,16">.

Die Verbindung von Kurkuma mit Zimt und Ingwer verringert zudem das Risiko bei Herzerkrankungen. Auch senkt die Goldene Milch den Blutzuckerspiegel, was bei der Behandlung von Diabetes hilfreich sein kann. Des Weiteren werden die Knochen gestärkt, die Gesundheit der Haut gefördert und ist gut für das Gehirn.

Welche Gegenmeinungen gibt es zur Wirksamkeit von Kurkuma?

Die Wirkung von Curcumin wurde in vielen Studien untersucht mit vielen positiven Ergebnissen ausgewertet. Das Problem ist jedoch, dass die meisten Studien untersuchten, ob und wie Curcumin in biologischen Tests, Zellkulturen oder in Tierversuchen wirkt. Zudem wurden oft extrem hohe Dosierungen verwendet, die beim Menschen weder über die Nahrung noch über Nahrungsergänzungsmittel erreicht werden können.

Der Stoffwechsel von Zellen und Menschen ist unterschiedlich, wodurch die Ergebnisse der Studien nicht direkt auf Menschen übertragbar sind.

Zudem reagiert Curcumin sehr unspezifisch mit vielen biologischen Molekülen, wodurch es bei Tests nach Wirkstoffen für Medikamente oft zu positiven Ergebnissen bei Curcumin kam. Bei weiteren Untersuchungen bestätigte sich diese erste Annahme dann jedoch wieder nicht.

Hinzu kommt, dass die Bioverfügbarkeit von Curcumin stark eingeschränkt ist. Curcumin ist schlecht wasserlöslich und wenig stabil. Daher werden nur sehr geringe Mengen aus dem Darm und in die Zellen aufgenommen. Ein großer Teil wird direkt wieder über den Darm und die Leber ausgeschieden. Für eine tatsächliche Wirkung müssten daher sehr große Mengen verzehrt werden, die wiederum zu Nebenwirkungen führen könnten.

Für genauere Erkenntnisse von Kurkuma speziell bei Menschen sind demnach erst weitere klinische Studien in verschiedenen Anwendungsbereichen nötig.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kurkuma als Nahrungsergänzungsmittel in vielen Bereichen nachweislich unterstützen kann. So wirkt es vor allem entzündungshemmend im Körper, kann Gehirn- und Lungenerkrankungen vorbeugen sowie bei Diabetes und Magen- und Darmbeschwerden helfen. Auch beim Abnehmen kann der Wirkstoff Curcumin unterstützen, indem er die Fettverdauung anregt.

Jedoch konnten viele dieser Wirksamkeiten bisher nur in Zell- oder Tierversuchen und nicht in Humanstudien nachgewiesen werden. Dadurch ist die wissenschaftliche Grundlage zu Curcumin zurzeit noch sehr dünn.

Da die Einnahme von Kurkuma in einer angemessenen Dosierung jedoch nicht schädlich ist und vielen, unabhängig von Studien, zu helfen scheint, solltest du für dich entscheiden, ob du dem Wundermittel Kurkuma eine Chance geben möchtest oder darauf verzichtest.

