Menstruationsschmerzen: Die wichtigsten Fragen und Tipps zur Schmerzlinderung

Menstruationsschmerzen: Die wichtigsten Fragen und Tipps zur Schmerzlinderung

Für viele Mädchen und Frauen gehören die Menstruation und die damit eingehende Menstruationsschmerzen dem Alltag an. Ein ziehender Unterleib, spannende Brüste oder Rückenschmerzen sind nur wenige der Symptome, unter denen wir Frauen Monat für Monat leiden müssen. Doch wie kannst du effektiv die Menstruationsschmerzen stillen?

In diesem Artikel möchten wir dich über Menstruationsschmerzen aufklären und dir ein paar Tipps mit auf den Weg geben, damit du deine lästigen Menstruationsschmerzen lindern kannst. Denn du sollst dein Leben selbst bestimmen und nicht deine Menstruationsschmerzen dein Leben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Mädchen und Frauen leiden an Menstruationsschmerzen. Menstruationsschmerzen werden als krampfartige, ziehende Schmerzen im Unterleib wahrgenommen. Diese können sich wenige Tage vor der Blutung äußern und sind an den ersten Tagen der Menstruation am stärksten.
  • Menstruationsschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Bei unklaren Symptomen, Ausbleiben der Menstruation oder plötzlicher Veränderung der Blutung sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Es gibt unterschiedliche Lösungsansätze, um lästige Menstruationsschmerzen zu lindern. Vor allem eine gesunde, vitaminreiche und eisenhaltige Ernährung wirkt sich positiv auf die Schmerzen aus.

Definition: Was sind Menstruationsschmerzen?

Für die Menstruation gibt es unterschiedliche Begriffe wie zum Beispiel Monatsblutung, Periode, Regelblutung oder Menarche. Das sind einige umgangssprachliche Wörter, jedoch was ist eigentlich eine Menstruation? 1 Mal im Monat scheidet der weibliche Körper Blut mit Gebärmutterschleimhaut aus. Ein Menstruationszyklus dauert ca. 28 Tage. Dies variiert jedoch von Frau zu Frau.

unverpackte Tampons auf einem blauen Hintergrund

Jede Frau hat eine andere Schmerzempfindlichkeit. Primäre und sekundäre Menstruationsschmerzen werden unterschieden. (Bildquelle: Josefin/ unsplash)

Kurz vor aber auch während der Menstruation leidet fast jede vierte Frau an sogenannten Menstruationsschmerzen. In der Fachsprache werden diese auch Dysmenorrhoe bezeichnet. Frauen empfinden Menstruationsschmerzen als krampfartige Schmerzen im Unterbauch. Diese können in ihrer Stärke variieren. (1)

Zu unterscheiden sind die primären und die sekundären Menstruationsschmerzen. Während es sich bei sekundäre Menstruationsschmerzen um eine Erkrankung im weiblichen Körper handelt, haben primäre eine oftmals natürliche Ursache, vor allem bis zum Eintreten der Wechseljahre. Die genauen Hintergründe werden in weiterer Folge noch detailliert erklärt.

Hintergründe: Was du über Menstruationsschmerzen wissen solltest

Jede Frau und jeder Körper ist einzigartig und individuell, so auch deine Menstruationsschmerzen. Bevor wir dir Tipps zur Linderung von Menstruationsschmerzen mit auf den Weg geben, solltest du dir einige Hintergrundinformationen über deine Menstruation aneignen.

Die häufig gestellten Fragen haben wir dir in den nachfolgenden Absätzen beantwortet.

Warum habe ich Menstruationsschmerzen?

Prostaglandine sind mehrfach der Auslöser für die Schmerzen. Dieser Botenstoff unterstützt die Gebärmuttermuskulatur beim Ausscheiden der Schleimhaut während der Menstruation. Die Schleimhäute werden ausgeschieden, wenn die Eizelle nicht befruchtet wurde. Je nach Menge der freigesetzten Prostaglandine variiert das Schmerzempfinden. Die Botenstoffe entfachen die Wirkung jedoch nicht nur Zentral im Unterleib, sondern gelangen über die Blutbahn zu anderen Organen und verursachen dort zusätzliche Schmerzen.

