Kurkuma Nebenwirkungen: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Kurkuma Nebenwirkungen: Die wichtigsten Fragen und Antworten
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Das farblich auffällige Gewürz und pflanzliche Heilmittel Kurkuma ist in fast jeder Küche zu finden. Doch bei Weitem wird es nicht nur für das Färben und Würzen von Speisen verwendet, sondern dient als nützliches Mittel bei der Behandlung zahlreicher Krankheiten. Allerdings kann ein übermäßiger Konsum von Kurkuma auch unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen.

In diesem Artikel stellen wir dir die tropische Heilpflanze, ihre Eigenschaften sowie Einsatzgebiete genauer vor und erklären dir, wie sich die Einnahme von Kurkuma sowohl positiv als auch negativ auf den menschlichen Körper auswirkt. Darüber hinaus geben wir dir Informationen zur richtigen Einnahme von Kurkuma an die Hand.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kurkuma ist vor allem als ein Gewürz bekannt, das sich durch seine intensive Gelbfärbung auszeichnet. Kurkuma besitzt einen leicht bitteren, erdigen sowie würzigen Geschmack und verleiht Gerichten eine besondere Note.
  • Die Wurzel der Kurkumapflanze beinhaltet Curcumin, das antioxidativ und entzündungshemmend wirkt. Dank dieser Eigenschaften wird Curcumin meist als unterstützendes Präparat bei der Behandlung zahlreicher Krankheiten eingesetzt.
  • In Maßen ist Kurkuma ein sicheres und gut verdauliches Heilmittel. Der übermäßige Konsum kann sich allerdings negativ auf die Gesundheit auswirken und unter anderem Magen-Darm-Probleme auslösen.

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Was ist Kurkuma?

Kurkuma ist eine Pflanze, die den Ingwergewächsen angehört. Sie trägt den wissenschaftlichen Namen Curcuma longa und besitzt im Deutschen zahlreiche Bezeichnungen. Hierzulande ist sie deshalb auch als Gelber Ingwer, Gelbwurz oder Safranwurzel bekannt. Die Kurkumapflanze benötigt ganzjährig warme Temperaturen, weshalb sie überwiegend in den tropischen Gebieten Südostasiens und Indiens zu finden ist.

Der verwendbare Teil des Kurkumas nennt sich Rhizom (Wurzelstock) und zeichnet sich durch seine orangene Färbung aus. Dieses Rhizom gibt es frisch sowie getrocknet als Pulver zu kaufen.

Kurkuma ist vor allem für das Würzen von Speisen wie Suppen, Reisgerichte oder Gemüse beliebt und ist fester Bestandteil einer jeden Curry-Gewürzmischung. Aber auch als pflanzliches Arzneimittel oder in Nahrungsergänzungsmittel wird Kurkuma oftmals verwendet.

Kurkumaknolle- und pulver

Das in der Wurzel enthaltende Curcumin ist für die orangefarbene Färbung der Knolle verantwortlich. (Bildquelle: Steve Buissinne / Pixybay)

Welche Inhaltsstoffe besitzt Kurkuma?

Die Wurzel der Kurkumapflanze besitzt ätherische Öle, wichtige Nährstoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe. Zu rund zehn Prozent besteht sie aus Fett, liefert aber ebenso einen Anteil an Proteinen. Dank des hohen Eisengehalts deckt Kurkuma mit 2 mg Eisen pro 5 g etwa 16 Prozent des täglichen Bedarfs (ca. 12,5 mg). Auch Vitamin C und Kalium sind in größeren Mengen im Wurzelstock enthalten.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Nährstoffe, die im Kurkumapulver enthalten sind:

Inhaltsstoff Inhaltsstoff pro 5 g Kurkumapulver
Brennwert 74,55 kJ / 17,8 kcal
Kohlenhydrate 2,91 g
davon Zucker 2,88 g
Fett 0,5 g
Protein 0,39 g
Vitamin C 1,3 mg
Kalium 126 mg
Magnesium 9,6 mg
Calcium 9,1 mg

Die aktiven Inhaltsstoffe der Kurkumapflanze bilden die Curcuminoide, die unter anderem für die gelbe Farbe der Wurzel sorgen. Etwa 5 Prozent der Curcuminoide besteht aus Curcumin. In Nahrungsergänzungsmittel variiert die Zusammensetzung sowie die Verwendung dieser Stoffe. So gibt es Produkte, die das reine Pulver, Curcuminoide mit Curcumin oder alleinig Curcumin enthalten. Auch weitere pflanzliche Zusätze (z.B. schwarzer Pfeffer) oder Vitamine (Vitamin D) werden solchen Produkten oftmals hinzugefügt.

