Ist Palmöl ungesund? Die wichtigsten Fragen und Antworten

Ist Palmöl ungesund? Die wichtigsten Fragen und Antworten
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Palmöl ist Bestandteil von unzĂ€hligen Lebensmitteln. Auch in Kosmetikprodukten ist das Pflanzenfett hĂ€ufig zu finden. Es ist das gĂŒnstigste und beliebteste Pflanzenöl. Mit der hohen Nachfrage steigt allerdings nicht nur die Produktion. Die Umweltbelastungen durch die Palmöl Herstellung sind inzwischen massiv.

In den letzten Jahren wird Palmöl daher immer kritischer betrachtet. FĂŒr die Produktion mĂŒssen riesige Waldgebiete gerodet werden. Es werden Palmen-Plantagen angelegt, die zahlreichen Tierarten ihre LebensrĂ€ume nehmen und alles andere als nachhaltig bewirtschaftet werden.

Neben diesen gravierenden UmweltschĂ€den, die mit der Produktion von Palmöl einhergehen, wird immer hĂ€ufiger hinterfragt, wie schĂ€dlich dieses pflanzliche Produkt fĂŒr unsere Gesundheit ist. Ob Palmöl ungesund ist, wird in zahlreichen Studien untersucht. Oft ist in diesem Zusammenhang davon die Rede, dass Palmöl krebserregend sei.

In diesem Beitrag werden wir nun der Frage nachgehen, ob bzw. wie schĂ€dlich der Verzehr von Palmöl fĂŒr den Menschen ist. Dabei werden wir die wichtigsten Fragen zu dieser Thematik beantworten. Am Ende geben wir dir einige Tipps fĂŒr möglich Alternativen zu Palmöl.

Das Wichtigste in KĂŒrze

  • Palmöl ist das beliebteste und gĂŒnstigste Pflanzenöl. Es ist in ungefĂ€hr der HĂ€lfte aller Supermarktprodukte enthalten. Die hohe Nachfrage ist mitverantwortlich fĂŒr massive UmweltschĂ€den durch die Palmöl Produktion.
  • Palmöl wird zunehmend kritisch diskutiert. Problematisch ist nicht nur die umweltschĂ€dliche Produktion. Industriell verarbeitetes Palmöl kann gesundheitsschĂ€dlich sein. Besonders Kinder sollten nur wenige Lebensmittel mit verarbeitetem Palmöl verzehren.
  • Rohes Palmöl gilt als gesund. Unbearbeitetem Palmöl werden einige positive Effekte zugeschrieben. Wird Palmöl erhitzt und verarbeitet entstehen allerdings Stoffe, die ungesund sind und unter Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

Ist Palmöl ungesund? Was du wissen solltest

Die Produktion von Palmöl verursacht nicht nur SchÀden in der Umwelt. In der Wissenschaft wird der Frage nachgegangen, ob Palmöl ungesund ist. Die Hinweise, dass zumindest ein erhöhter Verzehr von Palmöl schÀdlich sein kann, sind inzwischen vielfÀltig.

Palmöl Plantage

Palmöl ist nicht nur durch die oft nicht nachhaltige Produktion auf Monokultur-Plantagen problematisch. Verarbeitetes Palmöl enthÀlt Stoffe, die potentiell gesundheitsschÀdlich sind. (Bildquelle: Pablo García Saldaña/unsplash)

Den aktuellen Stand der Forschung, wichtige Erkenntnisse und worauf du bei deiner ErnÀhrung im Hinblick auf Palmöl achten solltest, haben wir dir nachfolgend zusammengefasst.

Ist Palmöl ungesund oder nicht?

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. GrundsÀtzlich könnte man formulieren: Palmöl kann ungesund sein. Palmöl hat aber auch positive Eigenschaften und kann in einigen FÀllen sogar gesundheitsfördernd sein. So sind beispielsweise einige wichtige Vitamine in Palmöl zu finden.

Palmöl enthÀlt viel Vitamin E in Form von Tocotrienol.

Tocotrienol schĂŒtzt die ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren in unserem Gehirn. Es wirkt antioxidativ und unterstĂŒtzt so die Hirngesundheit. Gleichzeitig kann der Verlauf von Demenz verlangsamt werden. Dazu gibt es Hinweise, dass das Schlaganfallrisiko gesenkt wird und die Entstehung von HirnlĂ€sionen gemindert werden kann (1).