Die primären Menstruationsschmerzen sind nicht auf eine Erkrankung zurückzuführen. Es gibt einige Ursachen, die zu Schmerzen führen können. Eingehend mit den primären Menstruationsschmerzen sind auch Schmerzen vor der Menstruation, sogenannte PMS, typisch. Auch eine früh einsetzende Periode im Alter von ca. 10 Jahren sowie ein geringes Körpergewicht (BMI unter 20) können für Menstruationsschmerzen ausschlaggebend sein.

Kommt dein Körper durch psychische Belastungen wie Stress oder Angst nicht zur Ruhe, kann sich das auf deine Schmerzen auswirken. Die Vererbung spielt bei dieser Art von Menstruationsschmerzen des Weiteren eine wesentliche Rolle. (2)

Die sekundären Menstruationsschmerzen können auf eine ernstzunehmende Erkrankung wie zum Beispiel Endometriose, Krebs, Myome oder Polypen hinweisen. Auch eine mögliche Entzündung der Geschlechtsorgane, der Eileiter oder verschiedene Verhütungsmittel können Schmerzen hervorrufen. Oftmals treten sekundäre Schmerzen erst nach Jahren auf.

In der Tabelle erklären wir dir, was die oben stehenden Begriffe bedeuten:

Erkrankung Erklärung
Endometriose Die Gebärmutterschleimhaut bildet sich außerhalb der Gebärmutter. Betroffene leiden unter Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr. Die Endometriose kann sich aber auch in anderen Organen wie zum Beispiel der Blase oder dem Darm bilden und dort zu erheblichen Schmerzen führen.
Myome und Polypen Die Gebärmutter hat eine Muskelschicht. In dieser Schicht bilden sich die Myome. Polypen hingegen bilden sich aus dem Schleimhautgewebe.
Krebs Es gibt unterschiedliche Arten des Krebses. Die gängigsten sind Gebärmutterhalskrebs oder Eierstockkrebs. Anzeichen können ein plötzlich lang anhaltender Zyklus sein oder brauner Ausfluss in den Wechseljahren sein.
Entzündungen der Geschlechtsorgane Die Scheide besitzt einen Schutzmechanismus. Ist dieser beeinträchtigt, kann es zu Entzündungen kommen.
Verhütungsmittel Vor allem die Spirale verursacht starke Menstruationsschmerzen. Dies variiert von Frau zu Frau. Menstruationsschmerzen sind für deinen Gynäkologen sehr entscheidend. Sie geben ihnen Auskunft über den Gesundheitszustand deiner Geschlechtsorgane und können bei einer Routineuntersuchung eine wichtige Rolle für deine Gesundheit spielen.

Wichtig ist, dass du mit deinem Gynäkologen sprichst, um den Schmerzen auf den Grund zu gehen und entsprechende Behandlungen in die Wege zu leiten.

Wie fühlen sich Schmerzen während der Menstruation an?

Es gibt keine allgemeine Definition, wie sich Schmerzen während der Periode anfühlen. Menstruationsschmerzen sind nicht klar definierbare Schmerzen. Das Schmerzempfinden einer jeden Frau ist unterschiedlich. Während bei manchen Frauen die Schmerzgrenze sehr hoch liegt, empfinden mache den Schmerz schon bei leichter Erhöhung als sehr schmerzhaft.

Vor allem aber werden Menstruationsschmerzen als ziehend bis krampfartig beschrieben. Diese sind entweder von kurzer Dauer oder die Intensität lässt nur sehr langsam nach.

Welche Beschwerden können bei Menstruationsschmerzen auftreten?

