Kurkuma Pflanze: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Kurkuma Pflanze: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Kurkuma kennst du vielleicht schon vom Kochen, aber wusstest du schon, dass es auch gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzt? Das in der Wurzel der Kurkuma-Pflanze enthaltene Curcumin enthält verdauungsfördernde, antientzündliche und potenzielle krebshemmende Effekte.

Inwieweit kann dir Kurkuma bei gesundheitlichen Beschwerden helfen und wie schädlich sind die Blätter der Pflanze für deine Haustiere? Wir hoffen dir mit diesem Artikel alle wichtigen Fragen zum Thema "Kurkuma Pflanze" beantworten zu können und wünschen dir viel Spaß beim Lesen!

Das Wichtigste in Kürze

  • Kurkuma wird auch als Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el) bezeichnet und gehört zur Familie der Ingwergewächse.
  • Dem in der Pflanze enthaltene Farbstoff Curcumin werden verdauungsfördernde, antientzündliche und potenzielle krebshemmende Effekte zugesprochen.
  • Im Handel ist Kurkuma entweder als frische Wurzel oder als Pulver, Kapsel und Extrakt verfügbar.

Kurkuma-Pflanze: Was du wissen solltest

Um dich umfassend über alle wissenswerten Fakten der Kurkuma-Pflanze zu informieren und dir den aktuellen Stand der Wissenschaft näherzubringen, haben wir dir alle wichtigen Fragen rund um das Thema "Kurkuma-Pflanze" in den folgenden Abschnitten zusammengefasst und versucht so präzise wie möglich zu beantworten.

Was ist eine Kurkuma-Pflanze und welche heilende Wirkung hat sie?

Kurkuma ist auch unter den Namen Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el) bekannt und gehört zur Familie der Ingwergewächse. Ihr lateinischer Name lautet Curcuma longa, weshalb sie auch unter der Schreibweise "Curcuma" verbreitet ist. Kurkuma stammt ursprünglich aus Südasien und wird vorrangig in den Tropen angebaut.

Ihr Wurzelstock, welcher auch als Rhizom bezeichnet wird, ist nicht nur ein Gewürz, welches deine Speisen in einen intensiven Gelbton verwandeln kann, sondern besitzt zudem auch gesundheitsfördernde Wirkungen.

Blähungen und Völlegefühl

Der bekannteste gesundheitsfördernde Effekt der Kurkumawurzel ist, dass sie eine verdauungsfördernde Wirkung besitzt. (2) Im Wurzelstock sind bestimmte Inhaltsstoffe enthalten, die die Leber anregen, mehr Gallensäure zu produzieren. (10) Dadurch werden Fette aus der Nahrung gebunden und verdaulich gemacht. Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl können somit gelindert werden.

Antientzündliche Effekte

Verschiedene Studien konnten nachweisen, dass der Pflanzenbestandteil Curcumin in einem gewissen Maße entzündungshemmend sein kann. In einer Studie in der die Wirkung von Curcumin auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung colitis ulcerosa untersucht wurde, konnte zeigen, dass dieser Pflanzenwirkstoff einen positiven Effekt auf die Krankheit hatte. (9) Curcumin wurde in der Studie ergänzend zur standardmäßigen Therapie genommen. (3,5)

Potenzielle krebshemmende Effekte

Bei diesem Effekt gibt es in der Forschung noch einige Widersprüche, weshalb die krebshemmende Wirkung von Kurkuma bisher noch nicht gänzlich nachgewiesen werden konnte. Da die derzeitigen Erkenntnisse überwiegend im Labor getestet wurden und es noch keine klinischen Studien gibt, ist hier der Forschungsbedarf noch lange nicht gedeckt. (2,3,4)

Wann und für wen ist die Einnahme von Kurkuma sinnvoll?

Die Kurkumawurzel enthält bis zu 5 Prozent ätherische Öle und 3 Prozent Curcumin, welches bei der Verarbeitung der Wurzel für die intensive gelbe Farbe verantwortlich ist. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Inhaltsstoffe von Kurkuma aufgezählt:

  • Curcumin
  • Demethoxycurcumin
  • Bisdemethoxycurcumin
  • Proteine
  • Zucker
  • Harze

Besonders in den Wintermonaten, ist es wichtig, ein gesundes und gut funktionierendes Immunsystem zu haben. Dem in der Wurzel enthaltenen Pflanzenfarbstoff Curcumin werden neben den zuvor genannten Wirkungen auch antibakterielle, antivirale und antioxidative Effekte zugesagt. (6,7,8"> Zudem sind in der Kurkumawurzel etwa 25 Milligramm Vitamin C, sowie Vitamin B1, Vitamin B2, Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium und Schwefel enthalten. Aus diesem Grund bietet sich die Einnahme von Kurkuma gerade in der typischen Erkältungszeit an.