Durch das Zusammenspiel dieser Inhaltsstoffe besitzt Kurkuma geschmacklich eine leicht erdige, bittere Note und verleiht Speisen eine milde bis würzige Schärfe.

Was bewirkt Kurkuma?

Kurkuma wird schon seit Jahrtausenden als Gewürz für Speisen und Getränke verwendet. Doch nicht nur in vielen Küchen ist die Kurkumawurzel äußerst beliebt, sondern ist dank ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften fester Bestandteil traditioneller Heilkünste. So wird sie zum Beispiel in der Traditionellen Chinesischen Medizin sowie in der indischen Heilkunst Ayurveda eingesetzt.

Sie gilt als:

  • antioxidativ
  • entzündungshemmend
  • cholesterinsenkend
  • blutfettsenkend
  • antidepressiv

Curcumin ist der Hauptwirkstoff der Kurkumaknolle. Der gelbe Farbstoff besitzt eine antioxidative Wirkung und hilft somit bei der Bekämpfung von Krankheiten. Das Curcumin arbeitet als ein Antioxidans im Körper und fängt schädliche Radikale ab. Verbinden sich freie Radikale mit Körperzellen, können diese dadurch nämlich geschädigt werden.

Bei einer Metaanalyse aus dem Jahr 2015 konnte die antioxidative Wirkung von Kurkuma bestätigt werden. Nach der Einnahme von Curcumin über 6 Wochen, konnte eine erhöhte Produktion von körpereigenen Antioxidantien bei den Probanden festgestellt werden. Zudem verringerte sich die Anzahl der im Blut enthaltenden freien Radikalen. (1)

Kurkuma besitzt aber auch entzündungshemmende Eigenschaften. Wie aus einer umfassenden Analyse einzelner Untersuchungen hervorgeht, wirkt sich die Einnahme von Curcumin nach etwa 4 Wochen bereits positiv auf den CRP-Wert des Menschen aus. Dieser Wert gibt Auskunft über mögliche Entzündungsprozesse im Körper und dient als Risikofaktor für chronische Krankheiten oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. (2,3)

Kurkuma wirkt cholesterinsenkend und kann als begleitendes Antidepressiva dienen.

Ein sinkender Cholesterinspiegel und abnehmende Fettwerte im Blut waren die positiven Folgen einer täglichen Einnahme von 1000 mg Curcumin bei 100 Probanden. (4) Durch eine weitere Metaanalyse kamen die Forscher zudem auf das Ergebnis, dass Curcumin eine deutliche Besserung bei Patienten mit Depressionen und Angstzuständen hervorrufen konnte. (5)

Für was wird Kurkuma eingesetzt?

Durch zahlreiche Studien und Untersuchungen konnte bereits nachgewiesen werden, dass Kurkuma unsere Gesundheit effektiv fördert. Die Wurzel besitzt heilende und entzündungshemmende Eigenschaften und wird deshalb für die Behandlung unterschiedlichster Krankheiten eingesetzt. Dazu zählen unter anderem:

  • Verdauungsbeschwerden und chronische Magen-Darm-Erkrankungen
  • Arthrose
  • Neurodegenerative Krankheiten und Demenzerkrankungen / Alzheimer
  • Krebs
  • Diabetes

Im Folgenden gehen wir näher auf einzelne Anwendungsgebiete der Gelbwurzel ein.

Kurkuma für den Verdauungstrakt

Die Einnahme von Kurkuma empfiehlt sich vor allem bei Verstopfungen, Blähungen und Völlegefühl. Der Einsatz von Kurkuma zur Förderung der Verdauung ist als eine alte, traditionelle Anwendungsweise der Pflanze bekannt. Das in der Wurzel enthaltende Curcumin unterstützt die Produktion von Verdauungssäften und regt den Gallenfluss an. So wird die Verdauung von besonders fetthaltigen Speisen verbessert.