Beschwerden während der Menstruation können ganz leicht bis ganz stark sein. In den ersten Monaten pendelt sich der Zyklus der Frau erst ein. Daher können Schmerzen auch erst nach Monaten auftreten. Beschwerden können sich auch schon vor der Periode äußern und 1 bis 3 Tage während der Periode anhalten.

Solltest du an Menstruationsschmerzen leiden, können dadurch bestimmte Beschwerden auftreten. Diese lauten:

  • Kopfschmerzen (3)
  • Menstruelle Migräne
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen in den Beinen
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Hautrötungen
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Depression (4)
  • Reizbarkeit
  • Nervosität
  • Brustschmerzen

Wie viele Tage vor der Menstruation habe ich Schmerzen?

Es ist nicht pauschal zu sagen, wann Schmerzen vor der Menstruation auftreten. Viele Frauen deuten das Ziehen oder schmerzen im Unterleib wenige Tage vor der Periode als Vorboten. Wichtig ist, seinen Körper zu kennen. Mit jeder Regelblutung wirst du deinen Körper und Zyklus näher kennenlernen und eine Routine aufbauen.

Grundsätzlich werden Schmerzen wenige Tage vor bis Ende der Blutung als Menstruationsschmerzen bezeichnet. An den ersten zwei Tagen der Periode sind die Schmerzen oftmals intensiver und schwächen danach ab.

Schmerzen im Unterleib können jedoch nicht nur auf deine Menstruation hindeuten. Es könnte ein Zeichen sein, dass du deinen Eisprung hast. Das kannst du mit einer einfachen Rechnung kontrollieren. Ein durchschnittlicher Zyklus ist 28 Tage lang. 14 Tage nach deinem ersten Tag der Periode findet der Eisprung statt. Das kann von Frau zu Frau jedoch variieren.

Kann ich Menstruationsschmerzen auch ohne Periode haben?

Die Antwort auf diese Frage ist „Ja“. Du kannst auch ohne Periode an Menstruationsschmerzen leiden. Dein Zyklus kann von Monat zu Monat unterschiedlich sein. Das kann verschiedene Ursachen haben. Treten die Schmerzen das erste Mal ohne Periode auf, solltest du einen Gynäkologen aufsuchen.

Menstruationsschmerzen ohne Periode können auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen sein. Eine häufige Ursache ist, dass der Verdauungstrakt Menstruationsschmerzen verursacht. Um deinen Magen-Darm-Trakt zu entlasten, stelle deine Ernährung auf Schonkost um. Auch eine Nahrungsunverträglichkeit oder chronische Darmerkrankungen können Menstruationsschmerzen hervorrufen.

Frauen, die vor kurzen ein Kind geboren haben oder aber auch Frauen in den Wechseljahren leiden unter einer Gebärmuttersenkung, die eine Ursache sein kann. Hier kann gezielt mit Beckenbodenübungen entgegengewirkt werden.

Aber auch ein fehlender Eisprung kann ausschlaggebend für Menstruationsschmerzen sein. Hier kann sich die Menstruation verzögen oder sogar ausbleiben.

Weitere Ursachen für Menstruationsschmerzen ohne Periode sind:

  • Blinddarmentzündung
  • Veränderung der Gebärmutter
  • Endometriose
  • Eileiterschwangerschaft
  • Schwangerschaft
  • Zysten
  • Blasenentzündung
  • Nierenbeckenentzündung
  • Nierensteine

Lassen meine Menstruationsschmerzen mit dem Alter nach?

Menstruationsschmerzen können mit der Zeit leichter als auch stärker werden. Dies hängt von deinem Körper und deinem Lebensstil ab. Die Studie belegt, dass sich Schmerzen und Symptome von Menstruationszyklus zum nächsten schlagartig in beide Richtungen ändern können. Die befragten Frauen gaben an, dass Gründe für Veränderung mit einer Schwangerschaft, Geburt, Alterung oder den Wechseljahren zusammenhängen. (5)

Wie du siehst, kann nicht genau gesagt werden, wann sich Schmerzen zum Beispiel durch persönliche Ereignisse im Körper verändern. Je nachdem wann sie eintreffen, werden sich auch deine Menstruationsschmerzen anfangen zu ändern.