Welche Pflanzenteile werden von der Kurkuma-Pflanze verarbeitet?

Die heilenden Wirkungen der Kurkuma-Pflanze sind im sogenannten Wurzelstock zu finden. Zudem wird auch nur die Wurzel der Pflanze als Gewürz für die Küche weiterverarbeitet. Die Blätter und Blüten der Pflanze sind wiederum zwar nicht giftig, jedoch sollte dazu gesagt sein, dass diese weder eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzen, noch äußerst schmackhaft sein sollen.

Zur medizinischen Verarbeitung wird die Kurkumawurzel zunächst getrocknet und anschließend gemahlen. Im Handel ist Kurkuma als Pulver, Kapseln oder Extrakt verfügbar. In der Küche wird Kurkuma gerne als Gewürz für leckere Currys oder auch zur Herstellung der Goldenen Milch verwendet. Die getrocknete Wurzel hat einen mild-würzigen Geschmack.

Wie viel Kurkuma sollte ich am Tag zu mir nehmen?

Bei der Dosierung von Kurkuma kommt es darauf an, ob du dich beim Kauf von Kurkuma in Pulverform, als Extrakt oder als Kapsel entscheidest. Nachfolgend haben wir dir für jede Darreichungsform die passende Dosierungsempfehlung herausgesucht (Es handelt sich hierbei um generelle Empfehlungen, richte dich bei der Dosierung immer nach den Empfehlungen auf der Packungsbeilage deines Produktes):

  • Pulver: Laut der Monographie der European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt die tägliche empfohlene Dosis an Kurkuma-Pulver bei bis zu 3 Gramm. (1)
  • Extrakt: Beim Kurkuma-Extrakt reicht es aus, wenn du täglich einen halben bis ganzen Teelöffel des Extraktes einnimmst. Das Extrakt ist insgesamt 40 mal konzentrierter als Kurkuma in Pulverform.
  • Kapseln: Hierbei liegt die empfohlene Tagesdosis bei einer Kapsel pro Tag. Da Curcumin jedoch nicht wasserlöslich ist, wird empfohlen die Kapsel zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit einzunehmen, um die entsprechenden Nährstoffe auch aufnehmen zu können.
Kurkuma Knollen

Dem in der Pflanze enthaltene Farbstoff Curcumin werden verdauungsfördernde, antientzündliche und krebshemmende Effekte zugesprochen (Bildquelle: FOODISM360 / Unsplash).

Welche Nebenwirkungen hat Kurkuma?

Besonders in höheren Dosen wird Kurkuma von einigen Personen nicht gut vertragen. Sie zeigen Symptome wie Magenschmerzen, einen trockenen Mund, Blähungen oder allergische Hautreaktionen. Zudem wird auch davor gewarnt, dass Personen mit Erkrankungen an der Leber oder der Galle lieber auf die Einnahme von Kurkuma verzichten sollten.

Kann ich eine Kurkuma-Pflanze auch selber anbauen bzw. kultivieren?

Da die Kurkuma-Pflanze überwiegend in den Tropen angebaut wird und demnach an tropisches Klima gewöhnt ist, solltest du die Pflanze nur von Frühling bis Herbst anbauen. Die Pflanze mag am liebsten einen hellen und halbschattigen Standort mit leichter Sonnenbestrahlung.

Um eine Kurkuma-Pflanze richtig anzubauen und zu vermehren, haben wir eine kleine Anleitung mit allen wichtigen Tipps für dich herausgesucht:

  1. Antrocknen: Achte darauf, dass die Kurkumawurzel vor dem Einpflanzen gut angetrocknet ist.
  2. Einpflanzen: Als Erde eignet sich am besten eine hochwertige Kräuter- und Aussaaterde. Zum Einpflanzen wird ein ca. fünf Zentimeter tiefes Loch gegraben, worin die der Wurzelstock dann hereingelegt wird.
  3. Angießen: Danach bedeckst du das Loch mit Erde und gießt es leicht an.

Wie kann ich eine Kurkuma-Pflanze richtig pflegen?

Um deine selbst angebaute Kurkuma-Pflanze auch richtig zu pflegen, haben wir nachfolgend einige Tipps für dich zusammengefasst:

Pflege Tipp
Gießmenge Die Pflanze sollte regelmäßig gegossen werden, jedoch solltest du Staunässe in jedem Fall vermeiden. Wenn die Pflanze am Blühen ist, solltest du sie nur wenig gießen und nur die äußeren Blätter mit Wasser besprühen.
Überwinterung Da die Pflanze nicht winterhart ist, solltest du die Wurzeln im Herbst ausgraben und im Haus bei Zimmertemperatur überwintern lassen. Entweder lagerst du die Knollen an einem dunklen und trockenem Ort oder du trocknest sie und kannst sie in der Küche als leckeres Gewürz verwenden.
Düngung Von Frühling bis Herbst sollte die Pflanze alle vier Wochen mit einem Flüssigdünger gedüngt werden, damit sie sich optimal entwickeln kann.