Aber nicht nur nach dem Verzehr von fettigen Lebensmitteln hilft Kurkuma kurzfristig, sondern trägt auch zu einer dauerhaften Verbesserung der Entzündungswerte bei chronischen Darmerkrankungen bei. In einer Metaanalyse untersuchten Wissenschaftler einzelne Fälle von Patienten mit Morbus Crohn. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Curcumin eine günstige und sichere Methode zur Reduzierung von Symptomen und Entzündungsmarkern bei Morbus Crohn sei. (6)

Kurkuma bei Arthrose

Die regelmäßige Aufnahme von Kurkuma kann sich schmerzlindernd auf Gelenkbeschwerden auswirken. Dies bestätigten die Ergebnisse einer placebokontrollierten Studie aus dem Jahr 2014. 40 Probanden mit Kniearthrose wurde entweder ein Curcumin-Präparat (1,5 g) oder ein Placebo verabreicht. Nach sechs Wochen täglicher Einnahme konnte im Gegensatz zur Placebogruppe eine deutliche Verbesserung der Schmerzen bei den Probanden mit Kurkuma-Behandlung festgestellt werden. (7)

Der Schmerzmittelbedarf kann durch die Einnahme von Kurkuma deutlich gesenkt werden. (8)

Zudem stellten Wissenschaftler einer weiteren Untersuchung fest, dass Kurkuma eine ähnliche Wirkungsweise wie herkömmliche Schmerzmittel besitzt. Dies wurde anhand einer Behandlung von Kniearthrose-Patienten durch die Verabreichung von Curcuminpulver und Ibuprofen beobachtet. Nach 4 Wochen konnte bei beiden Gruppen eine deutliche Schmerzlinderung verzeichnet werden. (9)

Kurkuma gegen Alzheimer

Curcumin besitzt die besondere Fähigkeit, die so genannte Blut-Hirn-Schranke im Kopf des Menschen zu passieren. Dort kann es seine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung ebenfalls entfalten. Dies wiederum könnte vor Entzündungen im Gehirn schützen und Erkrankungen wie beispielsweise Alzheimer vermeiden.

Wissenschaftliche Beweise, dass die Einnahme von Kurkuma Demenzen und neurodegenerative Erkrankungen vorbeugen könnte, liegen allerdings noch nicht in ausreichendem Maße vor. Eine Überprüfung der Studienlage bekräftigte lediglich das Potenzial von Curcumin, den Entzündungsprozess einer folgenden Alzheimer-Erkrankung zu lindern. (10)

Kurkuma gegen Krebs

Die Behandlung von Krebspatienten mit Kurkuma kann eine Tumorbildung vorbeugen oder sich positiv auf bereits vorhandene Krebszellen auswirken. Dies bestätigte eine Studie über die wachstumshemmende Wirkung von Curcumin auf Brustkrebs. Dabei konnte festgestellt werden, dass Kurkuma das Wachstum verschiedener Krebszellen eindämmt, ohne dabei gesunde Zellen anzugreifen. (11)

Zudem festigt Curcumin die Membran unserer gesunden Körperzellen und schützt sie vor einem Eindringen der Krankheitserreger. Die amerikanischen Forscher dieser Studie konnten zudem beobachten, dass Krebszellen hingegen an Festigkeit und Stabilität verloren. (12)

Kurkuma bei Diabetes

Wissenschaftler empfehlen Kurkuma als begleitendes Mittel zur Diabetes-Behandlung. Dies ging aus einer im Jahr 2013 veröffentlichten Übersichtsarbeit zu Diabetes-Therapien hervor. Die Forscher kamen dabei zu dem Ergebnis, dass Kurkuma bzw. Curcumin die Blutzuckerregulierung unterstützt und somit zur einer verbesserten Insulinaufnahme der Zellen beiträgt. (13)

Curcumin kann als Mittel zur Prävention von Diabetes eingesetzt werden.