Sind Menstruationsschmerzen vergleichbar mit Wehen?

In der Schwangerschaft erleben werdende Mütter unterschiedliche Arten von Wehen. Von Übungswehen hin zu Geburtswehen und Nachwehen ist alles dabei. Wie bei Menstruationsschmerzen variieren auch das Schmerzempfinden einer jeden Frau bei Wehen.

Menstruationsschmerzen können nicht mit Wehen gleichgesetzt werden. Wehen sind enorme Schmerzen, die mit der Geburt immer stärker werden. Frauen vergleichen oftmals die Übungswehen oder Anfangswehen mit Menstruationsschmerzen. Es gibt jedoch noch keine Forschungen in diesem Bereich.

Welche Folgen haben Menstruationsschmerzen in der Schwangerschaft?

Während der gesamten Schwangerschaft bereitet sich die Gebärmutter auf die Geburt vor. Nicht nur der Bauch wird groß, auch die Gebärmutter dehnt sich aus. Daher ist es nicht unüblich, dass Schwangere unter Menstruationsschmerzen leiden können.

schwangerer Bauch

Vor allem in der Frühschwangerschaft können Menstruationsschmerzen auftreten. Lasse diese Schmerzen jedoch von deinem Arzt abklären. (Bildquelle: freestocks/ unsplash )

Am Anfang einer Schwangerschaft treten Schmerzen im Unterleib vermehrt auf. Grund dafür sind die Mutterbänder, die sich dehnen. Schwangerschaftshormone steigen in der Frühschwangerschaft stetig an. Folglich kann sich die Gebärmutter immer wieder dehnen und zusammenziehen, was Menstruationsschmerzen verursachen können.

Menstruationsschmerzen während der Schwangerschaft die Willkürlich starten, von alleine nicht mehr weg gehen oder sehr schmerzhaft sind, können auch auf eine Eileiterschwangerschaft oder Fehlgeburt hinweisen. Um Gewissheit zu haben, solltest du einen Arzt aufsuchen und deine Schmerzen abklären lassen. Aber zuerst nicht in Panik verfallen und Ruhe bewahren.

Ab wann sollte ich bei Menstruationsschmerzen einen Arzt aufsuchen?

Sobald du plötzlich auffällige Veränderungen bemerkst bezogen auf die Dauern und Stärke deiner Menstruation, ist das ein Grund, deine Symptome von einem Arzt abklären zu lassen. Auch in den Wechseljahren bei stark schmerzhaften Blutungen sollte eine Kontrolle durchgeführt werden.

Artzt mit Stethoskop in Hand

Eine Routineuntersuchung beim Gynäkologen solltest du alle 6 Monate bis zu einem Jahr wahrnehmen. Vorsorge ist bekanntlich besser als Nachsorge. (Bildquelle: Online Marketing/ unsplash)

Bezogen auf eine Schwangerschaft ist es ratsam, bei starken Unterleibsschmerzen oder aber auch zusätzlich Blutungen umgehend einen Arzt aufzusuchen. Außerdem ist beim Auftreten von Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Brennen beim Pinkeln, Hautblässe oder Ohnmacht umgehend eine gynäkologische Einrichtung aufzusuchen. Dies kann auf eine Schwangerschaftsvergiftung oder Plazentalösung hindeuten und muss untersucht werden.

Eine Kontrolle beim Gynäkologen ist ab dem Eintreten der ersten Periode oder ab dem 16. Lebensjahr halbjährlich bis jährlich empfehlenswert. Als Erstes führt der Gynäkologe eine Anamnese durch, danach folgt die gynäkologische Untersuchung. Die Untersuchung ist eine reine Routine gegebenfalls mit Ultraschall und Tastuntersuchung.