Ist eine Kurkuma-Pflanze schädlich für Haustiere?

Neben den essbaren Wurzeln besitzt die Kurkuma-Pflanze, wie bereits im vorherigen Abschnitt beschrieben, farbenprächtige Blüten und Blätter. Diese sind weder für den Menschen, noch für Tiere giftig. Rein theoretisch ist der Verzehr von den Blüten und Blättern der Pflanze also ohne weiteres möglich.

Falls deine Katze oder dein Hund mal an deiner Kurkuma-Pflanze knabbern sollte, dann musst du dir keine Sorgen machen, die Kurkuma-Pflanze ist ungiftig!

Kurkuma pflanze

Die Kurkuma-Pflanze besitzt nicht nur gesundheitsfördernde Wirkungen und kann auch als Gewürz verwendet werden, sondern macht auch äußerlich einiges her (Bildquelle: Mouse23 / Pixabay).

Fazit

Wie du nun weißt, ist Kurkuma nicht nur ein Gewürz, was deinem Curry eine intensiv gelbe Farbe verpassen kann, sondern besitzt dazu auch gesundheitsfördernde Effekte. Besonders in der Winterzeit ist Kurkuma aufgrund seiner zahlreichen Vitamine und Nährstoffe ein beliebtes Erkältungsmittel.

Da neben der Wurzel theoretisch die gesamte Pflanze essbar ist, musst du dir um deine Haustiere also keine Sorgen machen, wenn diese mal ein Blatt oder ein Stück einer Blüte verschlucken. Um dir das Superfood nach Hause zu holen, gibt es Kurkuma nicht nur als frische Wurzel, Pulver, Kapsel oder Extrakt zu kaufen, sondern du kannst dir deine Kurkuma-Pflanze auch ganz einfach im eigenen Garten kultivieren.

Einzelnachweise

  1. WHO, 2000. Evaluation of Certain Food Additives: 51st Report of the Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives, WHO Technical Report Series 891. Geneva.
  2. Adiwidjaja J, McLachlan AJ, Boddy AV. Curcumin as a clinically-promising anti-cancer agent: pharmacokinetics and drug interactions. Expert Opin Drug Metab Toxicol. 2017;13(9):953-972. doi:10.1080/17425255.2017.1360279
  3. Deguchi A. Curcumin targets in inflammation and cancer. Endocr Metab Immune Disord Drug Targets. 2015;15(2):88-96. doi:10.2174/1871530315666150316120458
  4. Willenbacher E, Khan SZ, Mujica SCA, et al. Curcumin: New Insights into an Ancient Ingredient against Cancer [published correction appears in Int J Mol Sci. 2020 Aug 10;21(16):]. Int J Mol Sci. 2019;20(8):1808. Published 2019 Apr 12. doi:10.3390/ijms20081808
  5. Samadian F, Dalili N, Poor-Reza Gholi F, et al. Evaluation of Curcumin's effect on inflammation in hemodialysis patients. Clin Nutr ESPEN. 2017;22:19-23. doi:10.1016/j.clnesp.2017.09.006
  6. Moghadamtousi SZ, Kadir HA, Hassandarvish P, Tajik H, Abubakar S, Zandi K. A review on antibacterial, antiviral, and antifungal activity of curcumin. Biomed Res Int. 2014;2014:186864. doi:10.1155/2014/186864
  7. Izui S, Sekine S, Maeda K, et al. Antibacterial Activity of Curcumin Against Periodontopathic Bacteria. J Periodontol. 2016;87(1):83-90. doi:10.1902/jop.2015.150260
  8. Zheng QT, Yang ZH, Yu LY, et al. Synthesis and antioxidant activity of curcumin analogs. J Asian Nat Prod Res. 2017;19(5):489-503. doi:10.1080/10286020.2016.1235562
  9. Wang Y, Tang Q, Duan P, Yang L. Curcumin as a therapeutic agent for blocking NF-κB activation in ulcerative colitis. Immunopharmacol Immunotoxicol. 2018;40(6):476-482. doi:10.1080/08923973.2018.1469145
  10. Rasyid A, Lelo A. The effect of curcumin and placebo on human gall-bladder function: an ultrasound study. Aliment Pharmacol Ther. 1999;13(2):245-249. doi:10.1046/j.1365-2036.1999.00464.x
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