Neben dem Gehirn kann auch das Herz von Palmöl profitieren. Hier ist die Studienlage allerdings nicht eindeutig. Es gibt aber Untersuchungen, in denen Menschen eine Zeit lang relativ viel Palmöl konsumieren sollten. Bei dieser Gruppe war im Anschluss im Vergleich zu anderen, ein niedrige LDL-Cholesterinwert zu beobachten (2,3). Jedoch ist ein niedriger Cholesterinspiegel allein noch kein ausschlaggebender Punkt fĂŒr ein geringes Risiko von Herzerkrankungen.

Daneben gibt es aber weitere Studien, die verdeutlichen, dass Palmöl den Verlauf einer Herzerkrankung verlangsamen und zur Linderung von Symptomen beitragen kann (4).

Ein weiterer positiver Aspekt von Palmöl ist der hohe Vitamin A Gehalt. Vitamin A unterstĂŒtzt unser Immunsystem, ist wichtig fĂŒr die Sehkraft und die Hautbildung. Versuche konnten Beweisen, dass die Konzentration von Vitamin A im Blut zunimmt, nachdem rotes Palmöl eingenommen wurde (5). Es existieren weitere Studien die zeigen, dass in Palmöl enthaltenes Vitamin A vom Körper besser aufgenommen werden als Vitamin A aus anderen PrĂ€paraten. Insbesondere gilt dies fĂŒr an Mukoviszidose Erkrankte (6,7).

Bestandteil Eigenschaft
Vitamin E (in Form von Tocotrienol) schĂŒtzt ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren im Gehirn
Vitamin A wichtig fĂŒr Funktion von Sehkraft, Haut und Immunsystem

Das klingt alles positiv. Daneben gibt es aber zahlreiche Untersuchungen, die deutlich machen: Palmöl hat durchaus negative Effekte. Die eingangs erwÀhnten LDL-Cholesterine unterteilen sich in Untergruppen. Auf Teile dieser Untergruppen kann Palmöl negative Auswirkungen haben.

Eine Studie zeigt, dass bei Frauen mit erhöhtem Cholesterinspiegel der LDL-Muster-B-Anteil durch Palmöl steigt. Damit ist das Risiko einer Herzkrankheit höher. Bei Vergleichen mit anderen pflanzlichen Ölen sank dagegen der Wert (8). Andere Untersuchungen legen sogar den Verdacht nahe, dass Palmöl den Cholesterinspiegel generell erhöhen (9). Diese Studien widersprechen den oben beschriebenen positiven Effekten von Palmöl auf bestimmte Cholesterinwerte. Hier sind weitere Nachforschungen nötig.

Daneben gibt es Tierversuche in denen festgestellt wurde, dass mehrfach erhitztes Palmöl zu Plaque-Ablagerungen in den Arterien fĂŒhrt. Dazu kamen weitere Symptome einer Herzerkrankung. Bei Versuchen mit frischem Palmöl waren diese Auswirkungen nicht zu beobachten (10).

Palmöl hat einen sehr hohen Anteil gesÀttigter FettsÀuren.

GesĂ€ttigte FettsĂ€uren können die Blutfette negativ beeinflussen. Das erhöht das Risiko an GefĂ€ĂŸerkrankungen und Diabetes zu erkranken.

Ist Palmöl krebserregend?

Immer wieder ist zu hören, Palmöl sei krebserregend. Diese Behauptung ist eine etwas verkĂŒrzte Darstellung. Genauer formuliert mĂŒsste es heißen, bei der Verarbeitung von Palmöl können krebserregende Stoffe entstehen bzw. freigesetzt werden.

Palmöl

Fast alle industriell verarbeiteten Pflanzenöle können Stoffe enthalten, die unter Verdacht stehen, krebserregend zu sein. In verarbeitetem Palmöl ist die Konzentration dieser Stoffe allerdings am höchsten. (Bildquelle: Marina Pershina/pixabay)

Rohes, unbehandeltes Palmöl ist nicht krebserregend. Wenn Palmöl bei der Verarbeitung auf 200 Grad und höher erhitzt wird, entstehen FettsÀureester. In diesem Fall sind das Glycidyl-FettsÀureester (GE) sowie 3- und 2-Monochlorpropandiol (3-MCPD und 2-MCPD). Sie stehen unter dem Verdacht, gentoxisch und krebserregend zu sein. Diese Stoffe kommen in fast allen Pflanzenölen vor. Nur ist ihr Gehalt in Palmöl besonders hoch. Die Konzentration von Glycidol-FettsÀureester ist hier sogar mit Abstand am höchsten (11).