Der Termin sollte dir nicht unangenehm sein, denn die damit verbundene Diagnostik kann helfen, frühzeitige Erkrankungen zu erkennen und Folgeschäden zu reduzieren sowie eine Behandlung zu starten.

Menstruationsschmerzen: Die besten Tipps zur Schmerzlinderung

Um deinen Menstruationsschmerzen entgegenzuwirken, kannst du einige Maßnahmen zur Schmerzlinderung anwenden.

Diese werden dir in den folgen Absätzen näher gebracht.

Menstruationsschmerzen lindern

Menstruationsschmerzen begleiten eine Frau tagtäglich. Oftmals sind die Schmerzen sehr stark. Um die Menstruationsschmerzen zu lindern, gibt es viele Möglichkeiten. Untenstehend findest du einige Tipps, die dir helfen können, auf natürliche Weise deine Schmerzen zu lindern und trotz Blutung entspannen zu können.

Wärme

Nicht nur die Sonnenstrahlen bringen wohltuende Wärme auf die Haut, auch die Wärme am Unterleib tut gut. Die Wärme bewirkt, dass sich deine Muskeln entspannen und somit die Schmerzen lindern. Dafür kannst du ganz einfach eine Wärmeflasche oder ein Kirschkernkissen nutzen.

Auch ein Bad kann dir die Wärme geben, die du während deiner Menstruationsschmerzen benötigst. Lege dich dafür 15-20 Minuten bei ca. 38 Grad in die Wanne. Jeder Körper ist individuell. Du solltest daher selbst für dich entscheiden, was dir und deinem Körper guttut.

Sport

Während der Menstruation wird meist nicht an Sport gedacht. Menstruationsschmerzen machen einen sehr zu schaffen und man möchte einfach nur auf der Couch liegen und sich ausruhen. Regelmäßiger Sport kann Menstruationsschmerzen entgegenwirken.

Durch die Bewegung entspannt sich dein Körper. Die Muskeln werden beansprucht, Stresshormone sinken und Glückshormone werden frei gesetzt. Weiters kann dies eine positive Wirkung auf die Psyche sowie depressive Verstimmungen haben.

Schwimmen ist eine beliebte Sportart. Durch Schwimmbewegungen im Wasser wird dein Beckenboden entspannt und Schmerzen lassen nach. Auch gezielte Yoga-Übungen oder Joggen entspannen deinen Körper und lindern schmerzen. (6)

In Bezug auf die richtige Sportart ist wichtig, dass du auf dich und deinen Körper hörst. Zwinge dich zu nichts und folge deiner Intuition. Du weißt selbst, was am besten für dich ist.

Ernährung und Vitamine

Während deiner Periode solltest du deinem Körper genug Energie geben. Das kannst du ganz einfach über deine Ernährung steuern. Einfache, leere Kohlenhydrate wie Weißmehl oder Süßigkeiten solltest du auf ein Minimum reduzieren. Warum? Diese Art von Kohlenhydraten machen dich zwar schnell satt, liefern deinem Körper aber kaum Energie und die Folge ist, dass du nach wenigen Stunden wieder isst.

Wer während der Periode unter Hautunreinheiten leidet, sollte deinen Zuckerbedarf herunterschrauben. Durch übermäßigen Zuckerkonsum schwankt dein Blutzuckerspiegel und Stimmungsschwankungen sind die Folge.

In Bezug auf das Immunsystem ist zu sagen, dass dieses sehr anfällig ist. Um dem entgegenzuwirken, solltest du viele Vitamine zu dir nehmen.

Vitamine Beschreibung
Vitamin E Vitamin E ist genauso wichtig im Körper wie Vitamin A und B. Vitamin E hat eine antioxidative Wirkung. Das bedeutet, dass es Schädigungen der Zellen aufhält. Außerdem kann Vitamin E die Intensität der Schmerzen reduzieren.
Vitamin D Vitamin D produziert der Körper selbst. Vitamin B1 kann die Zeit der Menstruationsschmerzen verkürzen.