Einzelnachweise

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  2. Lal B, Kapoor AK, Asthana OP, et al. Efficacy of curcumin in the management of chronic anterior uveitis. Phytother Res. 1999;13(4):318-322. doi:10.1002/(SICI)1099-1573(199906)13:4<318::AID-PTR445>3.0.CO;2-7
  3. Heidi S. Phillips, Jeanne M. Hains, Mark Armanini, Gary R. Laramee, Steven A. Johnson, John W. Winslow, BDNF mRNA is decreased in the hippocampus of individuals with Alzheimer's disease, Neuron, Volume 7, Issue 5, 1991, Pages 695-702
  4. Ying Xu, Baoshan Ku, Lu Tie, Haiyan Yao, Wengao Jiang, Xing Ma, Xuejun Li, Curcumin reverses the effects of chronic stress on behavior, the HPA axis, BDNF expression and phosphorylation of CREB, Brain Research, Volume 1122, Issue 1, 2006, Pages 56-64
  5. Dong S, Zeng Q, Mitchell ES, Xiu J, Duan Y, Li C, et al. (2012) Curcumin Enhances Neurogenesis and Cognition in Aged Rats: Implications for Transcriptional Interactions Related to Growth and Synaptic Plasticity. PLoS ONE 7(2): e31211. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0031211
  6. Zhang L, Fiala M, Cashman J, et al. Curcuminoids enhance amyloid-beta uptake by macrophages of Alzheimer's disease patients. J Alzheimers Dis. 2006;10(1):1-7. doi:10.3233/jad-2006-10101
  7. Wongcharoen W, Phrommintikul A. The protective role of curcumin in cardiovascular diseases. Int J Cardiol. 2009;133(2):145-151. doi:10.1016/j.ijcard.2009.01.073
  8. Toborek M, Kaiser S. Endothelial cell functions. Relationship to atherogenesis. Basic Res Cardiol. 1999;94(5):295-314. doi:10.1007/s003950050156
  9. Jain A, Rani V. Curcumin-mediated effects on anti-diabetic drug-induced cardiotoxicity. 3 Biotech. 2018;8(9):399. doi:10.1007/s13205-018-1425-6
  10. Anand P, Sundaram C, Jhurani S, Kunnumakkara AB, Aggarwal BB. Curcumin and cancer: an "old-age" disease with an "age-old" solution. Cancer Lett. 2008;267(1):133-164. doi:10.1016/j.canlet.2008.03.025
  11. Ravindran, J., Prasad, S., & Aggarwal, B. B. (2009). Curcumin and cancer cells: how many ways can curry kill tumor cells selectively?. The AAPS journal, 11(3), 495–510. https://doi.org/10.1208/s12248-009-9128-x
  12. Panahi Y, Rahimnia AR, Sharafi M, Alishiri G, Saburi A, Sahebkar A. Curcuminoid treatment for knee osteoarthritis: a randomized double-blind placebo-controlled trial. Phytother Res. 2014;28(11):1625-1631. doi:10.1002/ptr.5174
  13. Rahimnia AR, Panahi Y, Alishiri G, Sharafi M, Sahebkar A. Impact of Supplementation with Curcuminoids on Systemic Inflammation in Patients with Knee Osteoarthritis: Findings from a Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Trial. Drug Res (Stuttg). 2015;65(10):521-525. doi:10.1055/s-0034-1384536
  14. Chuengsamarn S, Rattanamongkolgul S, Luechapudiporn R, Phisalaphong C, Jirawatnotai S. Curcumin extract for prevention of type 2 diabetes. Diabetes Care. 2012;35(11):2121-2127. doi:10.2337/dc12-0116
  15. Lelli D, Sahebkar A, Johnston TP, Pedone C. Curcumin use in pulmonary diseases: State of the art and future perspectives. Pharmacol Res. 2017;115:133-148. doi:10.1016/j.phrs.2016.11.017
  16. James C. Lee, Paul A. Kinniry, Evguenia Arguiri, Matthew Serota, Stathis Kanterakis, Shampa Chatterjee, Charalambos C. Solomides, Prashanthi Javvadi, Constantinos Koumenis, Keith A. Cengel, Melpo Christofidou-Solomidou; Dietary Curcumin Increases Antioxidant Defenses in Lung, Ameliorates Radiation-Induced Pulmonary Fibrosis, and Improves Survival in Mice. Radiat Res 1 May 2010; 173 (5): 590–601
  17. Peddada KV, Brown A, Verma V, Nebbioso M. Therapeutic potential of curcumin in major retinal pathologies. Int Ophthalmol. 2019;39(3):725-734. doi:10.1007/s10792-018-0845-y
  18. Bulboacă AE, Bolboacă SD, Bulboacă AC, et al. Liposomal Curcumin Enhances the Effect of Naproxen in a Rat Model of Migraine. Med Sci Monit. 2019;25:5087-5097. Published 2019 Jul 9. doi:10.12659/MSM.915607
  19. Minghua Tang, D Enette Larson-Meyer, Michael Liebman, Effect of cinnamon and turmeric on urinary oxalate excretion, plasma lipids, and plasma glucose in healthy subjects, The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 87, Issue 5, May 2008, Pages 1262–1267
  20. Di Pierro F, Bressan A, Ranaldi D, Rapacioli G, Giacomelli L, Bertuccioli A. Potential role of bioavailable curcumin in weight loss and omental adipose tissue decrease: preliminary data of a randomized, controlled trial in overweight people with metabolic syndrome. Preliminary study. Eur Rev Med Pharmacol Sci. 2015;19(21):4195-4202.
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