Rohes Palmöl gilt als gesund, industriell verarbeitetes und erhitztes Palmöl birgt dagegen gesundheitliche Risiken.

In der Lebensmittelwirtschaft wird gerade das verarbeitete Palmöl massenhaft eingesetzt. Der Verzehr von Lebensmitteln, die verarbeitetes Palmöl beinhalten sollte also möglichst gering gehalten werden. Dies gilt allerdings nicht nur fĂŒr Palmöl, sondern fĂŒr alle industriell verarbeitete Speisefette.

Gleichzeitig muss auch erwĂ€hnt werden, dass der Stand der Forschung hier noch nicht eindeutig sind. Untersuchungen zu den genannten Stoffen geben bisher nur Hinweise auf erhöhte Krebsrisiken. Das heißt, aktuell lĂ€sst sich nur sagen Glycidyl-FettsĂ€ureester und MCPD sind möglicherweise krebserregend. Es besteht also weiterhin Forschungsbedarf.

Welche Menge an Palmöl ist ungefÀhrlich?

Pauschal lĂ€sst sich nicht beantworten, ob Palmöl ab einer bestimmten Menge ungesund wird. Zuerst muss natĂŒrlich auch hier zwischen rohem und industriell verarbeitetem Palmöl unterschieden werden. Da die wirklich problematischen Stoffe erst bei der Erhitzung, also bei der Verarbeitung in anderen Lebensmitteln, entstehen, konzentrieren wir uns auf diese Art des Pflanzenfetts.

Die EU schreibt Herstellen von Produkten, die Palmöl beinhalten Grenzwerte fĂŒr bestimmte Stoffe vor. Seit 2018 darf nicht mehr als 1.000 Mikrogramm Glycidyl-FettsĂ€ureester pro Kilogramm Pflanzenfett bzw. Öl enthalten sein. Bei SĂ€uglingsnahrung dĂŒrfen es nur maximal 500 Mikrogramm sein. Noch strengere Regeln gelten fĂŒr flĂŒssige und pulverisierte SĂ€uglingsnahrung (12).

Bestandteil Grenzwert
Glycidyl-FettsÀureester 1.000 Mikrogramm pro Kilogramm, bei SÀuglingsnahrung max. 500 Mikrogramm
3-MCPD Grenzwert wird noch diskutiert

Anders sieht es bei den MCPD Stoffen aus. Diese stehen ebenfalls unter Verdacht krebserregend zu sein. Grenzwerte sind angedacht - aber noch nicht beschlossen. Hier wird in den zustÀndigen EU-Gremien noch diskutiert.

Ist Palmöl fĂŒr Kinder besonders ungesund?

Die kurze Antwort lautet hier: Ja. Die Verbraucherzentrale Bayern hat im Jahr 2019 eine eigene Untersuchung durchgefĂŒhrt zu dieser Frage durchgefĂŒhrt. Dabei wurde deutlich, dass Kinder beim Verzehr von Produkten mit verarbeitetem Palmöl sehr viel schneller die kritischen Grenzwerte ĂŒbersteigen. Je kleiner und leichter ein Kind ist, umso schneller werden die kritischen Werte erreicht (13).

Diese Ergebnisse sind besonders bedenklich, da fĂŒr das bereits erwĂ€hnte 3-MCPD noch immer keine verbindlichen Grenzwerte festgelegt worden sind. Die Hersteller werden bislang nur dazu angehalten, die Konzentration dieses problematischen Stoffes bei der Verarbeitung von Palmöl möglichst gering zu halten.

Welche Produkte beinhalten besonders viel Palmöl?

Palmöl ist heute in unzĂ€hligen Produkten zu finden. Von Seife, ĂŒber Schokoaufstrich bis hin zur TĂŒtensuppe: Im Supermarkt gibt es gefĂŒhlt kaum noch Produkte ohne Palmöl. Spitzenreiter bei den Lebensmitteln ist ĂŒbrigens Margarine. Dort liegt der Palmöl-Anteil im Durchschnitt bei 21 %.