Magnesium bewirkt, dass sich die Muskeln im Körper lockern. Auch beeinflusst Magnesium das Prostaglandin. Daher sollte Magnesium während der Periode zu sich genommen werden, um Menstruationsschmerzen zu lindern.

Vor allem Frauen mit starken Blutungen können an Eisenmangel leiden. Der Körper verliert während der Periode mehr Eisen, als er selbst produzieren kann. Durch den Eisenmangel können sich Menstruationsschmerzen verschlechtern. Ein Ausbleiben der Periode oder eine abgeschwächte Blutung deuten auf einen Eisenmangel. Wichtig ist, dass du genug Eisenvorräte in deinem Körper hast. Lebensmittel wie zum Beispiel Linsen, Spinat oder auch Erbsen enthalten viel Eisen.

Auf diese Lebensmittel solltest du während der Periode auch verzichten oder den Konsum reduzieren:

  • Alkohol
  • Kaffee
  • Salz

Massage

Auch eine Massage kann ein wohltuendes Gefühl gegen Menstruationsschmerzen bewirken. Um die Entspannung zu fördern, ist wichtig, dass du bei deiner Massage gezielt die schmerzempfindlichen Stellen lockerst.

Kältemassagen sind zu vermeiden. Die Kälte hat zwar eine erfrischende Wirkung und du fühlst dich dadurch fitter, gegen deine Menstruationsschmerzen helfen sie nicht. Bevorzugt sind Massagen mit Wärme.

Atmung

Eine gezielte Atmung kann Wunder bewirken. Durch die tiefe Atmung geben wir unseren Organen aber auch dem Gehirn ausreichend Sauerstoff. Von innen werden Organe durch den Sauerstoff leicht massiert und das kann positive Auswirkungen auf die Menstruationsschmerzen haben.

Um die richtige Atemübung zu erlernen, lege deine Hand auf den Unterbauch. Atme mit der Nase ein paar Sekunden tief in den Bauch ein. Du wirst merken, dass sich der Bauch hebt. Danach atme wieder aus. Die Bauchdecke senkt sich. Um einen Effekt zu erzielen, führe die Atemtechnik ein paar Mal durch. Ein Vorteil dieser Übung ist, dass du ortsungebunden bist und auch kein Equipment mit dir haben musst.

Tee

Du solltest pro Tag ca. 2 bis 3 Liter trinken. Auch während der Periode ist wichtig, ausreichend zu trinken, um nicht zu dehydrieren. Tees setzen sich aus unterschiedlichen Kräutern zusammen. Im Vergleich zu Medikamenten oder Tabletten, ist die Dosierung bei Tees sehr viel geringer. Die Wirkung der Teesorten zeigt sich daher oftmals erst nach längerer Einnahme.

Alle aufgezählten Tees haben eine gezielte aber unterschiedliche Wirkung gegen Menstruationsschmerzen:

  • Ingwer
  • Brennnessel
  • Himbeerblätter
  • Frauenmantel
  • Johanniskraut
  • Schafgarbe
  • Melisseblätter
  • Anis

Tees bekommst du in jedem Reformhaus und vereinzelt auch in Supermärkten. Preislich solltest du dich auf ca. 3-20 € einstellen. Probiere dich aber am besten durch das Teesortiment und entdecke deinen individuellen Tee gegen Regelschmerzen.

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer kann helfen, um Menstruationsschmerzen dauerhaft zu lindern. Die Wirkung des Mönchspfeffers entfaltet sich im Hormonhaushalt. Er wirkt schmerzlindernd und entkrampfend für einen ausgeglichenen Zyklus. Auch kann die Stimmung erheitert werden. Zur Anwendung bei Depressionen wird der Mönchspfeffer zusätzlich herangezogen.