In einer wissenschaftlichen Untersuchung nahmen Probanden mit Diabetes-Anzeichen entweder sechs Curcuminoide-Kapseln am Tag oder schluckten ein Placebo-Präparat. Im Vergleich zur Placebo-Gruppe konnte bei der Kurkuma-Gruppe keine oder eine sehr langsame Entwicklung der Krankheit festgestellt werden. Auch die Insulinresistenz sowie die Entzündungswerte gingen bei den Patienten mit Curcumin-Behandlung zurück. (14)

Welche Nebenwirkungen hat Kurkuma?

Grundsätzlich gilt die Einnahme von Kurkuma und Curcumin in Form von Pulver, Tabletten und Kapseln als äußerst sicher. Es kann ohne Bedenken regelmäßig in Speisen und Getränken verwendet oder als Nahrungsergänzungsmittel unterstützend eingenommen werden.

Lediglich bei einer zu hohen Dosis oder dem übermäßigen Verzehr von Kurkuma können Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen unter anderem:

  • Magen-Darm-Probleme
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Magenschmerzen
  • Durchfall
  • Leberbeschwerden
  • Allergische Reaktionen
  • Anämie

Kurkuma kann aber auch Wechselwirkungen hervorrufen. Als Nahrungsergänzungsmittel in Verbindung mit blutverdünnenden Medikamenten wie beispielsweise Aspirin können Blutung verstärkt werden. Das könnte sich bereits auf die Periode, auf ein harmloses Nasenbluten oder einen Schnitt in den Finger auswirken.

Ebenso kann eine übermäßige Dosis Curcumin die Wirkung von Diabetes-Medikamenten verstärken, was bei Patienten eine Unterzuckerung auslösen könnte. Deshalb sollten Risikogruppen vor Einnahme von Kurkuma grundsätzlich ein Arzt konsultieren.

Wer sollte Kurkuma nicht einnehmen?

Menschen, die gesundheitliche Probleme oder Vorerkrankungen haben, sollten vor der Einnahme von Kurkuma und Curcumin als Gewürz oder Nahrungsergänzungsmittel mit einem Arzt oder Heilpraktiker sprechen. Nur so kann eine ordnungsgemäße Kombination der Medikamente mit dem pflanzlichen Heilmittel sichergestellt werden.

Wie bereits erwähnt, können Wechselwirkungen entstehen, die gesundheitliche Risiken für kranke Personen zum Beispiel Diabetes- oder Krebs-Patienten bergen.

Personen mit Gallensteine sollten auf die Einnahme von hochdosierten Kurkuma-Präparaten verzichten. Da das Curcumin die Gallenfluss-Produktion anregt, könnten Gallensteine in Bewegung gebracht und in den Gallengängen eingeklemmt werden.

In wie weit Kurkuma Krämpfe und Blutungen während der Schwangerschaft auslösen kann, ist bislang noch unzureichend erforscht. Schwangeren und stillenden Frauen wird allerdings geraten, auf Kurkuma-Präparate zu verzichten.

Wie wird Kurkuma korrekt eingenommen?

Kurkuma kannst du sowohl als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tropfen, Pulver, Tabletten, Extrakt oder Kapseln einnehmen als auch die frisch geriebene oder getrocknete Knolle als Gewürz verwenden. Als Würzmittel verleiht Kurkuma schon in kleinen Mengen Speisen eine würzige Note. In größeren Mengen hingegen schmeckt Kurkuma sehr bitter und ist somit kaum genießbar.

Zwei bis drei Mal am Tag kannst du Kurkuma in deinen Gerichten verarbeiten oder diesen beifügen. Somit kommst du bedenkenlos auf deine gewünschte Menge und kannst ganz nebenbei etwas für deine Gesundheit tun. Da Curcumin kaum wasserlöslich ist, empfiehlt es sich immer ein wenig Fett (Öl) beizugeben. Mit zusätzlichem schwarzem Pfeffer kann die Bioverfügbarkeit zudem erhöht werden.

Kurkuma-Kapseln und Tabletten kannst du nach Anwendungsanweisung der Packungsbeilage einnehmen. Diese Präparate besitzen eine sehr hohe Wirksamkeit und sind in unterschiedlichen Konzentrationen zu kaufen. Auch die Größe der Kapsel kann variieren und sollte für die richtige Dosierung beachtet werden.