FĂŒr einen ersten Überblick stellen wir dir hier einige Lebensmittel und Kosmetika zusammen, in denen die Palmöl Konzentration besonders hoch ist:

  • Margarine
  • Schokocreme
  • Brotaufstriche
  • Schokoriegel
  • Hautcreme
  • Seife
  • Duschgel & Shampoo
  • TĂŒtensuppen
  • MĂŒsli Mischungen
  • geröstete ErdnĂŒsse
  • Eyeliner

Diese Liste lĂ€sst sich noch sehr viel weiter fĂŒhren. Mittlerweile ist in ca. der HĂ€lfte aller Produkte im Supermarkt Palmöl enthalten. Der absolute Höchstwert an Palmöl ist in herkömmlichen Kerzen zu finden. Sie bestehen aus zu durchschnittlich 45 % aus Palmöl. Dies ist unter Gesundheitsaspekten weniger relevant. Bedenklich sind hier allerdings die UmweltschĂ€den, die mit der Produktion von Palmöl einhergehen.

Welche Alternativen gibt es zu Palmöl?

Es gibt gute GrĂŒnde, warum Palmöl in der Lebensmittel Industrie so beliebt ist. Es ist geschmacksneutral, hitzebestĂ€ndig und lange haltbar. Palmöl hat bei Zimmertemperatur eine feste Konsistenz und trĂ€gt zur StreichfĂ€higkeit von einiger Lebensmittel bei. Es ist also gar nicht so einfach, auf Palmöl zu verzichten.

Verstecktes Palmöl

Du solltest zudem darauf achten, dass Palmöl unter den Zutaten eines Produktes nicht zwangslĂ€ufig aufgefĂŒhrt ist und dennoch enthalten ist. Palmöl verbirgt sich manchmal hinter anderen Bezeichnungen oder ist in Stoffen enthalten, die aus Palmöl gewonnen werden. Dies können sein:

  • Palm, Palmate, Palmitate: Palmöl ist sicher enthalten
  • Cetearyl, Cetyl: Wird durchHydrierung der PalmitinsĂ€ure gewonnen, hĂ€ufig in (Natur-)Kosmetikartikeln enthalten
  • Pflanzenöl, Pflanzenfett: Dabei handelt es sich oft um minderwertiges Öl oder Ölmischungen. Die Herkunft bleibt in der Regel unklar. Meist ist hier Palmöl verarbeitet.
  • Lauryl, Lauroyl, Laurate: Enthalten veresterte LaurinsĂ€ure bzw. Derivate aus LaurinsĂ€ure. Diese wird meistens aus Palmöl gewonnen.
  • Stearyl, Stearate: EnthĂ€lt veresterte StearinsĂ€ure. Sie wird aus pflanzlichen oder tierischen Fetten gewonnen. Sehr hĂ€ufig ist auch hier Palmöl die Grundlage.

Diese Auflistung zeigt einmal mehr, wie schwierig es in unserem Alltag ist, tatsĂ€chlich weniger Palmöl zu nutzen. Dieses Problem wurde in Deutschland von der Politik erkannt. Darum gibt es hier seit einigen Jahren eine Kennzeichnungspflicht. Diese besagt, dass zumindest bei der Angabe von pflanzlichen Ölen, die Art des Öls benannt werden muss.

So wird es den VerbraucherInnen ein StĂŒck weit erleichtert, Palmöl in Produkten zu erkennen. Die Kritik am immensen Verbrauch von Palmöl ist in den letzten immer lauter geworden. Darum ist durchaus zu erwarten, dass diese Kennzeichnungspflicht in naher Zukunft weiter verschĂ€rft wird.

Bei aller Schwierigkeit ist eine Minimierung deines Palmöl Verbrauchs also auf jeden Fall eine gute Idee.

Dabei sind vor allem die umweltschĂ€dlichen Aspekte der Palmölproduktion problematisch. Die fĂŒr unsere Gesundheit schĂ€dlichen Bestandteile von industriell verarbeitetem Palmöl sind nĂ€mlich ebenfalls in anderen Pflanzenfetten enthalten. Allerdings ist die Konzentration dieser Stoffe in Palmöl besonders hoch.