Mönchspfeffer gibt es nicht nur als Tee, sondern auch in Form von Tabletten oder Tropfen. Die benötigte Dosis findest du auf der Packungsbeilage beschreiben. Allerdings wirkt der Mönchspfeffer erst nach ca. 3-6 Monaten. Die Schmerzen werden nicht einfach gelindert, sondern an der Wurzel bekämpft.

Akupressur

Akupressurpunkte sind Druckpunkte am ganzen Körper. Für unterschiedliche Beschwerden variieren diese Druckpunkte. Mit einem leichten Druck beziehungsweise Massage kannst du selbst von zu Hause deine Schmerzen lindern.

Der Akupressurpunkt für Menstruationsschmerzen befindet sich 4 Finger von Innenknöchel entfernt. Bei akuten Schmerzen kannst du die Anwendung nach deinen Bedürfnissen gestalten. Bei Schmerzen über längere Dauern kann eine Anwendung von 1-3 Mal am Tag hilfreich sein.

Akupunktur

Im Gegensatz zu Akupressur, die im oberen Abschnitt erklärt wurden, sind Akupunkturpunkte bestimmte Punkte am Körper, die mit einer Nadel behandelt werden. Akupunktur wird vor allem bei Schmerzen eingesetzt und zielt darauf ab, die innere Mitte zu finden. (7)

Akupunkturbehandlungen dauern im Durchschnitt zwischen 20 und 60 Minuten. Die Behandlungsanzahl ist bei jedem Patienten und jedem Krankheitszustand individuell. Preislich liegt eine Sitzung bei ca. 30-120 €.

Sex und Masturbation

Sex oder aber auch Masturbation wirken gegen Menstruationsschmerzen. Während der Blutung haben manche Frauen oft vermehrt das Bedürfnis nach Sex oder Masturbation. Vor allem aber der Höhepunkt ist ausschlaggebend. Bei einem Orgasmus werden Glückshormone ausgeschüttet die auf natürliche Weise die Schmerzen lindern. Vor einem Orgasmus werden Muskeln angespannt die nach dem Orgasmus sich extrem entspannen.

Verzicht auf das Rauchen

Der Inhaltsstoff Nikotin aber auch allgemein das Rauchen kann sich negativ auf deine Menstruation auswirken. Die Folgen können verstärkte Krämpfe, Durchblutungsstörungen oder ausbleiben der Menstruation sein. (8)

Wer ein schmerzfreies Leben verbringen möchte, sollte seinen Rauchkonsum reduzieren oder gleich damit aufhören. Somit tust du deinem Körper und deiner Gesundheit etwas Gutes.

Menstruationsschmerzen mit Medikamenten lindern

Um eine schnelle Wirkung gegen Menstruationsschmerzen zu erzielen, können Medikamente das richtige sein. Medikamente unterteilt man hierbei in zwei Gruppen. Zu den Nicht-Steroidale Antiphlogistika (NSAR, NSAID) zählen Ibuprofen oder aber auch Paracetamol. Einige Medikamente haben auch einen krampflösenden Inhaltsstoff. Dazu gehören Spaymolytika. Sie entspannen gezielt die Muskulatur und wirken sich positiv auf die Menstruationsschmerzen aus.

Medikamente gegen Menstruationsschmerzen sind in den meisten Fällen frei Verkäuflich in der Apotheke. Bevor du jedoch zu einem Medikament greifst, solltest du einen Arzt oder Apothekerin um Rat bitten. Durch eine gründliches Arzt-Patienten-Gespräch kann gezielt auf deinen Schmerz eingegangen werden.

Menstruationsschmerzen mit der passenden Verhütung lindern

Mit der Einnahme der Pille wird auch die Menstruation regelmäßig. Die Pille gibt es in mehreren Varianten mit Gestagenen und Östrogen oder nur mit Gestagenen. Diese Form wird als Minipille bezeichnet. Der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut während des Zyklus wird durch Hormone gestoppt. Resultat ist, dass dadurch weniger Schleimhaut abgestoßen wird und die Blutung daher schwächer ausfällt.