Kurkumapflanze

Die Blüte der Kurkumapflanze leuchtet in einem strahlendem pink während die Wurzel orangefarben ist. (Bildquelle: Mouse23 / Pixabay)

Wie viel Kurkuma sollte eingenommen werden?

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Monographie der European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) liegt die empfohlene Dosis bei 3 g am Tag.

Dieser Wert bezieht sich auf die Einnahme von Kurkuma-Pulver aus der getrockneten Wurzel der Kurkumapflanze und gilt nicht für die Behandlung von Erkrankungen mit Curcumin.

Die duldbare Aufnahme von Kurkuma liegt hingegen bei 2 mg pro Körpergewicht. Dieser Wert wurde auf Basis eines «No observed effect level» (NOEL) ermittelt, der von täglich 250 – 320 mg pro kg Körpergewicht und einem Sicherheitsfaktor von 100 ausgeht.

Was sollte beim Kauf von Kurkuma-Produkten beachtet werden?

Kurkuma-Präparate stellen in Deutschland keine Arzneimittel dar. Sie sind als Lebensmittel zu verstehen und dürfen keine krankheitslindernde Aussagen sowie Werbung diesbezüglich machen.

Hersteller, die mit vielversprechenden Wirkungen werben, solltest du also mit Vorsicht genießen. Nicht alle Anwendungsgebiete und Auswirkungen von Kurkuma sind ausreichend erforscht und wissenschaftlich belegt.

Kurkuma-Produkte gibt es zudem mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Möchtest du eine hohe Bioverfügbarkeit des Curcumins, dann solltest du auf ein Präparat mit Piperin zurückgreifen. Piperin ist ein Extrakt des schwarzen Pfeffers und erhöht die Bioverfügbarkeit um ein 20-faches. Wenn du allergisch auf Pfeffer reagierst, solltest du ein Produkte aus reinem Curcumin wählen.

Beachte zudem die Größe und Dosis der einzelnen Kapseln oder Tabletten. Je nachdem wie groß und stark konzentriert das Kurkuma-Produkt ist, solltest du die Einnahme entsprechend anpassen.

Welche Alternativen gibt es zu Kurkuma?

Kurkuma gilt als eine Heilpflanze, deren Wurzel antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Es gibt allerdings noch weitere pflanzliche Heilmittel, die alternativ eingesetzt werden können.

Flohsamen

Wer mit Verdauungsproblemen wie Verstopfungen zu kämpfen hat, kann zu Flohsamen greifen. Flohsamen besitzen ein hohes Quellvermögen und regen die Darmflora an. Das Volumen der aufgequollenen Flohsamen löst einen Reiz im Darminneren aus und fördert somit die Darmentleerung.

Löwenzahn

Auf die Verwendung von Kurkuma bei Gallensteine sollte verzichtet werden. Löwenzahn hingegen kann durch die geförderte Gallensaftproduktion Gallensteinen entgegenwirken. Zudem kann er als Tee ebenfalls bei Blähungen und Völlegefühl eingesetzt werden.

Artischockenblätter

Eine besonders antioxidative, krampflösende, cholesterin- und blutfettsenkende Wirkung besitzen die Blätter der Artischocke. Die Blätter der Staude wirken sich positiv auf die Gesundheit der Leber sowie der Galle aus. Auch sie regen den Gallenfluss an unterstützen die Regeneration der Leber. Der Saft der Blätter kann sowohl frisch als auch in Form von Kapseln eingenommen werden.

Fazit

Die Wurzel der Kurkumapflanze und das darin enthaltende Curcumin kann dank seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung in vielen Bereichen eingesetzt werden. Als Gewürz verleiht es Speisen nicht nur eine knallige Farbe, sondern sorgt für ein intensives Aroma. Kurkuma hat nachweislich positive Auswirkungen auf eine Vielzahl von Erkrankungen. Als natürliches Heilmittel vermindert es vor allem Entzündungsprozesse im menschlichen Organismus.