Umdenken in der Industrie

Ein Umdenken ist inzwischen auch in Teilen der Lebensmittel-, Kosmetik- und Pflegeprodukte-Industrie zu beobachten. So gibt es zu sehr vielen Produkten, in denen traditionell Palmöl verarbeitet ist, Alternativen mit anderen Inhaltsstoffen.

Gerade im Kosmetikbereich gibt es heute einige Hersteller, die komplett auf Palmöl verzichten. Ein guter Hinweis sind zudem Umwelt-Siegel wie Demeter, die bestimmte Mindestanforderungen bei Anbau und Produktion von Pflanzenfetten - inklusive Palmöl - vorschreiben. Das Demeter-Siegel hat dabei im Vergleich zu anderen die mit am strengsten Richtlinien. So sind dir die Mindestanforderungen eines biodynamischen Betriebs garantiert.

Nachhaltigkeit

Einige große Unternehmen setzen bei der Produktion von Palmöl inzwischen auf Nachhaltigkeit. Dabei werden keine UrwĂ€lder mehr gerodet und wichtige LebensrĂ€ume fĂŒr Tiere werden erhalten. (Bildquelle: Tejj/unsplash)

Dies gilt ĂŒbrigens genauso fĂŒr Lebensmittelindustrie. Hier gibt es heute ebenfalls viele (Bio-)Produkte, die kein Palmöl mehr enthalten und ohne Bedenken verzehrt werden dĂŒrfen. Ähnlich wie bei Produkten bei UnvertrĂ€glichkeiten wird auch die Bandbreite an Lebensmitteln ohne Palmöl immer grĂ¶ĂŸer.

Daneben setzen inzwischen auch die großen Unternehmen und Hersteller von bekannten Produkten auf einen nachhaltigen Gewinn von Palmöl. Palmöl wird auf nachhaltig bewirtschafteten Plantagen produziert. Auf Rodungen von UrwĂ€ldern wird dabei verzichtet.

Diese Entwicklung ist mit Blick auf die UmweltschÀden durch die Palmöl Produktion sehr erfreulich. Allerdings Àndert eine nachhaltige Produktion nichts an den ungesunden Stoffen, die in industriell verarbeitetem Palmöl enthalten sind.

Fazit

Ob Palmöl ungesund ist, lĂ€sst sich nicht mit Ja oder Nein beantworten. Rohes, nicht verarbeitetes Palmöl gilt als gesund. Die in rohem Palmöl enthaltenen Vitamine werden von unserem Körper besonders gut aufgenommen. Palmöl ist allerdings in der Lebensmittel-, Kosmetik- und Pflegeindustrie aus anderen GrĂŒnden besonders beliebt. Es ist gĂŒnstig, haltbar und bringt weitere Eigenschaften mit, die sich positiv auf viele Produkte auswirken. Hier wird es nun problematisch.

Bei der Verarbeitung von Palmöl entstehen Stoffe, die ungesund sind. Sie stehen zusĂ€tzlich unter Verdacht, krebserregend zu sein. FĂŒr einige dieser Stoffe hat die EU Grenzwerte ausgegeben, die von den Herstellern eingehalten werden mĂŒssen. Bei anderen Stoffen wird weiterhin ĂŒber Grenzwerte diskutiert. Industriell verarbeitetes Palmöl sollte also eher wenig verzehrt werden. Dies gilt insbesondere fĂŒr Kinder.

Kinder wiegen weniger als Erwachsene. Beim Verzehr von Palmöl ĂŒberschreite sie die zulĂ€ssigen Grenzwerte dadurch sehr viel schneller. Die gute Nachricht ist, dass in der Industrie inzwischen ein Umdenken eingesetzt hat. Palmöl wird immer hĂ€ufiger nachhaltig produziert, was gut fĂŒr die Umwelt ist. Viele Hersteller versuchen dazu, sogar ganz auf Palmöl zu verzichten - was wiederum gut fĂŒr die Gesundheit ist.