Menstruationsschmerzen mit homöopathischen Mittel lindern

Homöopathische Mittel gegen Menstruationsschmerzen sind hochverdünnte natürliche Stoffe und können zum Beispiel in Form von Globuli oder Schüßler Salzen zur Anwendungen kommen. Zu achten ist, dass der Patient seine Schmerzen genau definiert und kommuniziert. Auch die richtige Dosierung und Einnahmerhythmus sind entscheidend für die Wirkung von homöopathischen Mitteln.

Mit Nebenwirkungen bei der Einnahme ist nicht zu rechnen. Im Gegensatz zu Medikamente wirken homöopathische Mittel gegen Menstruationsschmerzen natürlich auf das Hormonsystem. Patienten sollen sich gezielt mit ihrem eigenen Körper auseinandersetzen.

Fazit

Wie du sicherlich gemerkt hast, gibt es unterschiedliche Wege gegen deine Menstruationsschmerzen anzukämpfen. Das wichtigste ist jedoch, sprich ausführlich mit deinem Arzt und verschweige nichts. Nur durch ein ehrliches Gespräch kann auch eine richtige Lösung gegen deine Menstruationsschmerzen gefunden werden.

Wichtig ist, dass es in dieser Hinsicht keine perfekte und allgemein gültige Lösung für Menstruationsschmerzen gibt. Jeder Körper ist anders. Ein positiver Aspekt ist, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, die du selbst testen kannst, bevor du zu stärkeren Mittel greifst. Vor allem aber ein ausgewogener gesunder Lebensstil mit Sport macht dich und deine Stimmung nicht nur glücklich, sondern wirkt gegen Menstruationsschmerzen.

Einzelnachweise

  1. Grandi, G., Ferrari, S., Xholli, A., Cannoletta, M., Palma, F., Romani, C., Volpe, A., & Cagnacci, A. (2012). Prevalence of menstrual pain in young women: what is dysmenorrhea?. Journal of pain research, 5, 169–174. https://doi.org/10.2147/JPR.S30602
  2. Coco AS. Primary dysmenorrhea. Am Fam Physician. 1999;60(2):489-496.
  3. Bianchin, L., Bozzola, M., Battistella Pier, A., Bernasconi, S., Bona, G., Buzi, F., De Sanctis, C., De Sanctis, V., Tonini, G., Radetti, G., Rigon, F., & Perissinotto, E. (2019). Menstrual Cycle and Headache in Teenagers. Indian journal of pediatrics, 86(Suppl 1), 25–33. https://doi.org/10.1007/s12098-018-2829-3
  4. Balık, G., Ustüner, I., Kağıtcı, M., & Sahin, F. K. (2014). Is there a relationship between mood disorders and dysmenorrhea?. Journal of pediatric and adolescent gynecology, 27(6), 371–374. https://doi.org/10.1016/j.jpag.2014.01.108
  5. Chen, C.X., Draucker, C.B. & Carpenter, J.S. What women say about their dysmenorrhea: a qualitative thematic analysis. BMC Women's Health 18, 47 (2018). https://doi.org/10.1186/s12905-018-0538-8
  6. Kim S. D. (2019). Yoga for menstrual pain in primary dysmenorrhea: A meta-analysis of randomized controlled trials. Complementary therapies in clinical practice, 36, 94–99. https://doi.org/10.1016/j.ctcp.2019.06.006
  7. Shetty GB, Shetty B, Mooventhan A. Efficacy of Acupuncture in the Management of Primary Dysmenorrhea: A Randomized Controlled Trial. J Acupunct Meridian Stud. 2018;11(4):153-158. doi:10.1016/j.jams.2018.04.001
  8. Windham GC, Elkin EP, Swan SH, Waller KO, Fenster L. Cigarette smoking and effects on menstrual function. Obstet Gynecol. 1999;93(1):59-65. doi:10.1016/s0029-7844(98)00317-2
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