Die übermäßige Aufnahme von Kurkuma kann allerdings Nebenwirkungen hervorrufen. Nicht selten treten Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall als Folge einer zu hohen Kurkuma-Dosis auf. Risikogruppen wie Schwangere, Stillende und Personen mit Gallensteinen sollten deshalb auf Kurkuma-Präparate verzichten. Grundsätzlich sollten Personen mit Vorerkrankungen einen Arzt konsultieren, um Komplikationen und gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

Einzelnachweise

  1. Amirhossein Sahebkarab, Maria-Corina Serbanc, Sorin Ursoniuc, Maciej Banach. Effect of curcuminoids on oxidative stress: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. In: Journal of Functional Foods. Volume 18, Part B, October 2015, Pages 898-909.
  2. Amirhossein Sahebkar. Are curcuminoids effective C-reactive protein-lowering agents in clinical practice? Evidence from a meta-analysis. In: Phytother Res. 2014 May;28(5):633-42. doi: 10.1002/ptr.5045. Epub 2013 Aug 7.
  3. Yunes Panahi, Mahboobeh Sadat Hosseini, Nahid Khalili, et. al. Antioxidant and anti-inflammatory effects of curcuminoid-piperine combination in subjects with metabolic syndrome: A randomized controlled trial and an updated meta-analysis. In: Clinical Nutrition, January 07, 2015, Volume 34, Issue 6, P1101-1108.
  4. Yunes Panahi, Nahid Khalili, Mahboobeh Sadat Hosseini, et. al. Lipid-modifying effects of adjunctive therapy with curcuminoids-piperine combination in patients with metabolic syndrome: results of a randomized controlled trial. In: Complement Ther Med. 2014 Oct;22(5):851-7.
  5. Laura Fusar-Poli, Lucia Vozza, Alberto Gabbiadini, et. al. Curcumin for depression: a meta-analysis. In: Crit Rev Food Sci Nutr. 2019 Aug 19;1-11.
  6. Allaire Schneider, Ivy Hossain, Julia VanderMolen, Kara Nicol. Comparison of remicade to curcumin for the treatment of Crohn's disease: A systematic review. In: Complement Ther Med. 2017 Aug;33:32-38.
  7. Yunes Panahi, Ali-Reza Rahimnia, Mojtaba Sharafi, et. al. Curcuminoid treatment for knee osteoarthritis: a randomized double-blind placebo-controlled trial. In: Phytother Res. 2014 Nov;28(11):1625-31.
  8. Yasuaki Nakagawa, Shogo Mukai, Shigeru Yamada, et. al. Short-term effects of highly-bioavailable curcumin for treating knee osteoarthritis: a randomized, double-blind, placebo-controlled prospective study. In: J Orthop Sci. 2014 Nov;19(6):933-9.
  9. Vilai Kuptniratsaikul, Piyapat Dajpratham, Wirat Taechaarpornkul, et. al. Efficacy and safety of Curcuma domestica extracts compared with ibuprofen in patients with knee osteoarthritis: a multicenter study. In: Clin Interv Aging. 2014 Mar 20;9:451-8.
  10. Min Chen, Zhi-Yun Du, Xi Zheng, et. al. Use of curcumin in diagnosis, prevention, and treatment of Alzheimer's disease. In: Neural Regeneration Research, Year: 2018, Volume: 13, Issue: 4, Page : 742-752.
  11. Urmila Banik, Subramani Parasuraman, Arun Kumar Adhikary, Nor Hayati Othman. Curcumin: the spicy modulator of breast carcinogenesis. In: Journal of Experimental & Clinical Cancer Research volume 36, Article number: 98 (2017).
  12. Lixing Gan, Chengye Li, Jian Wang, Xuejun Guo. Curcumin modulates the effect of histone modification on the expression of chemokines by type II alveolar epithelial cells in a rat COPD model. In: Int J Chron Obstruct Pulmon Dis. 2016; 11: 2765–2773.
  13. C N Castro, A E Barcala Tabarrozzi, J Winnewisser, et. al. Curcumin ameliorates autoimmune diabetes. Evidence in accelerated murine models of type 1 diabetes. In: Clin Exp Immunol. 2014 Jul; 177(1): 149–160.
  14. Somlak Chuengsamarn, Suthee Rattanamongkolgul, Rataya Luechapudiporn, et. al. Curcumin extract for prevention of type 2 diabetes. In: Diabetes Care. 2012 Nov;35(11):2121-7.
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