Einzelnachweise

  1. Khanna S, Roy S, Slivka A, et al. Neuroprotective properties of the natural vitamin E alpha-tocotrienol. Stroke. 2005;36(10):2258-2264. doi:10.1161/01.STR.0000181082.70763.22 Quelle
  2. Voon PT, Ng TK, Lee VK, Nesaretnam K. Virgin olive oil, palm olein and coconut oil diets do not raise cell adhesion molecules and thrombogenicity indices in healthy Malaysian adults. Eur J Clin Nutr. 2015 Jun;69(6):712-6. doi: 10.1038/ejcn.2015.26. Epub 2015 Mar 25. PMID: 25804278. Quelle
  3. Fattore E, Bosetti C, Brighenti F, Agostoni C, Fattore G. Palm oil and blood lipid-related markers of cardiovascular disease: a systematic review and meta-analysis of dietary intervention trials. Am J Clin Nutr. 2014 Jun;99(6):1331-50. doi: 10.3945/ajcn.113.081190. Epub 2014 Apr 9. PMID: 24717342. Quelle
  4. Tomeo AC, Geller M, Watkins TR, Gapor A, Bierenbaum ML. Antioxidant effects of tocotrienols in patients with hyperlipidemia and carotid stenosis. Lipids. 1995 Dec;30(12):1179-83. doi: 10.1007/BF02536621. PMID: 8614310. Quelle
  5. Radhika MS, Bhaskaram P, Balakrishna N, Ramalakshmi BA. Red palm oil supplementation: a feasible diet-based approach to improve the vitamin A status of pregnant women and their infants. Food Nutr Bull. 2003 Jun;24(2):208-17. doi: 10.1177/156482650302400207. PMID: 12891825. Quelle
  6. Sommerburg O, De Spirt S, Mattern A, Joachim C, Langhans CD, Nesaretnam K, Siems W, Stahl W, Mall MA. Supplementation with red palm oil increases ÎČ-carotene and vitamin A blood levels in patients with cystic fibrosis. Mediators Inflamm. 2015;2015:817127. doi: 10.1155/2015/817127. Epub 2015 Jan 26. PMID: 25688177; PMCID: PMC4321850. Quelle
  7. Sivan YS, Alwin Jayakumar Y, Arumughan C, Sundaresan A, Jayalekshmy A, Suja KP, Soban Kumar DR, Deepa SS, Damodaran M, Soman CR, Raman Kutty V, Sankara Sarma P. Impact of vitamin A supplementation through different dosages of red palm oil and retinol palmitate on preschool children. J Trop Pediatr. 2002 Feb;48(1):24-8. doi: 10.1093/tropej/48.1.24. PMID: 11871368. Quelle
  8. Utarwuthipong T, Komindr S, Pakpeankitvatana V, Songchitsomboon S, Thongmuang N. Small dense low-density lipoprotein concentration and oxidative susceptibility changes after consumption of soybean oil, rice bran oil, palm oil and mixed rice bran/palm oil in hypercholesterolaemic women. J Int Med Res. 2009 Jan-Feb;37(1):96-104. doi: 10.1177/147323000903700111. PMID: 19215678. Quelle
  9. Bautista LE, HerrĂĄn OF, Serrano C. Effects of palm oil and dietary cholesterol on plasma lipoproteins: results from a dietary crossover trial in free-living subjects. Eur J Clin Nutr. 2001 Sep;55(9):748-54. doi: 10.1038/sj.ejcn.1601218. PMID: 11528488. Quelle
  10. Xian TK, Omar NA, Ying LW, Hamzah A, Raj S, Jaarin K, Othman F, Hussan F. Reheated palm oil consumption and risk of atherosclerosis: evidence at ultrastructural level. Evid Based Complement Alternat Med. 2012;2012:828170. doi: 10.1155/2012/828170. Epub 2012 Dec 19. PMID: 23320039; PMCID: PMC3541024. Quelle
  11. efsa.europa.eu/de/press/news/process-contaminants-vegetable-oils-and-foods: Prozesskontaminanten in Pflanzenölen und Lebensmitteln (zuletzt abgerufen am: 09.02.2021) Quelle
  12. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32018R0290&from=DE: VERORDNUNG (EU) 2018/290 DER KOMMISSION vom 26. Februar 2018 (zuletzt abgerufen am 09.02.2021) Quelle
  13. verbraucherzentrale-bayern.de/wissen/lebensmittel/vorsicht-bei-hoch-verarbeiteten-lebensmitteln-mit-palmoel-38459: Vorsicht bei hoch verarbeiteten Lebensmitteln mit Palmöl (zuletzt abgerufen am 09.02.2021) Quelle
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